Göttliche Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen
Vorab, ich liebe japanisches Setting. Ich lese japanische Fantasy, japanische Krimis, Märchen, Sagen, Göttergeschichten, manchmal Mangas, Reiseführer, kurzum fast alles, was mir in die Finger dazu kommt. Das ist natürlich auf der einen Seite ganz schön, auf der anderen Seite ist mein Wissensvorsprung gegenüber vielen anderen Lesenden damit ziemlich groß. Das ist einer der Gründe, warum mich dieses Buch nicht komplett abgeholt hat. Es vertändelt sich nämlich manchmal in sehr technisch klingende Erklärungen über japanische Gepflogenheiten und Bräuche. Das hat mich genervt. Die Protas hingegen: Inari (bzw. eine menschliche Reinkarnation der Fuchsgöttin) und Tsukoyomi (bzw. die menschliche Reinkarnation des Mondgottes, haben mir wirklich zugesagt. Sie sind fated Enemies (vielleicht habe ich diesen Trope jetzt mal frech erfunden) und die Tension ist trotzdem spürbar. Dann hat mich das Buch auch überrascht. Es sieht so unschuldig und nett aus mit dem Fuchs und den Kirschblüten auf dem Cover und dem rosa Farbschnitt. Zu finden sind darin aber unter anderem japanische Horrorgeschichten inklusive Dämonen und Geistern. Zwischendurch kippt die Geschichte in etwas absurdes, fast war ich mir nicht so ganz sicher, ob ich weiterlesen möchte, aber dann nahm es eine unerwartete Wendung und ich war wieder dran. Lies dieses Buch, wenn du dich mit Animes und Mangas wohlfühlst, die dir nicht immer ein Happy End bescheren, du dich manchmal fragst, wenn du einen Fuchs siehst, ob du vielleicht auch mit ihm reden kannst, du bei Kirschblüten verzückt guckst, du keine Angst vor Yokais hast oder sie zumindest kurz fragen würdest, ob du ihnen helfen kannst und du nicht abgeschreckt bist vom ewigen Kreislauf der Wiedergeburt.































































