9. Dez.
Bewertung:3

Schon seit Jahren interessiere ich mich für alles aus dem 18. Jahrhundert in Frankreich, vorrangig mit Blick auf die Französische Revolution und Louis XVI und Marie Antoinette. Mit Begeisterung lese ich Romane und Biografien zu dieser Epoche und daher fiel mir zufällig auch "Der Coiffeur der Königin" in die Hände. Von diesem erhoffte ich mir sozusagen wissenswertes und auch das ein oder andere frivole, aus erster Hand an der Seite der Königin. Diese Hoffnung hat das kurzweilige Büchlein nur bedingt erfüllt. Ja, es war frivol, allerdings konzentrierte sich das Buch mehr auf die Anfänge Leonards als Coiffeur und beginnt vergleichsweise spät erst von seiner Zeit am Hof von Versailles zu erzählen. Der Beginn war durchaus interessant, allerdings war mir dieser stellenweise zu detailliert und versprach nicht die Prämisse des Buches. Die macht gefühlt nur einen geringen Teil aus, daher der Punktabzug; ebenso für das doch abrupte Ende. Hier hätte mich durchaus interessiert, wie seine Geschichte weitererzählt wird. Außerdem sei angemerkt, dass der Schreibstil der damaligen Zeit entlehnt und daher aus heutiger Sicht teils schwer zu lesen ist. Alles in einem ein kurzweiliges Buch, das Interessierte rund um das Thema lesen können, insbesondere, da beispielsweise Rose Bertin als Schneiderin bekannt ist und Leonard eher nicht, aber es ist meiner Ansicht nach auch kein must-read.

Léonard - Der Coiffeur der Königin
Léonard - Der Coiffeur der Königinvon Léonard Autiéedition ebersbach