27. Juli
Bewertung:4

Eine gelungene, kurzweilige Sommergeschichte über einen Roadtrip zweier Charaktere, die so unterschiedlich waren wie die Päckchen, die sie auf die Reise mitgebracht haben. Da war Tabby, die kleine Quasselstrippe mit den kurzen grünen Haaren und die mit einem Auto unterwegs war. Und dann war da Eppo, der eher stille Typ mit den langen Haaren und seinem Rucksack. Zu Beginn wurde man gleich in die Geschichte hineingeworfen, erst im zweiten Kapitel bekam man dann die erste Begegnung der beiden geschildert. Darauf folgten kurze Kapitel über die Reise der beiden nach Frankreich, zu Campingplätzen, Ortschaften, Feldwegen und dem Meer. Einige dieser und auch Songs und Namen waren Trigger, lösten Erinnerungen bei Eppo aus und man bekam als Leser Rückblicke in sein Leben. Auch in Tabbys Vergangenheit bekam mein einen kleinen Einblick. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser ein bisschen größer gewesen wäre, fand es aber auch logisch, da ja Eppo der Erzähler war. Es war auf jeden Fall spannend die Veränderung der beiden zu sehen. Denn anfangs taten sie so als wäre nichts. Tabby versteckte sich hinter Rumgequatsche und dummen Witzen. Eppo hinter einem coolen Gesicht und dem großen Schweigen. Doch dann öffneten beide sich dann doch immer mehr. Sie sprachen über die Menschen, wegen denen sie diese Reise machten, über Maarten und Bob, über Ängste und die Schwere auf den Schultern, Gefühle und Gedanken und über Wünsche und Träume. Die Geschichte hatte damit eine Schwere und gleichzeitig diese Leichtigkeit, dazu einen fast schon poetischen Schreibstil der Autorin und diese Tatsache hat mich immer mehr gefesselt und ich habe die Geschichte von Seite zu Seite mehr gemocht. Sie war dann nur leider viel zu schnell vorbei, ich hätte gerne noch mehr gelesen, fand es gleichzeitig aber auch passend da aufzuhören wo die Autorin geendet hatte und das Ende selbst richtig schön. Und auch hier gab es wieder ein schönes Zitat das ich gerne in meiner Rezension teilen möchte: ,,Seltsam, dass man erst weggehen muss um etwas sehen zu können, was man schon sein ganzes Leben lang kennt.“ Ein passendes Zitat zu dieser Geschichte, in die man erst hineingeworfen wurde und dann auch wieder hinausgeworfen. Wie das einsteigen und aussteigen in das Auto, mit dem Tabby und Eppo unterwegs waren.

French Summer
French Summervon Marian De SmetGerstenberg Verlag