Ein etwas träger Einstieg, aber danach entwickelt sich Reversum zu einer überraschend rasant erzählten und originellen Geschichte.
Reversum startet eher langsam, und besonders die ausführlichen Beschreibungen in den Rückblenden konnten mich zu Beginn nicht richtig fesseln. Sobald die eigentliche Handlung jedoch ins Rollen kommt, nimmt das Buch deutlich Fahrt auf. Ab diesem Punkt entwickelt sich die Geschichte sehr rasant und spannend. Die Grundidee, dass man in die Zukunft reisen kann, dort aber die Zeit rückwärts erlebt, fand ich originell und sehr gut umgesetzt. Dadurch ergeben sich einige witzige und ungewöhnliche Situationen, die dem Buch einen besonderen Reiz verleihen. Der Protagonist Neven ist sympathisch und gut nachvollziehbar geschrieben, sodass es Spaß macht, ihn bei seinen Versuchen zu begleiten, die Zusammenhänge zu verstehen – und zu verhindern, was auf ihn zukommt. Auch die Auflösung am Ende hat für mich stimmig funktioniert. Ein Punkt, bei dem ich unsicher bin, ist die Entscheidung, ausgerechnet eine Afghanin als Terroristin darzustellen. Das hat bei mir einen etwas schalen Beigeschmack hinterlassen.
