3. März
Bewertung:4

Ich bin positiv überrascht: Der Auftakt der Trilogie ist gelungen und das Ende macht Lust auf mehr. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird! Die ersten deutschen Autoren in der nun schon 50 Jahre währenden Star-Trek-Geschichte liefern ein gut geschriebenes Abenteuer ab, das genau das richtige Tempo an den Tag legt, auch für "Normalos" wie mich die richtige Portion Techno-Gebrabbel bietet und ganz nebenbei einen sehr gelungenen Auftakt zu einer - wie es scheint - spannenden Trilogie abliefert. Star-Trek-Fans können unbesorgt zugreifen, auch wenn der Preis mit 15 Euro für diesen Taschenbuch-Band nicht gerade niedrig ist. Der Inhalt ist es wert.

Star Trek - Prometheus 1: Feuer gegen Feuer
Star Trek - Prometheus 1: Feuer gegen Feuervon Bernd PerpliesCross Cult Entertainment
23. Sept.
Bewertung:3

Hier hab ich irgendwie mehr erwartet. Dadurch, dass ich die Kinderbücher des Autorenteams kenne, darunter auch sowas wie Star Trek für Kids, bin ich von den beiden eigentlich Spaß gewöhnt. Eine lockere Welt, die zwar grad ein bisschen bedroht wird, aber nicht so sehr, dass alles trüb aussieht. Ich weiß nicht, inwiefern ihnen hier von Seiten von CBS/Paramount oder dem Roddenberry-Clan Vorgaben gemacht wurden und inwieweit Story und Setting frei wählbar waren. Aber, dass hier wieder einmal ein Buch mit Mord, Drohung von Krieg und Rassismus (gegen andere Spezies) vorliegt, anstatt einem lustigen oder zumindest utopischen, stört mich sehr. Umso mehr, als dass die Reihe auf weiteren Reihen aufbaut, die ich nicht kenne, weil sie mich nie gereizt haben. Aus den selben Gründen. Ich hab keine Ahnung, was zum Teufel der Typhon Pakt ist und warum die Romulaner, die nach DS9 doch noch Verbündete der Föderation waren, VOR den Ereignissen von Picard wieder Feinde sind. Und war etwa noch einmal was mit den Borg? Dass jetzt mehrere Star Trek-Reihen untereinander verzweigt sind und auf einander aufbauen, stört mich sehr. Schon fortlaufende Bücher einer Serie nerven mich, ich bevorzuge auch bei Büchern abgeschlossene Episoden und das gute alte Monster of the Week, aber, dass ich gezwungen bin, alle Bücher zu lesen, von mehreren Reihen mit verschiedenen Crews, um für EINE Reihe auf dem Laufenden zu bleiben, finde ich sehr ärgerlich und absolut nicht fanfreundlich. Nachdem das gesagt ist, muss aber auch Lob her. Ich mochte es, dass in einer Zeit, wo so viele bekannte Charaktere noch aktiv im Dienst sind, auch einige von ihnen in kleineren bis größeren Rollen auftauchen. Und vielleicht hatte ich etwas Pipi in den Augen, als Spock auftrat. Insgesamt sind die Charaktere ganz spannend, auch wenn ihnen durch zu viel Plot und zu wenig Entspannung nicht genug Zeit eingeräumt wird, um sie als Leser*in wirklich kennen zu lernen. Auch hier mag ich ‚Episoden‘ lieber, die statt auf Action auf Zwischenpersonelles setzen. So etwas stelle ich mir in der Crew der Prometheus sehr spannend vor und hoffe, das Autorenteam darf einen solchen, ruhigeren Roman hinterher schieben. Aber ob ich der Reihe weiter folgen will, wenn es nur weiter um möglichen Krieg, Terror und eine fremde, aggressive Identität geht, weiß ich noch nicht. Das ist einfach nicht, was ich mir von Star Trek wünsche, nicht, was ich emotional brauche. Und eben nichts, was das Label Trek nötig hätte - weil es so etwas auch außerhalb des Franchise noch und nöcher gibt. Weshalb ich es schade finde, dass man das Alleinstellungsmerkmal von Trek schon seit DS9 immer weiter verwässert hat. Aber wie gesagt, ich weiß nicht, wie viel Wahl die Autoren hatten und inwieweit man ihnen das wirklich vorwerfen kann, sind doch schon mehrere Fernsehserien und einige Vorgängerbuchreihen ähnlich im Ton - von den neuen Serien, die sich eher dystopisch anfühlen, ganz abgesehen.

Star Trek - Prometheus 1: Feuer gegen Feuer
Star Trek - Prometheus 1: Feuer gegen Feuervon Bernd PerpliesCross Cult Entertainment