„Letzten Endes wird uns klar, dass es das unerforschte Leben anderer ist, in dem wir uns selbst wiederfinden.“
Emotionales Erbe von Galit Atlas bietet einen ehrlichen, authentischen und tiefgehenden Einblick in die Möglichkeiten der Psychoanalyse und Psychotherapie. Die beschriebenen Fälle berühren durch ihre Offenheit und treffen direkt ins Herz. Sie zeigen eindrücklich, wie eng unsere eigenen Geschichten mit denen anderer – insbesondere unserer Familie – verwoben sind. Das Buch macht deutlich, wie tief wir in unseren familiären Wurzeln verankert sind, selbst dann, wenn uns das nicht bewusst ist oder wir es nicht für möglich halten. Gleichzeitig vermittelt es Hoffnung: auf unsere Selbstheilungskräfte, unsere innere Flexibilität und unsere Menschlichkeit. Es lädt zur Reflexion ein und schafft ein Gefühl von Verbundenheit. Besonders eindrucksvoll ist, dass Galit Atlas auch ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen einfließen lässt. Als Psychoanalytikerin verbindet sie ihre persönliche Geschichte mit den Geschichten ihrer Klientinnen und Klienten und schafft so eine Begegnung auf Augenhöhe, die selbst für Leserinnen und Leser spürbar wird. Das Buch regt zum Nachdenken an – etwa über die Frage, warum wir manchmal Erinnerungen oder Gefühle in uns tragen, die nicht aus unseren eigenen Erfahrungen zu stammen scheinen. Galit Atlas eröffnet hier vielfältige Denkanstöße.






