Auftakt einer Katzenkrimireihe, die Laune macht trotz kleinerer Abzüge.
Auf einer Buchmesse konnte ich an Heike Wolperts Katzenkrimi "Schönheitsfehler" einfach nicht vorbei. Sympathische Autorin mit interessanten Klappentext und süßem Kater - was will ich mehr? Der Krimi ließ sich gut weglesen, war amüsant und die Katzen sind nicht einfach nur überhebliche Wesen, sondern halt Katzen. Manchmal witzig, manchmal ernst und nicht immer so hilfreich wie sie denken. Die Menschen sind auch keine Red Flags, der Protagonist ist angenehm, freundlich und wirkt kompetent in seiner Rolle. Der kleine romantische Handlungsstrang hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen, aber er war nicht schlecht. Vielleicht wäre er über mehrere Bände besser rübergekommen. Ein paar kleinere Dinge haben mich aber doch gestört, wie die eher abwertende Wortwahl bei der Beschreibung eines Transvestiten, der als eine Art Callboy für Partys arbeitet. Auch wie eine Tierschützerin einen Kater einfach so bei einem schlechten Menschen lassen kann, nachdem er sein wahre Gesicht zeigt, ist mir unverständlich. Dieser Teil hätte zumindest aufgearbeitet werden müssen, um überzeugend zu sein. Alles in allem habe ich noch gut Unterhalten gefühlt und werde die nächsten Bände verfolgen, trotz der Kritik. Ich bin gespannt auf die Entwicklung und vergebe 4 Sterne.



