Atmosphärischer Nordseekrimi mit sympathischen Ermittlern, Küstenflair und einem raffinierten Fall. Krimi-Vergnügen pur.
_____ Wo Küstenmorde draufsteht, sind auch Küstenmorde drin. Also Mehrzahl. Gleich drei Menschen verlieren in Nina Ohlandts erstem von sieben Nordsee-Krimis auf brutale Weise ihr Leben. Auf Amrum werden der alte Professor Ambros Klabunde und seine Ehefrau Irmgard regelrecht hingerichtet. Im dänischen Skagen muss die ehemalige Lehrerin Henriette Falting einen grausamen Tod erleiden. Die Ermittlungen übernehmen Hauptkommissar John Benthien und sein Team von der Flensburger Kripo. In diesem klassischen Whodunit stimmt einfach alles. In stimmungsvollen Bildern der Nordseeküste erzählt Ohlandt ihre spannende und raffiniert aufgebaute Geschichte. Während der Leser miträtselt und mit seiner Vermutung garantiert immer falsch liegt, kann er die salzige Nordsee fast schmecken, die ohrenbetäubenden Rufe der Seevögel fast hören und das schier endlose Watt im Geiste vor sich liegen sehen. Die Nordseeküste ist einfachdie perfekte Kulisse für so einen Kriminalfall. Hauptkommissar Benthien und seine Mann- und Frauschaft sind ein sympathisches, ja, fast schon familiäres Ermittlungsteam – mit der richtigen Portion Witz, mit messerscharfem Verstand, mit kleinen menschlichen Schwächen. Aber vor allem mit dem Herzen am rechten Fleck. Auch wenn die Anzahl der Verdächtigen und möglichen Motive immer weiter zunimmt und die Aufklärung der Morde immer aussichtsloser erscheint, hält Ohlandt für ihre Leserinnen und Leser noch einige Überraschungen bereit. Küstenmorde wurde mir von meiner Schwester empfohlen. Zum Glück. Ich hatte viel Freude beim Lesen.












