15:03 Uhr, Boston. Die Welt geht unter.
Clayton Riddel aus Maine ist Comiczeichner. Er befindet sich gerade in Boston, nachdem er endlich erfolgreich eine seiner Comicideen einem Verlag verkaufen konnte, als um 15:03 Uhr der Puls ausgelöst wird. Alle Menschen, die gerade ein Handy am Ohr haben verwandeln sich schlagartig in geistlose Bestien, Phonies genannt. Diese veränderten Menschen laufen wie Zombies durch die Gegend, töten andere und haben anscheinend doch ein höheres Ziel. Clay kann vor den Phonies fliehen zusammen mit Tom, einem älteren Herrn und Alice, einem 15 jährigen Mädchen. Ab dem Zeitpunkt sind sie auf der Flucht und auf der Suche. Auf der Flucht vor den Phonies, auf der Suche nach Antworten, weiteren Überlebenden und nach Johnny, Clays Sohn. Sie wandern durch das apokalyptische Neuengland und müssen mit Grauen und Entsetzen feststellen, dass die Welt, die sie kannten, nicht mehr existiert. Ich mag alles an dem Buch. Stephen King kann einfach Apokalypsen!!! Er hat mal wieder ein Thema aufgenommen und in die Zukunft geblickt, denn manches mal denke ich, dass wir Menschen wie Zombies auf unsere Smartphones starren, nicht ansprechbar sind und vom Umfeld nichts mitbekommen. King stellt die permanente Erreichbarkeit durch Handys, als Angriffspunkt der Menschheit dar. Die Abhängigkeit zum Mobiltelefon ist der Beginn des Untergangs der Welt. SPOILER ALERT Ich finde es total gut, dass King nicht klarstellt, wer diesen Puls auslöst. Man weiß bis zum Schluß nicht, wer verantwortlich ist und ich finde, dass bietet viel Raum für Spekulationen und eigene Ideen. Das Ende ist nicht unbedingt typisch für Stephen King, denn manche Fragen bleiben offen und man muss seine eigenen grauen Zellen anstrengen. Ich bin eigentlich kein Fan von offenen Enden, aber hier empfinde ich es sehr passend. Ich weiß aber auch, dass viele das Ende nicht mögen. SPOILER ENDE Das Buch war für mich ein Reread. Ich habe es damals gelesen, als es erschienen ist und ich mochte es 2006 und ich mag es heute noch. Ich habe mir die Geschichte von David Nathan vorlesen lassen und der hat mal wieder hervorragende Arbeit geleistet. Das Buch hat für mich ganz klare The Stand Vibes. Wer King mag und Apokalypsen, kann hier getrost zugreifen.






















































