30. Jan.
Bewegend aber nicht wirklich schön geschrieben.
Bewertung:3

Bewegend aber nicht wirklich schön geschrieben.

Ich hatte mich sehr auf diese Geschichte gefreut, da es sich hier auch um eine wahre Geschichte handelt. Mir gefiel das Buch auch eigentlich sehr gut, es war krass zu sehen, wie den Kindern geholfen wurde und was sie durch gemacht haben. Aber mir gefiel der Schreibstil nicht. Es las sich nicht wie eine Geschichte sonder eher wie eine Aufzählung der Ereignisse. Es wurde nix weiter tief beleuchtet oder mehr ins Detail gegangen. Es wurde nur abgehakt aus der Sicht von Natan, dem Protagonisten aufgezählt, was geschah. Vielleicht sollte das auch so, da es wie eine Erinnerung rüber kam, die er von damals erzählt 🤷🏼‍♀️ Ich weiß es nicht genau 😅 Jedenfalls war es so an sich super interessant, aber eben nicht so wie bei einer Geschichte die einen so richtig packt. Das lag aber wirklich an der blöden Schreibweise.

Die Kinder des Don Arrigo
Die Kinder des Don Arrigovon Ivan SciapeconiUllstein extra
28. Dez.
Ein sehr berührender Tatsachen-Roman!
Bewertung:4

Ein sehr berührender Tatsachen-Roman!

... und manchmal braucht es ein ganzes Dorf! Der elfjährige Natan lebt mit seinen Eltern, seinem jüngeren Bruder Sami und seinem Onkel Herrmann in Berlin. Schon früher musste er mitansehen, wie eines Nachts jüdische Geschäfte, Synagogen und andere Orte, an denen Juden sich wohlfühlten, in Flammen aufgingen. Damals hat sein Vater sein Lachen verloren, dabei war er immer dabei, eine Geschichte oder einen Witz zu erzählen, um damit seinen Mitmenschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und seine Botschaften weiterzutragen. Dann wurde die Judenverfolgung immer schlimmer udn die Braunhemden wurden immer mehr. Einfach so holten sie dann auch den Vater ab und Natan konnte nur tatenlos dabei zusehen. Als es immer schlimmer wurde, hat es an der Tür geklopt und eine Frau hat darum gebeten, dass Natan mit ihr kommen soll, denn sie bringe ihn nach Israel. Nun beginnt Natans Reise, denn über Umwege landet er schließlich mit seiner Gruppe im kleinen Dorf Nonantola, wo erst einmal Ende des unsteten Lebens ist und Natan spürt, wie das ganze Dorf darum bemüht ist, den jüdischen Kindern zu helfen. Allen voran Don Arrigo, der örtliche Pfarrer, der mit viel Mut und Einfallsreichtum seine schützende Hand über die Kinder hält. Ivan Sciapeconi schildert die Flucht und die lange Reise mit schließlicher Rettung aus der Sicht des elfjährigen Jungen Natan. Somit sind die Gefühle und Erlebnisse häufig sehr einfach und trotzdem bewegend erzählt. Dass der gesamte Roman auf einer Tatsache beruht, macht alles noch faszinierender und beeindruckender. Es ist zwar schade, dass gerade Natan eine Erfindung des Autors ist, allerdings macht es das Geschehen deswegen nicht weniger interessant. Ich bin immer noch ganz beeindruckt, wie es einem kleinen Dorf in Italien gelungen ist, so viele jüdische Kinder vor den deutschen Nazis und den italienischen Faschisten zu verstecken und zu schützen. Allerdings fand ich die Erzählweise aus kindlicher Perspektive teilweise etwas schwierig, denn ich hatte oft das Gefühl, die Situationen werden verkannt oder sehr vereinfacht dargestellt. Außerdem war auch die Sprache teilweise sehr kindlich, was zwar zu einem sehr flüssigen und schnellen Lesen geführt hat, mich aber trotzdem nicht so gepackt hat, als hätte ein Erwachsener erzählt. Insgesamt ein berührender Roman, der aber manchmal etwas zu oberflächlich und kindlich ist.

Die Kinder des Don Arrigo
Die Kinder des Don Arrigovon Ivan SciapeconiUllstein extra
30. Sept.
Ein bewegender Roman nach einer wahren Geschichte
Bewertung:4.5

Ein bewegender Roman nach einer wahren Geschichte

Im Sommer 1942 gelingt vierzig jüdischen Kindern und Jugendlichen die Flucht aus Deutschland durch Europa, in ein kleines italienisches Dorf. Sie sind erschöpft von den Strapazen und einsam ohne die geliebte Familie. Dieser Roman nach einer wahren Geschichte wird von dem elfjährigen Natan in der Ich – Perspektive erzählt. Dadurch wurden seine Gefühle gut vermittelt. Natans Vater wurde von den Nazis verschleppt, die Mutter und seinen kleinen Bruder musste er in Deutschland zurück lassen. Natan berichtet von seinen Erinnerungen an die Familie und der Flucht. Die jungen jüdischen Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern sind verstört und verängstigt. Nicht nur die Einsamkeit auch die Ungewissheit, was sie erwartet, ist für sie belastend. In Italien leben sie in der Villa Emma, in der jeder mit anpacken muss. Aufopferungsvolle Betreuer versuchen alles, um die Kinder zu retten. Ein starker Zusammenhalt entsteht. Doch auch hier im Dorf kommen die deutschen Soldaten näher. Ich habe Natans Angst regelrecht gespürt und mitgelitten. Eine bewegende und bedrückende wahre Geschichte. Eine Flucht, die ohne die Hilfe und den Mut vieler Menschen nicht möglich gewesen wäre.

Die Kinder des Don Arrigo
Die Kinder des Don Arrigovon Ivan SciapeconiUllstein extra