Ich habe mir erst was ganz anderes vorgestellt. Dann war das Buch auch erst eher etwas unnahbar. Aber nach und nach konnte man sich mehr in die Geschichte reinfühlen. Auch wenn die Autorin an manchen Stellen zu viel wollte, mochte ich das Buch sehr gerne.
Zum Buch: Annabeth geht in die zwölfte Klasse, ihr letztes Schuljahr hat begonnen. Zusammen mit ihrer besten Freundin Noe schmiedet sie Pläne. Pläne wie sie beide gemeinsam in einem Wohnheimzimmer wohnen, wie sie eine Goldfisch haben, dasselbe Tattoo, ein Auslandssemester in Paris ... Dann hat Noe einen Freund und keine Zeit mehr für Annabeth. Noe möchte an ein anderes College, Noe möchte auf einmal ganz andere Dinge als Annabeth. Meine Meinung: Ich dachte, dies sei ein Buch über eine Mädchenfreundschaft mit Eifersüchteleien, mit Schulstress, einfach ein normales Teeniebuch. Aber das Buch kann so viel mehr. Es hat mich wirklich sehr beeindruckt. Die Mädchen haben beide ihre Probleme, wobei Annabeth, die immer dachte, sie sei dich Schwache, die Einsame, auf einmal total über sich hinauswächst und auf einen Schlag erwachsen wird. Genauso geht es uns mit unseren Kindern. Daher hat mich das Buch wahrscheinlich auch so berührt. Ich möchte nicht Spoilern, aber Annabeth hätte es nicht leicht in ihrem Leben und ist dennoch ein unglaublich selbstbewusstes und starken Mädchen, eine junge Frau, geworden. Eine Geschichte, die ohne große Action, ohne große Worte, einfach nur wunderschön erzählt ist und mich sehr berührt hat.

