Rezension: Das Geheimnis der fünf Frauen von Ulrike Ladnar Inhaltsangabe: Im November 1893 wird ein angesehener Wiener Bankier tot in seiner Bibliothek aufgefunden. ermordet unter mysteriösen Umständen. Inspektor Karl Winterbauer übernimmt die Ermittlungen und stößt am Tatort auf fünf Frauen, die seit ihrer Kindheit eng miteinander befreundet sind. Schnell wird klar: Jede von ihnen trägt ein Geheimnis mit sich. Anfangs von Misstrauen geprägt, beginnt Winterbauer nach und nach, Sympathie für die Frauen zu entwickeln und an ihre Unschuld zu glauben. Doch als ein zweiter Mord geschieht und erneut nur die fünf Frauen am Ort des Verbrechens anwesend sind gerät nicht nur der Fall, sondern auch das Leben des Inspektors in einen gefährlichen Strudel. Rezension: Ulrike Ladnar entführt uns in ein Wien kurz vor der Jahrhundertwende. Die Grenzen zwischen arm und reich wird deutlich. Ebenso die Scheinmoral dieser Zeit. Inspektor Winterbauer ist sehr sympathisch angelegt, ebenso sein Assistent. Die fünf Frauen sind zuvorkommend und handeln nicht immer ihrem Stand entsprechend. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, auch wenn man gelegentlich an weniger gebräuchlichen Ausdrücken hängenbleibt. Der Wiener Dialekt fügt sich stimmig in die Erzählung ein und stellt aber zumindest für mich als Oberösterreicherin kein Hindernis dar. Besonders interessant fand ich zudem die Einblicke in die österreichische Seite der Suffragettenbewegung. Dieses historische Detail ist nicht nur lehrreich, sondern auch spannend in die Handlung eingebettet. Fazit: Ein atmosphärischer historischer Kriminalroman mit starken Frauenfiguren, einem sympathischen Ermittler uund einem lebendigen Bild des Wiens um 1900. Für alle, die sich von dieser Epoche angesprochen fühlen, absolut empfehlenswert.
28. Jan.28. Jan. 2026
Das Geheimnis der fünf Frauenvon Ulrike LadnarGmeiner-Verlag
