6. Apr.
Bewertung:5

Puh was war das für ein Buch? In dem Buch sich Dystopie, SyFy und Thriller. Es gibt einen Helden der keiner sein will und Kämpfer die lernen nicht zu kämpfen. Und gerade, weil die Protas so einzigartig sind, habe ich das Buch geliebt. Ich mochte Hagen, weil er trotz seiner Gabe so menschlich bleibt und. Aufzeigt das man nie völlig uneigennützig handelt und, dass das auch völlig O.K. ist. Auch die anderen Protas sind herrlich unperfekt, und das sorgt dafür, dass man sich mit ihnen identifizieren kann sogar mit Liberty. Ich muss sagen ich bin eigentlich kein SyFy Fan aber hier hat das Element einfach super reingepasst. Gerade da die Story in der Zukunft spielt und man sich gut vorstellen kann das es bis dahin noch so einige Innovationen geben wird, die wir uns Heute schwer vorstellen können. Die Story an sich ist keine neue böse Macht regiert über die Menschen und eine kleine Gruppe möchte es ändern. Doch hier spielt auch das Zusammentreffen der Figuren eine große Rolle und macht einem großen Teil der Geschichte aus. Alles zusammen macht das Buch zu einer spannenden aber auch emotionalen Reise in eine mögliche Variante der Zukunft.

Dogma der Wahrheit
Dogma der Wahrheitvon E.X. BehemoffBehemoff Editions
16. Feb.
Bewertung:3.5

Spannende Ideen und Fragestellungen in einer sehr komplexen Story, die allerdings eine klare Contentnote braucht.

Der Autor hat mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, meine Meinung verändert das aber nicht. Ich wusste, dass mich im ersten Band der Honeypot-Protokoll-Reihe keine leichte Kost erwartet. Das verspricht allein der Plot: Hagen lebt mit seinen Eltern im Grid, einer abgeschotteten Stadt, in der die Menschen in einem Mix aus virtueller und echter Realität leben. Wo die echte Welt steril und kalt wirkt, bietet die Hyperrealität ungeahnte Möglichkeiten. Vor allem für den gesellschaftlichen Konsum - denn das Grid wird vom Moebius-Konzern unterhalten. Dieser ist ein Mix aus Legislative, Exekutive und Wirtschaftsunternehmen. Als Exekutive ist er für die Erhaltung der Kontinuität zuständig und überprüft die Gefühle und Gedanken der Grid-Bewohner:innen. Diejenigen, die als Gefahr für die Kontinuität gesehen werden, werden bei spektakulär inszenierten Kontests regelrecht hingerichtet. Aber auch abseits der Kontests scheint die Moebius-Corp eine spannende Auslegung von Recht und Ordnung zu haben. Während der Schutz der Kontinuität sehr wichtig zu sein scheint, sind die Straßen des Grids von Gewalt und Drogen geprägt. Als letztere fungieren vor allem Upvotes, sogenannte Cups (k-Ups, also 1000 Upvotes). Und auf der Jagd nach Bestätigung durch Cups streamen die Grid-Bewohner:innen eigentlich permanent, vor allem Straftaten. Als Hagens Eltern ebenfalls Opfer einer brutalen Straftat werden, erfährt Hagen davon ebenfalls durch Streams. Doch er glaubt nicht daran, dass sie wirklich verstorben sind und geht der ganzen Sache auf den moralisch verdorbenen Grund. Ich muss ehrlich sagen: Das Buch braucht für mich eine Contentnote. Die Story ist teilweise wirklich grafisch-brutal und zeigt diverse menschliche Abgründe, die man nicht nur durch Hagens Augen sieht. Denn die Geschichte ist in vier Perspektiven zu teilweise unterschiedlichen Zeitpunkten aufteilt, die gerade am Anfang wenig Überschneidung haben und so auf den ersten Blick etwas verwirrend und unübersichtlich wirken können. Die Tatsache, dass jeder relevante Charakter seine eigene Backstory bekommt, ist für mich gleichermaßen ein Vor- und Nachteil. Einerseits bekommen so alle Platz und man lernt ihre Vergangenheit und die Beweggründe für ihr Handeln kennen. Das kommt vor allem Charakteren, wie Big und Dru zu Gute, die sich zu meinen Favoriten herauskristallisiert haben. Allerdings wird die Story dadurch länger und komplexer. Ich habe etwas Zeit gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden, auch der sprunghafte Schreibstil war für mich erst gewöhnungsbedürftig. Der gesamten Story liegen für mich einige moralische Fragestellungen zu Grund: ist eine friedliche Revolution möglich? Sind Menschen inhärent böse? Was passiert, wenn Konsum vor Menschlichkeit gestellt wird? Und wie wirkt es sich aus, wenn selbst die Exekutive einen Unterhaltungswert liefern soll? Was macht jemanden zum Helden? Ich persönlich finde diese Gedankengänge sehr spannend und finde, dass “Dogma der Wahrheit” gerade dort zum Denken anregt. Mir hat besonders das Worldbuilding gefallen, insbesondere die Idee, dass Menschen in einer eintönigen Welt leben, davon aber nichts mitbekommen. Denn durch die REVision und die Hyperrealität können sie sich und ihre Umwelt ohne großen Aufwand verändern können. Wie gewöhnt die Menschen an ihr Konsumumfeld und Verhalten sind, sieht man durch die beleidigende Begriffe für Personen gibt, die sich nicht modifizieren und damit zur Minderheit gehören. Noch klarer wird es aber beim Nachwuchs: selbst Kinder, die à la Brave New World in den InCubes gezüchtet werden, werden ebenfalls zur modifizierbaren Ware. Alles in allem ein spannender und komplexer Thriller, der viele moralische Fragen erkundet. Die Story ist gerade am Anfang etwas unübersichtlich, dranbleiben lohnt sich. Für mich fehlt bei der Brutalität der Geschichte allerdings eine klare Contentnote. Ich persönlich finde auch spannend, dass für mich die Geschichte in Band 1 abgeschlossen wirkt, was für mich die Frage aufwirft, wie es in den Folgebänden weiter geht.

Dogma der Wahrheit
Dogma der Wahrheitvon E.X. BehemoffBehemoff Editions
13. Feb.
Bewertung:5

Dystopie der digitalen Welt mit den Abgründen der Menschlichkeit

Dystopie der digitalen Welt mit den Abgründen der Menschlichkeit Fazit: Wer Zukunftsdystopien schätzt trifft hier eine gute Wahl. Das buch hat durchweg die Spannung gehalten und mich auf eine Reise entführt. Natürlich steckt in jeder Dystopie auch eine Mahnung für die Zukunft. Ort: Schön dass mal ein Buch woanders spielt. Hier auf dem ehemaligen Berlin. Geschichte: Es handelt sich um eine dystopische Zukunftsversion in der die Menschheit mehr in der angereichteren virtuellen Welt lebt als in der realen. Man folgt den Protagonisten auf eine Reise in der die Hintergründe dieser Welt und die Entstehungsgeschichte dieser Zivilisation. Dabei werden die Geschichten unterschiedlicher Pottagonisten gezeigt. Protagonisten: Die Protagonisten sind sehr vielschichtig und mit der Zeit entwickeln sie alle eine eigene Geschichte. Von einigen hätte ich gerne noch etwas mehr gelesen. Es gibt auch einige Überraschungen und es die Handlungen sind nicht immer vorhersehbar. Trigger: Es gibt einige Gewaltdarstellungen und Andeutungen. Diese sollen die Abgründe der Personen darstellen.Das trifft auch den Kern, ist jedoch nichts für Menschen die so etwas nicht gut lesen können. Zugang: Es wird nicht extra alles erläutert und man findet sich durch die Geschichte nach und nach in der Welt ein.

Dogma der Wahrheit
Dogma der Wahrheitvon E.X. BehemoffBehemoff Editions
3. Feb.
"Ihr Weg war rau, kompromisslos, oft im Widerspruch zu seinen Idealen."
Bewertung:4

"Ihr Weg war rau, kompromisslos, oft im Widerspruch zu seinen Idealen."

Zunächst einmal ein Dank an den Autor, der mir „Dogma der Wahrheit“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Eigentlich weiß man, worauf man sich bei Dystopien einlässt – „Dogma der Wahrheit“ hat mich mit seiner Düsternis und selbstverständlichen Brutalität dennoch sowohl geängstigt als auch fasziniert. Zu Beginn habe ich etwas Zeit gebraucht, um in die Welt und die Handlung hineinzufinden, da beides recht komplex angelegt ist. Das ausgefeilte Worldbuilding lässt einen jedoch schnell immer tiefer eintauchen und die Szenen bildhaft vor dem inneren Auge ablaufen. Darauf hätte ich in manchen Momenten gern verzichtet. Einen Grausamkeitsfilter – wie ihn die Menschen in dieser beklemmenden Welt besitzen – gibt es für die Lesenden allerdings nicht. Eine Welt, geprägt von Kontrolle, Gewalt und Empathielosigkeit. „1984“ auf die Spitze getrieben. Das moderne Konzept der Hyperrealität ist dabei gar nicht so weit von unserer aktuellen Realität entfernt, und der Rückzug der Menschen in diese erscheint durchaus nachvollziehbar. Der Protagonist Hagen und seine Begleiter bilden hier eine Ausnahme. Dass Hagen mir sonderlich sympathisch war, kann ich nicht behaupten, doch seine Fähigkeit zu fühlen und kritisch zu denken wirkt wie eine zarte Pflanze in einer endlosen Wüste. Die Charaktere sind insgesamt sehr unterschiedlich und gut ausgearbeitet. Auch über vereinzelte Längen hinweg haben sie mich bei der Stange gehalten. Das Ende empfand ich dann als etwas zu rasant. Insgesamt ist „Dogma der Wahrheit“ ein gelungener erster Band, und nach dem letzten Kapitel bin ich nun sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Dogma der Wahrheit
Dogma der Wahrheitvon E.X. BehemoffBehemoff Editions
24. Jan.
Bewertung:5

Eine Dystopie zum Mitfiebern, voller Spannung und Intensität

In „Dogma der Wahrheit“ wird die Leser*innenschaft in eine düstere und brutale Zukunftsvision geführt, in der kaum Raum für Hoffnung bleibt. Im Mittelpunkt steht der Protagonist Hagen, anhand dessen deutlich wird, wie gefährlich Emotionen in einer vermeintlich „idealen“ Welt sind. Besonders hervorzuheben ist der Fokus auf Manipulation durch Kontrolle sowie die zahlreichen Anspielungen auf reale gesellschaftliche Entwicklungen, durch die sich diese Dystopie deutlich von vielen vergleichbaren Werken abhebt. Der Einstieg erforderte zunächst eine gewisse Eingewöhnungszeit, da zahlreiche technische Begriffe den Zugang zur Welt erschwerten. Mit jedem weiteren Kapitel gewann die Handlung jedoch spürbar an Klarheit und Intensität, sodass das Buch schließlich kaum aus der Hand gelegt werden konnte. Der Schreibstil erweist sich dabei als flüssig und mitreißend, da das Geschehen konsequent aus einer Perspektive erzählt wird, welche Nähe zu den Charakteren schafft und ein Erleben auf Augenhöhe ermöglicht. Anfangs steht ein großes Rätsel im Raum, das sich durch die gelungene Verknüpfung der Handlungsstränge zunehmend erschließt und eine dichte, glaubwürdige Atmosphäre entstehen lässt. Die bedrückende Grundstimmung der Geschichte wird durch den unverblümten Stil zusätzlich verstärkt. Die Welt erscheint optimiert und klinisch, während Individualität und Emotionen als störend oder sogar strafbar eingeordnet werden. Aus diesem Spannungsfeld entsteht ein dauerhaftes Unbehagen, das die Lektüre prägt und zugleich fesselt. Auch das Worldbuilding folgt keinem linearen Muster, sondern entfaltet sich schrittweise und mit wachsender Dichte. Besonders die Detailverliebtheit, etwa durch Geruchsbeschreibungen, gesellschaftliche Regeln oder neu gedachte Währungssysteme, verleiht dem Universum zusätzliche Tiefe. Trotz der Komplexität bleibt die dargestellte Welt nachvollziehbar und trägt zur kontinuierlichen Steigerung der Spannung bei. Ebenfalls das Ende hebt sich deutlich von bekannten Genre-Vertreter ab. Seine Unvorhersehbarkeit macht das Ende außergewöhnlich und nahezu perfekt, ohne künstlich konstruiertem Cliffhanger oder vorhersehbarem Plot. Neben Atmosphäre und Worldbuilding überzeugen vor allem die Charaktere durch ihre Authentizität. Ihre Hintergründe werden nach und nach offengelegt, wodurch emotionale Nähe entsteht und die Handlungen nachvollziehbar wirken. Sie bilden einen starken Kontrast zur vermeintlichen Perfektion der Welt und verstärken das moralische Spannungsfeld der Geschichte. Gerade dadurch entsteht ein intensives Mitgefühl, das den Wunsch nach Gerechtigkeit immer weiter zuspitzt. Besonders hervorzuheben ist zudem das allgegenwärtige Gefühl von Paranoia. Vertrauen wird kontinuierlich infrage gestellt, vermeintliche Gewissheiten lösen sich wieder auf. Erwartete Wendungen werden immer wieder durchbrochen, wodurch jede neue Entwicklung überrascht und die Spannung konstant hoch bleibt. Trotz der zahlreichen Stärken lassen sich vereinzelt kleinere Schwächen im Werk erkennen. Zu Beginn hätten einzelne technische Begriffe klarer erläutert werden können, da sie kurzzeitig den Lesefluss unterbrachen. Zudem wecken die Figuren durch ihre Intensität und Glaubwürdigkeit den Wunsch nach weiterer Vertiefung, da sie der Handlung ihre emotionale Kraft verleihen. Diese wenigen Anmerkungen fallen jedoch kaum ins Gewicht und schmälern den sehr positiven Gesamteindruck nicht. Kurzfazit: „Dogma der Wahrheit“ ist eine eindringliche Dystopie, die durch ihre Atmosphäre, sowie komplexe Welt und authentische Charaktere nachhaltig beeindruckt. Die Geschichte fesselt durch Spannung, emotionale Tiefe und überraschende Wendungen bis zur letzten Seite. Besonders die Nähe zur Realität macht das Werk beklemmend aktuell und nachwirkend. Für mich ein absolutes Highlight und ich kann es kaum erwarten Band 2 zu lesen!

Dogma der Wahrheit
Dogma der Wahrheitvon E.X. BehemoffBehemoff Editions
20. Jan.
Bewertung:5

Klare Buchempfehlung, wenn du anspruchsvolle, düstere Dystopien liebst. 💠🩵

In „Dogma der Wahrheit“ tauchst du in eine düstere Near-Future-Dystopie ein – ein digital-sozialer Käfig namens „Grid“, in dem Kontrolle, Überwachung und Manipulation zum Alltag gehören. Als der Protagonist Hagen beginnt, Fragen zu stellen, wird er zur Gefahr für das System – und gerät ins Visier eines Konzerns, der keine Fehler verzeiht. Die Jagd beginnt. ✨ Warum du es lesen solltest: ✔️ Cyberpunk-Atmosphäre & dystopische Spannung ✔️ Konzernherrschaft, Überwachung, moralische Grauzonen ✔️ Thriller-Vibes, die dich nicht mehr loslassen ✔️ ein Buch, das nachwirkt Wenn du Black Mirror-Feeling liebst und dich Stories packen, die dich beim Lesen ständig zweifeln lassen, was echt ist, dann ist das hier DEIN Buch. 🖤

Dogma der Wahrheit
Dogma der Wahrheitvon E.X. BehemoffBehemoff Editions
16. Jan.
Bewertung:3.5

Spannende und beklemmende, aber auch komplexe Dystopie mit Tiefgang

Zu Beginn habe ich etwas Zeit gebraucht, um in Dogma der Wahrheit hineinzufinden. Die dargestellte Welt ist komplex, düster und von viel Gewalt geprägt, was den Einstieg nicht ganz leicht macht. Doch je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto spannender und faszinierender wird sie. Die dargestellte Welt ist absolut beängstigend. Eigentlich leben die Menschen in einer perfekten Gesellschaft. Niemand muss mehr arbeiten, jeder hat alles, was er zum Leben braucht. Und doch sind sie weiter denn je von einem echten, freien Leben entfernt. Die Menschen existieren nicht mehr wirklich in der realen Welt. Jegliche kritischen Gedanken sind verboten, Kontrolle wird als Sicherheit verkauft, und Gewalt gehört nicht nur zur Tagesordnung sondern sie wird regelrecht zelebriert. Besonders erschreckend ist die sogenannte Hyperrealität, in der die Menschen leben. Alle haben einen implantierten Chip und können ihre Wahrnehmung mithilfe einer Brille filtern und sogar einen Grausamkeitsfilter aktivieren, sodass sie die tatsächliche Brutalität ihrer Welt nicht mehr sehen müssen. Reale Welt und Hyperrealität verschwimmen so stark miteinander, dass sie kaum noch zu unterscheiden sind. Gefühle spielen dabei kaum eine Rolle und Empathie scheint weitgehend verloren gegangen zu sein. Eine Ausnahme bildet Hagen, der zentrale Protagonist der Geschichte. Er wirkt wie ein Mensch aus „alten Zeiten". Er ist fähig zu fühlen, zu hinterfragen und kritisch zu denken. Gerade dieser Kontrast macht ihn zu einer besonders interessanten Figur und verleiht der Handlung emotionale Tiefe.

Dogma der Wahrheit
Dogma der Wahrheitvon E.X. BehemoffBehemoff Editions