
Ein Buch, über das man reden will. Und eines, das einem im Gedächtnis bleibt.
Dieses Buch macht was mit einem. Es macht wütend, regt zum Nachdenken an, triggert, berührt - wow! Die Figuren sind so echt, sodass man im Laufe des Buches denkt sie persönlich zu kennen. Das Schöne ist auch, dass man sich in allen drei Frauen wiedererkennen kann, nicht nur, weil sie so verschieden sind, sondern weil sie sich ständig weiterentwickeln - irgendein Aspekt von Liese, Cora oder Eva passt immer zu seiner eigenen Lebensgeschichte. Der Wechsel der Perspektiven hat mir am besten gefallen, das macht die Geschichte unglaublich spannend und besonders.
"Sie bleiben nur einen Tag und fahren am Abend. Eva hat dieses Flattern im Hals, das sie immer hat bei solchen Abschieden. Heimat ist Heimat, auch wenn man nicht mehr dort wohnt. Vielleicht lässt sie dieses Gefühl nie los, aber wenn sie woanders hingehören will, muss sie irgendwann damit anfangen." Ich konnte es am Anfang gar nicht glauben, als ich las, dass das Buch einem von ersten Wort bis zur letzten Seite gefesselt hält. Unglaublich aber wahr. Ein Buch über 3 Generationen, drei Generation von Frauen. Frauen die weg wollen, ihre Heimat verlassen wollen, aber nicht können, zurück müssen und zurück wollen. Wittenmoos im Schwarzwald. Ein kleines Dorf, wo jeder jeden kennt, sich jeder über den Anderen das Maul zerreißt und jeder sein Geheimnis hat. Liese, Cora und Eva, Großmutter, Mutter und Tochter, sie sind nicht nur Familie, sondern auch Freundinnen. Alle drei werden schwanger und wollen es nicht wahr haben. Alle drei leben allein, aber doch zusammen, alle drei haben ein Geheimnis, alle drei lieben und leben am Ende in ihrer Heimat. Es ist ein so schöner, ehrlicher, tiefgehender und heimatlicher Roman, ich hätte niemals gedacht, dass er mich so fesselt. Bei der Lesung von Hannah wurde ich gefragt, welcher der drei Frauen mich am meisten beeindruckt, ich bin immer noch der Meinung, es ist das Leben von Cora. Es ist kein Roman über Frauen,es ist ein Roman über Menschen und eine echte Leseempfehlung.
Ein einfühlsamer, spröder Roman, der tief unter die Haut geht, den manchmal bleibt alles wie es ist und ist doch anders
3 Generationen, so unterschiedlich wie sie nur sein können ganz atmosphärisch und nahbar erzählt
3 Generationen von Frauen leben in dem kleinen Dorf Wittenmoos im Schwarzwald. Liese lebt in einer Zeit in der es einem nichts anderes über blieb als sich seinem Schicksal zu ergeben, unabhängig davon ob sie die Sehnsucht nach der weiten Welt hat oder nicht. Cora will die Welt erobern, hat das Potenzial dazu muss aber zurückkehren und sieht dies als persönliche Niederlage. Vera stehen alle Möglichkeiten offen und sie sucht sich langfristig die Heimat aus. Die mit viel Liebe zum Detail und Gespür erzählte Geschichte dieser 3 Frauen hält einem in seinen Bann und man möchte die Geschichte nicht verlassen. Die Figuren wachsen einem ans Herz und man möchte sie gar nicht verlassen. Die Geschichte läuft so vor sich hin, schafft es aber einem in den Bann zu ziehen. Eine sehr schöne Geschichte!
So, so schön! 🥰
Die Hauptfiguren waren mir alle so sympathisch. So klar. Auch wenn lange nicht über alles gesprochen wurde, so direkt. Menschlich. ❤️ Spannend, die Unterschiede in den Generationen und doch vieles gleich. Hat mich berührt.
Drei Frauen-Generationen in einem Schwarzwalddorf. Sie fallen durch ihre Eigenwilligkeit und ihren Freiheitsdrang aus der Gemeinschaft heraus. Ein Familienroman über Heimat, Erwartungen und Selbstbestimmung.
Wunderschön!
Was für ein wundervolles Buch!
Mich hat das Buch schon bei der Lesung mit Hannah Häffner abgeholt. Diese Sprache, diese Poesie, diese Lücken in der Geschichte, die man selbst ausfüllen kann und soll, mit seiner Phantasie! Fast auf jeder Seite eine Lebensweisheit, Tränen kamen mir schon beim allerersten Kapitel. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es in Rekordzeit verschlungen!
Das Leben als Frau
Drei Generationen von Frauen leben und hardern mit ihrem Umfeld und ihrer Identität, umgeben von der Frage: Gehen oder bleiben? Sie alle finden ihren Weg, unabhängig von ihrem Umfeld, Hindernissen und vor allem Männern. Mit einer ganz eigenen Sprache lernen wir die Protagonistinnen mehr oder weniger gut kennen - sind sie doch tendenziell eher von wortkarger Natur. Mich hat das Buch sehr berührt, da ich nach einiger Zeit in Großstädten auch wieder in meinem Heimatdorf lebe und es hier sehr liebe. Ich habe während der Lektüre viel an "Nature vs Nurture" denken müssen, also die Frage, wie viel von uns als Person durch Genetik vorgegeben ist oder durch unser Umfeld geprägt sind. Die drei vorgestellten Frauengenerationen haben einige Ähnlichkeiten, auch über ihr Äußeres hinaus. Und gleichzeitig haben sie alle ihre ganz eigenen Wesenszüge, Vorstellungen und Visionen von einem guten Leben. Das hat mir sehr gut gefallen, auch wenn das Buch für mich ein wenig kürzer hätte sein dürfen.
Der Roman handelt von drei starken Frauen, den drei Riessberger-Frauen, oder den „Riesinnen“ wie sie im Dorf genannt werden. Die Geschichte beginnt mit Liese, die aus ihrer Perspektive erzählt, wie sie in den 1960er Jahren die Metzgerei von ihrem verstorbenen Mann übernimmt. Die Erzählung geht über in die Perspektive von Lieses Tochter Cora, die jung schwanger wird und dennoch ihren Weg geht. Und sie endet aus der Sicht von Eva, Coras Tochter, dem Waldmädchen. Viele Sätze, die nachhallen. Kraftvoll. Gelungenes Debüt.
Genau das Richtige für alle, die charakterstarke Familiengeschichten mögen - erzählt in einer besonderen Sprache.
Der Roman hat eine ganz besondere Atmosphäre, die durch Hannah Häffners sehr intensive Sprache noch verstärkt wird. Sprachlich war das Buch für mich wirklich etwas Besonderes. Einerseits wirkt der Stil ungewöhnlich, andererseits macht genau das den besonderen Reiz der Geschichte aus. Die Handlung bewegt sich zwischen Wald- und Dorfleben, familiären Konflikten und persönlichen Entwicklungen. Dabei gibt die Autorin ihren Figuren viel Raum, sich zu entfalten. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der Frauenfiguren. Jede der drei Frauen hat ihre eigenen Herausforderungen, denen sie sich stellen muss. Der Zwiespalt zwischen den eigenen Wünschen und Träumen, den Erwartungen anderer und der Bedeutung von Heimat spielt dabei eine zentrale Rolle. „Die Riesinnen“ ist ein eher ruhiger, atmosphärischer Roman, bei dem die Beziehungen der Figuren zueinander und die leisen, emotionalen Momente im Vordergrund stehen. Trotzdem gibt es immer wieder unerwartete Wendungen. Insgesamt bleibt die Erzählweise jedoch ruhig und eindringlich. An manchen Stellen hätte ich mir persönlich ein etwas schnelleres Erzähltempo gewünscht. 💙„Die Riesinnen“ ist genau das Richtige für alle, die charakterstarke Familiengeschichten mögen - erzählt in einer besonderen Sprache. Eine Geschichte über Heimat, Freiheit und die Entwicklung von Frauen über mehrere Generationen hinweg.
Ich fand es echt gelungen.
Ach was soll ich sagen? Ich habe lange gebraucht um das Buch fertig zu bekommen. Der Alltag ging leider vor. Aber das hat irgendwie sogar geholfen tiefer in die Geschichte hinein zu kommen. Ich fand es sehr realistisch. Die Charaktere wurden alle sehr gut beschrieben und man konnte in 3 völlig unterschiedliche Leben schauen. Und dennoch sind sie fest miteinander verbunden und nehmen uns in ihre Welten mit. Es hat mir wirklich Spaß gemacht und man selbst kommt ins Grübeln und stellt sich selbst dann einige Fragen. Auch die Nebencharaktere haben einen tollen Rahmen geschaffen. Tolles Buch!
Drei Frauen, drei Zeiten, ein starkes Band
Ein bildreicher Roman über drei Frauengenerationen. Wandel, Heimat und Werte. Besonders beeindruckt hat mich die offene, akzeptierende Haltung von Liese, Cora und Eva gegenüber anderen Menschen.
Nette Unterhaltung, mehr aber nicht.
Beim Lesen kommt man sehr gut in die Geschichte rein, das Schicksal der drei Frauen über drei Generationen der Familie hat einen schnell gepackt. Hinten raus hat mich das Buch aber verloren, es wurde zunehmend zu einem klassischen Dorfdrama. Nicht ganz meins, aber man kann das Buch allen empfehlen, die z.B. Arenz mögen und einfach gute Unterhaltung suchen. Ich persönlich hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht.
So tief und still wie ein Wald sein kann, entfaltet diese Geschichte von den Riesbergerinnen auf leisen Sohlen eine enorme Kraft. Hannah Häffner gelingt es mit einer von gedrungenen Sätzen und lebensechten Bildern durchzogenen Sprachgewalt gleichzeitig poetisch und prägnant Wahrheiten zu erzählen, die nachhaltig leuchten wie ihre Protagonistinnen Liese, Cora und Eva. 3 Frauen, die sich fragen, ob sie dem Heimatdorf Wittenmoos entwachsen sollen, das spröde und sperrig ihr Leben im Schwarzwald drückt. Sie kämpfen sich durch, müssen immer wieder ungeplante Wege wie Schneisen schlagen und verlieren dabei doch nie den Mut. Unglaublich kraftvolles, tränentreibendes und beglückendes Leseerlebnis, ganz klar: 6 Sterne ;-)
Kurzweilig und mit tollen sich einprägenden Sätzen 🌳
Die Riesinnen haben sich fest in mein Herz gepflanzt und die Sprache, die Bilder, die Hannah Häffner hier entwickelt hat, haben mich auf jeder einzelnen Seite berührt bis umgehauen. Eine meiner schönsten Leseerfahrungen seit langer Zeit. Wenn nicht so überhaupt. Dieses Buch wird immer leuchten.

DIE RIESINNEN Hannah Häffner ET: 25.02.26 Hannah Häffner erzählt die Geschichte von drei Frauen aus drei Generationen, die ihr Leben im kleinen Dorf Wittenmoor im Schwarzwald verbringen. Die Riessberger Frauen gleichen sich äußerlich sehr – groß wie Riesinnen, schmal, mit rostblonden Locken – und könnten doch unterschiedlicher kaum sein. Jede von ihnen sehnt sich nach etwas anderem, jede versucht auf ihre Weise auszubrechen und bleibt doch mit dem Dorf und seiner Enge verbunden. In den 1950er Jahren wird Liese geboren. Später heiratet sie den Metzger-Erben Bernhard. Doch glücklich wird sie nie. Sie fühlt sich im Dorf fremd, wird eher geduldet als wirklich akzeptiert und träumt immer wieder davon fortzugehen. Als sie schwanger wird und ihre Tochter Cora zur Welt bringt, scheint dieser Traum endgültig zu zerbrechen. Und selbst als ihr Mann verunglückt, bleibt weniger Trauer als vielmehr die Angst davor, wie sie nun überleben soll. Auch Cora wächst als Außenseiterin auf. Sie passt weder in die Dorfgemeinschaft noch zu den Kindern auf dem Schulhof. Doch in ihr steckt eine Wut, die sie antreibt, auszubrechen und nach einem anderen Leben zu suchen. Jahre später kehrt sie zurück – ohne das Glück gefunden zu haben, aber mit einem Kind im Bauch. Und so setzt sich die Geschichte der Riessberger Frauen fort. Hannah Häffner hat einen atmosphärischen und eindringlichen Mehrgenerationenroman geschrieben. Mit einer besonderen, beinahe poetischen Sprache erzählt sie von weiblichen Lebenswegen, von Enge, Sehnsucht und dem Wunsch nach Freiheit. Dabei entstehen starke Bilder, die sich beim Lesen festsetzen und den Roman lange nachhallen lassen. Fazit: Ein eindrücklicher, atmosphärischer und bildgewaltiger Roman über drei Frauen aus drei Generationen, die versuchen, ihren eigenen Platz im Leben zu finden. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen – auch wenn ich gefühlt die Letzte von euch Bookies war. 4,5/5
3 starke Frauen und doch so unterschiedlich! So schön geschrieben, dass man manche Sätze mehrfach lesen will.
Schon empfehlenswert!
Ich habe diese Geschichte gemocht, die hat mich aber nicht immer zu 100% abgeholt. Ich kann sowohl die 5-Sterne Bewertungen als auch die schlechteren Rezensionen verstehen. Als Hardcover würde ich es persönlich nicht mehr kaufen, aber als Taschenbuch ist es super zu verschenken.
Wunderschön
So viele schöne Worte, zu noch schöneren Sätzen verwoben. Hat mich berührt, auf eine stille, besondere Art.

Lesehighlight 💙
Die Riesinnen – was soll ich sagen? Für mich ein absolutes Highlight und wirklich ein Must-read. Die Geschichte rund um die drei Frauen einer Schwarzwälder Familie hat mich total gepackt. Ich habe das Buch komplett verschlungen. Hannah Häffner schreibt so poetisch und gleichzeitig unglaublich nahbar – manche Sätze wollte ich direkt nochmal lesen. Dieser besondere Schreibstil hat mich total fasziniert. Vor allem die Frauenfiguren sind so stark und vielschichtig geschrieben, dass man richtig mit ihnen lebt und fühlt 😍 Große Empfehlung 🫶🏻
Das Buch konnte mich schon auf den ersten Seiten durch die wunderschöne Sprache für sich einnehmen. Unfassbar, wie die Autorin entsprechende Worte findet. Letztendlich ist das Buch zu einem großen Highlight für mich geworden, obwohl die Geschichte eben nicht unbedingt sehr außergewöhnlich ist. Es geht um 3 Frauen (Mutter, Tochter, Enkeltochter) und ihre Leben, ihre Verwurzelung mit ihrer Heimat, ihre Schicksale und ihre unterschiedlichen Arten, mit dem Leben umzugehen. Ich fühlte mich den Figuren so nah, habe alles gespürt und mitgelitten. Eine ganz große Empfehlung! 💚

Mir hat es gefallen 🤍
✨Rezensionsexemplar✨ Heute habe ich eine „ältere“ Rezension für Euch, denn das Buch habe ich im Vormonat gelesen. Diese Geschichte hatte augenblicklich (okay nach 3 Seiten 🫠) eine Sogwirkung auf mich und Protagonistin Liese werde ich niemals vergessen können. Das ist kein Buch für zwischendurch und ich empfehle definitiv, in die Leseprobe reinzuschauen. ✨Zitate: „Dieser Wald, der von den Flanken ewig heranrollt, in einem Schwarz, das seinen Launen folgt. Mal ist es dunkelgrün, mal schmutzig grau, mal reines, abgrundtiefes Schwarz, die Abwesenheit aller Farben. Dieser Wald, den man nicht aus sich herausbekommt, auch wenn man ihn verlässt. Der wurzelt, unter dem Herzen, hinter den Lungen, und man hört ihn deiner Sprache an und sieht ihn in deinen Augen.“ „Auf dem Weg zur Schule hält Cora ihre Hand fest umklammert. Der Ranzen sieht riesig aus, steht links und rechts weit über.“ ✨Inhalt: Liese, Cora und Eva. Sie sind größer als andere und dünner. Ihre Heimat ist der Schwarzwald. Ihre Geschichte ist dort tief verwurzelt. Man kennt sie in Wittenmoos, aber für Akzeptanz mussten sie lange kämpfen… ✨Meinung Die Geschichte erstreckt sich über drei Generationen, beginnend in den 60er Jahren, mit mini Rückblicken in die 50er und reicht bis in die Gegenwart. Das Setting Wittenmoos liegt tief im Schwarzwald (eines meiner liebsten Settings für Thriller oder auch Familiendramen) und überzeugt zu 100%. Wir begleiten die drei Frauen, beginnend mit Liese, die die Weichen stellt für ihre Tochter Cora und ihre Enkelin Eva. Allen Frauen sind ihre roten Locken und eine dünne und lange Körpergröße gemein, dafür sind die berühmt, die Riesinnen eben… Die ersten paar Seiten muß man überwinden, Es fängt sehr poetisch an... Aber danach, ich schwöre es, habe ich mich in den Schreibstil und die „erste“ der drei Protagonistinnen VERLIEBT. Mein erstes Buch der Autorin ist daher eine absolute Bereicherung für mich gewesen! Viele Situationen haben mich zu Tränen gerührt, die Geschichte an sich ist vielleicht nicht neu, aber die Erzählweise der Autorin ist besonders und mitreißend. Ich habe kaum bis wenig Kritik, aber wenn ich etwas benennen müsste, dann würde ich sagen, dass für mich der Übergang von Cora als Kind zu Cora als junge Frau sehr schnell gegangen ist (zu schnell), da bin ich emotional nicht ganz mitgekommen und habe erst später wieder Anschluss gekriegt, als Eva dann auch schon da war. Zwischendurch gab es auch immer mal kleinere Situationen über die „zu einfach“ drüber weggegangen wurde, aber die meisten finden gegen Ende noch Erwähnung und werden noch aufgeklärt, so dass ich insgesamt absolut zufrieden bin. ✨Fazit Das ist ein ganz wunderbares Buch, zu dem es viel zu sagen gibt. Ich habe es sehr gern gelesen und habe insbesondere zu Liese ein enges Verhältnis aufbauen können. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 4,5/5⭐️⭐️⭐️⭐️
Mich hat dieses Buch einfach unfassbar berührt, mitgenommen und mit starken Worten umgehauen
Ein Highlight!!!
Eigentlich wollte ich hier nur kurz reinlesen... Und sofort packt einen dieser auf der einen Seite klare Erzählstil, der doch so viel zwischen den Zeilen versteckt hält. Schön nach wenigen Seiten, fiebert man mit Liese mit und kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit ihr und ihrem Leben weitergehen soll. Mitten im Nirgendwo, gefangen zwischen altbackenen Weltanschauungen und dem Wunsch nach Unabhängigkeit und der sorge um ihre Tochter Cora. Und dann ist da Cora. Voller Lebenslust und Tatendrang. Die Welt liegt ihr zu Füßen, alles scheint möglich. Doch nur eine Fehlentscheidung später bleibt ihr nur noch die Flucht zurück. Enttäuscht und desillusioniert bleibt mir noch die Frage: was jetzt? Eva könnte überall sein, doch nicht fühlt sich richtig an. Nicht die Großstadt, oder die Wohnung, die sie sich mit ihrem Verlobten teilt und das Studium ist irgendwie auch nur ein alibi. Wie legitim ist es da Heimweh nach dem Dorf und der einfachen Welt ihrer Kindheit zu haben, wenn sie doch die Welt erobern sollte! Ist es schon das große Scheitern, oder doch eine unerwartete Zukunftschance? Ich bin ganz unbedarft und ohne Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Dass es eine solche Sogwirkung entwickelt, habe ich nicht kommen sehen. Die drei Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein und haben doch eines gemeinsam. Den Wunsch anzukommen, irgendwo einen Platz für sich zu finden zwischen Fernweh und Heimat. Ein toller Frauenroman, ein großartiger Generationenroman, 3 Lebensentwürfe (die man nicht zwingend gut finden muss) und dazwischen ein ganzes Leben! Jetzt schon ein Jahreshighlight und absolute Leseempfehlung.

Eine außergewöhnliche Geschichte über drei Generationen von Frauen innerhalb einer Familie. Ich wusste vorab noch nicht direkt, auf was ich mich hier einlasse, aber bereits der Einstieg ins Buch gelang mir mühelos. Wir begleiten als erstes Liese, die als große, schlanke Frau immer die Riesin genannt wird. Dies wird von ihrem Nachnamen "Riesberger" abgeleitet. Es beginnt in den sechziger Jahren, als Liese sich auf ihren Mann Bernhard einlässt. Es ist keine große Liebe, aber er nimmt sie so wie sie ist. Auch wenn er sie nicht als hübsch betrachtet. Als sie schwanger wird, erhofft sich Bernhard einen Sohn, doch dem ist nicht so. Als Cora auf die Welt kommt, wird er immer strenger und gewalttätiger. Erst begleiten wir Liese dabei, wie sie ihr Leben lebt. Wie sie sich nach Dingen sehnt, die ihr verwehrt bleiben. Eine Riesberger gehört nun mal nach Wittenmoos, und nicht weit weg. Dann dreht sich die Geschichte um Cora. Der Einfluss ihres gewalttätigen Vaters, die Lust nach Freiheit und Weite. Wie sie ausbricht, aus den Fängen der Normalität. Und dann geht es um Eva, Coras Tochter. Alle drei Frauen sind unglaublich stark und erzählen eine beeindruckende Geschichte. Was bedeutet Heimat, wofür lohnt es sich zu leben, und wie lebt man sein Leben richtig? Was verbindet einen mit der Heimat? Ich fand den Schreibstil sehr flüssig und poetisch. Einige Textstellen habe ich mir sogar markiert, weil ich von den Sätzen so beeindruckt war. Zwischendurch habe ich mich dabei erwischt, wie ich immer mal wieder gedanklich abgedriftet bin. Aber nicht, weil es mir nicht gefallen hat, sondern weil es mich zum Nachdenken gebracht hat und ich einfach nur begeistert war. Wittenmoos hat sich in mein Herz geschlichen,und noch dazu die drei Frauen, die eine unglaubliche Stärke bewiesen haben. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung, ich habe es unheimlich gerne gelesen und fand die Umsetzung grandios. ⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen
Großartige Literatur, keine Frage. Eine ganz besondere Prosa, dunkel, zart und aufwühlend wie der Schwarzwald selbst. Und Bücher von Frauen über Frauen lese ich immer gerne. Etwas merkwürdig ist es aber schon, dass Abtreibung und ungewollte Schwangerschaft in diesem Roman beinahe Tabuthemen sind. Die Existenz dieser beiden Dinge werden kurz anerkannt, ihnen wird knapp zugenickt um sie dann unter den Teppich zu fegen. Schon befremdlich, daher ein Stern Abzug.

Drei Frauen, drei Generationen, eine Familie. Ein durchaus feministisch geprägter Roman der leicht zu lesen ist.
Ich habe Die Riesinnen als angenehm ruhige und stimmigen Roman erlebt. Der Einstieg war für mich etwas ungewohnt, weil der Schreibstil eine eigene Note hat, aber nach kurzer Zeit liest sich das Buch sehr flüssig. Was ich gut gelungen fand war die Verknüpfung von drei Generationen. Die Übergänge zwischen den einzelnen Perspektiven sind sanft und wirken natürlich, sodass die Geschichten sich fließend anfühlen. Die Figuren und ihre Emotionen wirken dabei authentisch und nahbar. Ich finde das dem Buch an manchen Stellen die Intensität fehlt. Es bleibt eher leise und verzichtet auf große dramatische Zuspitzungen. Für mich war genau das aber auch ein Pluspunkt, eine leichte, gut lesbare Geschichte mit einem soliden, eher subtilen Spannungsbogen.
Jahreshighlight
„Das Dorf sitzt in den Wiesen, schön wie für eine Postkarte, man sieht die Lügen nicht, nicht die Wunden, man sieht nur, wie hübsch alles ist, wie hübsch es immer war.“ (Die Riesinnen) Es ist Anfang Mai und ich bin mir sicher, dass dies eines meiner Jahreshighlights sein wird. Was macht dieses Buch für mich so besonders? Im Mittelpunkt von Die Riesinnen stehen drei Frauen aus drei Generationen: Liese, Cora und Eva. Ihre Lebenswege könnten kaum unterschiedlicher sein und sind doch auf eine stille, tief verwurzelte Weise miteinander verflochten. Liese wächst in einer rauen Nachkriegszeit auf und muss sich in einer Welt behaupten, die wenig Raum für eigene Wünsche lässt. Sie hält durch, trägt, funktioniert und macht vor allem weiter. Ihre Tochter Cora will raus aus der Enge, weg aus dem Dorf, weg aus dem, was sie einengt. Sie bricht auf, sucht Freiheit, nur um irgendwann zu erkennen, dass Flucht nicht automatisch Ankommen bedeutet. Und schließlich Eva, die zwischen diesen beiden Frauen aufwächst, zwischen Pflicht und Aufbruch, Vergangenheit und Zukunft, und versucht, ihren eigenen Weg zu finden. Ohne große äußere Dramatik entfaltet sich das Leben dieser drei Frauen. Gerade diese Zurückhaltung macht den Roman so intensiv. Man rückt nah an die Figuren heran, versteht ihre Entscheidungen, fühlt ihre Brüche und ihren Zusammenhalt. Besonders eindrücklich ist, wie die unterschiedlichen Lebensrealitäten der Generationen nebeneinanderstehen. Was Die Riesinnen besonders auszeichnet, ist die Sprache. Hannah Häffner schreibt ruhig, feinfühlig und mit einer außergewöhnlichen Beobachtungsgabe. Immer wieder bleibt man an einzelnen Sätzen hängen, weil sie so präzise und zugleich poetisch sind. Die Sprache ist leicht und gleichzeitig rau, kantig und schön. Ganz große Leseempfehlung!
Eine Geschichte von Großmutter, Tochter und Enkelin, groß gewachsen, dünn und rote Haare, aufgewachsen in einem kleinen Dorf im Schwarzwald. Worttag, eigensinnig, manchmal stur entsprechen sie nicht unbedingt den traditionellen Normen und Vorstellungen und werden daher genau beobachtet. Sie sind selbstbewusst, manchmal zweifelnd-aber die Liebe zur Natur ist ihnen allen in die Wiege gelegt und sie verbiegen sich nicht, bleiben sich selber treu. Drei Leben, drei Teile einer Geschichte. Wunderbar zu lesen, mich hat das Buch absolut überzeugt.
Ich habe den Roman von Hannah Häffner gelesen und war ehrlich gesagt ziemlich beeindruckt davon, wie intensiv und gleichzeitig ruhig diese Geschichte erzählt wird. Es ist kein lautes Buch, aber eines, das lange nachwirkt. Schon die Sprache hat mich sofort gepackt. Sie ist dicht, poetisch und manchmal fast rau, dann wieder überraschend zart. Besonders die Beschreibungen des Schwarzwald sind unglaublich atmosphärisch. Der Wald wirkt nicht nur wie eine Kulisse, sondern wie etwas Lebendiges etwas, das die Figuren prägt, formt und festhält. Im Mittelpunkt stehen drei Generationen von Frauen, die alle auf ihre eigene Weise zu groß für ihr Umfeld sind körperlich, emotional, innerlich. Genau dieses Nicht Dazugehören zieht sich durch das ganze Buch. Ich mochte besonders, wie unterschiedlich Liese, Cora und Eva gezeichnet sind und wie sich ihre Lebenswege trotzdem spiegeln. Es geht viel um Herkunft, um das Weggehen und Wiederkommen, um das Gefühl, gleichzeitig verwurzelt und gefangen zu sein. Was mich am meisten berührt hat, ist die Art, wie das Buch über Mütter und Töchter spricht nicht sentimental, sondern ehrlich, manchmal hart, aber immer sehr genau beobachtet. Auch die Frage, was Heimat eigentlich bedeutet, zieht sich leise, aber konsequent durch alles hindurch.
Wunderbar poetisch geschrieben. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen mag.

Frauenpower in drei Generationen ein Ort im Schwarzwald! Frauenpower!!!
Ich habe am Anfang die ersten Seiten gebraucht bis sie reingekommen bin. Aber dann nur positiv die Frauen stehen hier im Mittelpunkt. Das gefällt mir.
Poetischer Generationenroman
In einem poetischen Roman über drei Generationen schreibt Hannah Häffner über “Die Riesinnen”. Sie beginnt ihre Erzählung in den 60er Jahren mit dem schweren Leben der Liese in Wittenmoos, einem kleinen Dorf im Schwarzwald. Sie erzählt von Aussenseitern, schwierigen Verhältnissen und harter Arbeit, aber auch von Familie, Freundschaft und Heimat. Vom Reisen und Heimkehren, von Ende und Neubeginn, von Geburt und Tod. Insgesamt ein flüssig zu lesender Roman geschrieben in schönen Worten, den ich gerne gelesen habe.
Für mich war das Buch leider nicht so stimmig. Ich hatte Probleme in die Story reinzufinden und ich mochte auch die Entwicklung nicht. An sich eine gute Story, aber irgendwie nicht meins.
Eine wunderbare Geschichte über drei Frauen, die ihren eigenen Weg gehen. Wunderschön geschrieben.
Zuhause ist etwas anderes als Daheim. Zuhause kann sich ändern - Daheim bleibt.
"Die Riesinnen" wohnen in eem kleinen Dorf Wittenmoos im Schwarzwald - Dreh- und Angelpunkt der Geschichte von drei starken Frauen, die alle aus unterschiedlichen Gründen an dieses Dorf "gebunden" sind. Jede der Riesinnen widersetzt sich auf ihre eigene Art den Konventionen ihrer Generation und die Autorin erzählt das auf eine ruhige, subtile und nüchterne Art, die ganz dem Wesen der Riesinnen angepasst zu sein scheint. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und mir hat die ruhige Erzählstimme der Sprecherin gut gefallen, sie hat die Athmosphere sehr gut eingefangen. Allerdings hätte ich es im Nachhinein gerne gelesen, um mir die zahlreichen unglaublich schönen Textpassagen zu markieren!
📖 Roman | Literarische Frauenliteratur | Familiengeschichte „Wüst, wild, bewegend und voller Poesie.“ genau so fühlt sich dieser Roman an. Die Riesinnen hat mich von der ersten Seite an eingesogen und bis zur letzten nicht mehr losgelassen. Ein intensives Drei-Generationen-Porträt dreier Frauen, die im Schwarzwald-Dorf Wittenmoos leben groß, auffällig, anders. Und genau deshalb ständig im Konflikt mit ihrer Umgebung und sich selbst. Liese, Cora und Eva erzählen jeweils ihre eigene Wahrheit: über Herkunft, Freiheit, Wut, Muttersein und das Bedürfnis, gesehen zu werden. Die Sprache von Hannah Häffner ist dabei: 🌿 poetisch 🌿 kraftvoll 🌿 atmosphärisch dicht 🌿 emotional und präzise Ein Roman über Frauen, die nicht in die Welt passen, in die sie hineingeboren wurden und trotzdem ihren Platz darin suchen. 💭 Fazit: Ein eindrucksvolles, vielschichtiges Debüt, das lange nachhallt. Intensiv, roh und wunderschön geschrieben.
Bestes Buch in diesem Jahr!
Ich habs sehr genossen und ich hatte für mich eine neue Eingebung. Die Geschichte hat mich selbst wachsen lassen und den Wunsch nach mehr Langsamkeit und Genügsamkeit in dieser schelllebigen und konsumgeprägten Welt verstärkt. Ich liebe alle 3 Riesinnen gleich viel. Das Buch hats unter den Top 10 Büchern die ich jemals gelesen habe geschafft.
Absolute Leseempfehlung. Eine Geschichte über 3 ( eigensinnige) Frauengenerationen und Heimat. Alles in schöner Sprache und feinsinnigem Humor gewürzt. Schade, dass ich es durch habe.
Puh, mal wieder so ein Buch das von allen gehyped wird und von dem man nur 5-Sterne-Bewertungen liest. Oft wird die tolle Sprache gelobt. Ja, die ist sehr atmosphärisch aber dafür fehlt es mir meiner Meinung nach ganz schön an Handlung. Mir ist eine spannende Geschichte auf jeden Fall hundertmal lieber als eine schöne Sprache. 🙄 Aber das ist ja Geschmacksache.
Für mich das schönste Buch seit langem .
„Vielleicht wird jetzt alles anders. Ganz selten wird wirklich alles anders, dafür ist die Welt schon zu alt, aber manchmal passiert es eben doch.“ Eine wunderbare Geschichte, die manchmal ihre Längen hat, aber doch immer berührt. Ich liebe den Schreibstil und konnte mich zwischen den ganzen schönen Textstellen kaum entscheiden. ☺️🌲
Absolut lesenswert!
Mir hat die Handlung von Liese, Cora und Eva sowie der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen.
Zu Beginn musste ich mich kurz mit dem Schreibstil anfreunden, aber danach habe ich mir so viele tolle Stellen markiert und so geliebt. Die drei Frauen, die wir über die Jahre begleiten, sind sehr unterschiedlich und haben mit sehr verschiedenen Umständen und eigenen Dämonen zu kämpfen. Ich muss sagen, dass mit der ersten Teil wirklich am besten gefallen hat. Cora hat mich manchmal wirklich geärgert und ich konnte ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen. Fand es aber insgesamt rund und stimmig.
"Er sagt, dass es nur etwas Gutes sein könne, wenn Heimat etwas ist, wofür man sich entscheidet."
Ein sehr stilles und atmosphärisches Buch. Man begleitet drei Frauen über drei Generationen, die unterschiedlicher nicht sein könnten in ihren Voraussetzungen und Wesen und die trotzdem eines eint: die Suche nach Freiheit und Zuhause. Die drei Frauen haben mich schwer beeindruckt, jede auf ihre Weise. Jeder neue Generationenabschnitt hatte wieder seinen eigenen Charakter und seine eigene Rolle in der Handlung. Sprachlich ein absolutes Meisterwerk. Hallt noch lange nach und hat es in meine oberste Bücherriege geschafft. Für mich ein Highlight.
Und das nächste wundervolle Buch gesellt sich zu meinen allerliebsten Lieblingsbüchern. ❤️
"Die Farben fallen von den Wänden. Erst die dunklen, dann die kräftigen, dann die blassen, bis nur noch Weiß über ist. Fallen zu Boden und zerbrechen. " ❤️ Wieviel Poesie kann man in einen Schockmoment packen? Ich bin ganz verliebt Hannah Häffners Kunst mit Worten umzugehen. Dieses Buch ist so voll von wunderschönen Sätzen, dass sich die gesamte Lesedauer für mich angefühlt hat wie eine riesige, liebevolle Umarmung voller Herz und Wärme. Es lässt mich glücklich zurück. ❤️


















































