Das Buch ist für mich eine reine Zeitverschwendung.
Warum?: Der Schreibstil hat mich nicht gestört. Ich mochte, dass Jane Austen sehr sarkastisch schreibt und fand viele Zeilen auch wirklich lustig. Die Handlung war okay, aber ich hätte mir mehr Varietät gewünscht, weil es sich oft nur darum drehte, dass jemand dieses Haus oder jenes Haus besucht. Es ist nicht wirklich etwas Besonderes passiert, wodurch sich das Buch teilweise gezogen hat und etwas öde wurde. Zwischenzeitlich hatte Mr. Collins meiner Meinung nach zu viel „Screentime“. Einerseits war das gut, weil man durch ihn Austens Sarkasmus und Gesellschaftskritik besonders stark gespürt hat, aber andererseits hätte man das auch kürzer halten können. Was Elizabeth und Darcy angeht: Das Konzept an sich verstehe ich und ich liebe eigentlich Slow Burn, aber hier konnte man als Leser die Liebe zwischen den beiden kaum wirklich spüren. Darcy hatte plötzlich Interesse an ihr, obwohl sie ihn nicht mochte, und machte ihr gefühlt aus dem Nichts, ohne wirklichen Kontakt oder ein tieferes Kennenlernen, ein Liebesgeständnis, woraufhin sie ihn abwies. Man konnte die Entwicklung ihrer Gefühle nie richtig nachvollziehen. Als es dann endlich zum eigentlichen Kern kam, also Darcy seine Liebe wirklich beweist und Elizabeth kurz vorher (ebenfalls gefühlt aus dem Nichts) erkennt, dass sie ihn liebt, wirkte das für mich nicht glaubwürdig genug aufgebaut. Sie empfindet nicht erst langsam Interesse oder Sympathie, sondern scheint ihn plötzlich direkt zu lieben, obwohl zwischen ihnen kaum echte gemeinsame Momente stattgefunden haben. Genau dieses Kennenlernen hat hier aber total gefehlt, weshalb man die Gefühle der beiden als Leser kaum wirklich nachempfinden konnte. Elizabeth verliebt sich gefühlt mehr in die Version von Darcy, die sie durch seinen Brief entdeckt, als durch echte gemeinsame Erlebnisse mit ihm. Deshalb fühlt sich ihre Liebe oft abrupt an. Außerdem fand ich schade, dass dieser Teil der Geschichte teilweise wieder unterging, weil sich dann vieles nur noch um den Fehler von Lydias Beziehung mit Mr. Wickham drehte, nur damit man am Ende gefühlt zwei Seiten dazu bekommt, dass Elizabeth und Darcy sich jetzt mögen. Das Ende wirkte dadurch auf mich etwas unbefriedigend und einfach „lepsch“. Was sagt ihr? Wie ist eure Haltung zu dem Buch?


































































