Ein Buch über Riffmeister Tony Iommi? Mein erster Gedanke: „Her damit!“ Nach 90 sehr kurzen Kapiteln bin ich jedoch etwas zwiegespalten. Positiv ist: Man bekommt einen spannenden Einblick in die Zeit wie alles mit Black Sabbath anfing, als Ozzy Black Sabbath verließ, wie Ronnie James Dio dazukam und wie sich die Band weiterentwickelte. Diese Passagen sind für Fans absolut lesenswert. Was mich allerdings gestört hat, ist die Art, wie Tony seine Geschichte erzählt. Immer wieder beschreibt er, wie er sich allein um die Arbeit an den Alben kümmerte, während Ozzy, Bill und Geezer angeblich im Pub hockten, Drogen konsumierten und er sie anschließend wieder „auf Spur“ bringen musste. Vor allem Ozzy bekommt in seinen Schilderungen häufig sein Fett weg. Natürlich ist es beeindruckend, dass Tony Sabbath nie aufgegeben hat – aber oft wirkt es so, als seien immer nur die anderen schuld, wenn etwas schiefging. Erschwerend kommt hinzu, dass Tony beim Erzählen oft abschweift. Gerade in den ersten 200 Seiten hatte ich deshalb gelegentlich Mühe, dranzubleiben. Trotzdem: Für alle, die Black Sabbath lieben oder einen tieferen Einblick in Tony Iommis Leben und Schaffen bekommen wollen, lohnt sich das Buch auf jeden Fall. Und eines ist nach der Lektüre sicher: Tony wird Bill Ward nie wieder anzünden.
11. Aug.11. Aug. 2025
Iron Manvon Tony IommiHannibal Verlag

