
Spannender Weihnachtskrimi mit düsterer Atmosphäre
Handlung [Klappentext] „Frankfurt kurz vor den Feiertagen. Eine junge Frau verlässt spätnachmittags ihre Familie, um ihrer Arbeit nachzugehen. In diesen Nächten zahlen die Freier erfahrungsgemäß besonders gut. Doch ihr letzter Kunde wird ihr zum Verhängnis. Schwer verletzt verlangt sie nur nach einer Person: Julia Durant. Fast zeitgleich wird Julias Chef und zukünftiger Ehemann Claus an einen Fundort mit einer Frauenleiche gerufen. Das Schicksal der beiden Frauen trifft Julia hart, und ihre eigene Hochzeitsplanung muss in den Hintergrund treten. Doch dann meldet sich Peter Brandt, Julias Kollege aus Offenbach, und plötzlich erscheinen die Überfälle auf die Frauen in einem ganz anderen Licht...“ Fazit Mir hat Todesruf von Andreas Franz und Daniel Holbe wirklich gut gefallen. Allein das Setting an Heiligabend in Frankfurt hat für mich sofort eine besondere Stimmung erzeugt, weil der Fall dadurch von Anfang an etwas Düsteres und Tragisches bekommt. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die am Weihnachtsabend ihre Familie verlässt, um als Callgirl zu arbeiten, und deren letzter Kunde ihr zum Verhängnis wird. Schon dieser Einstieg ist stark, weil er direkt Spannung aufbaut und gleichzeitig zeigt, dass dieser Fall besonders bedrückend wird Was mir besonders gefallen hat, ist, dass der Fall für Julia Durant diesmal auch emotional stärker aufgeladen ist. In den Beschreibungen wird deutlich, dass das Schicksal der betroffenen Frauen Julia und ihren Chef bzw. zukünftigen Ehemann Claus sehr trifft, während sie eigentlich mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckt. Genau dieser Kontrast zwischen privatem Glück und einem so harten Fall hat für mich gut funktioniert, weil dadurch mehr auf dem Spiel steht als nur die reine Ermittlung. Spannend fand ich außerdem, dass sich der Fall nach und nach größer anfühlt, als es am Anfang scheint. Als sich dann auch noch Peter Brandt aus Offenbach meldet und eine weitere tote Frau ins Spiel kommt, bekommt die Geschichte noch einmal eine neue Richtung. Dadurch entsteht das Gefühl, dass hinter den einzelnen Taten mehr steckt und sich die Ermittlungen in eine gefährlichere Welt aus organisiertem Verbrechen und Bandenkriminalität hineinbewegen. Genau das hat das Buch für mich durchgehend interessant gehalten. Ich mochte, dass Todesruf nicht nur auf die Frage „Wer war es?“ setzt, sondern auch davon lebt, wie sich der Blick auf die Taten verändert, sobald weitere Zusammenhänge auftauchen. Diese Entwicklung macht den Roman für mich stärker als einen ganz gewöhnlichen Serienfall. Gerade weil Weihnachten eigentlich für Nähe, Familie und Ruhe steht, wirkt die Brutalität der Geschehnisse hier noch härter – und das sorgt für eine ziemlich intensive Atmosphäre.

















