
Facettenreicher Liebesroman
Kianimus hat in seinem Roman "Ellas Paradoxum" eine abwechslungsreiche Mischung aus Romantik, Thriller und Krimi erschaffen. Das gesamte Buch wurde aus der sicht von Kayan verfasst, welcher aus dem Ghetto stammt und sich mit einigen Höhen und Tiefen daraus heraus arbeitet. Dennoch bleiben seine Erfahrungen immer ein Teil von ihm und sind meiner Meinung nach ein wichtiger Bestandteil dieses Buches. Die Suche nach seiner großen Liebe Ella führt ihn aus dem Ghetto bis nach Italien. Das Buch befasst sich neben dieser Liebesgeschichte zwischen Kayan und Ella, mit vielen wichtigen Themen. Dazu zählt Rassismus, Ausgrenzung, Mobbing, aber auch der familiäre Zusammenhalt, der Stellenwert einer Familie an sich, sowie gesellschaftliche Themen mit leichter Kritik an den Schichten zwischen Arm und Reich. Genau wegen diesen Themen ist das Buch eine tolle Empfehlung von meiner Seite aus. Es war anfangs durch die vielen Zeitsprünge etwas schwer in die Geschichte hineinzukommen. Die kurzen Kapitel mit ihren eigenen Überschriften haben dies im Laufe aber deutlich erleichtert. Zum Ende hin hat jede der Zeitebenen ein schlüssiges Ende in einem spannenden Finale gefunden. Das Buch hatte bis in den Epilog unerwartete Wendungen für den Leser parat, sodass man es so schnell nicht mehr aus der Hand legen konnte.
