21. Aug.
Bewertung:5

Ihren neunzehnten Geburtstag muss Raja allein mit ihrem Hund Floh feiern, denn außer ihm ist von ihrer Familie niemand mehr da. Die Geschichte startet relativ ruhig. Wir lernen Raja kennen und erleben ihren Alltag in dem riesigen Haus, dass sie bewohnt. Was ich daran dennoch wahnsinnig spannend fand, war, wie sie eben das alles bewältigt, während sie nicht mal eben schnell zum nächsten Supermarkt um die Ecke fahren kann. Ich habe angefangen, mir Gedanken darüber zu machen, wie dieses oder jenes funktioniert. Ob ich es schaffen würde, ohne zu google, beispielsweise Seife zu sieden (wahrscheinlich nicht). Das fand ich richtig toll! Raja als Protagonistin mochte ich super, super gern. Sie ist selbstständig, mutig und trotzdem so verletzlich, dass ich sie gern mal in den Arm genommen hätte. Ich habe ihre Einsamkeit gefühlt und die Sehnsucht, andere Menschen zu treffen. Und auch wenn Floh immer an ihrer Seite ist, konnte ich so gut verstehen, dass es für sie trotzdem nicht dasselbe ist. Umso nachvollziehbarer fand ich es auch, dass sie sich nach ihrer Rettung durch Lean so zu ihm hingezogen gefühlt hat. Er kümmert sich so liebevoll und fürsorglich um sie und es entsteht ein zartes Band, obwohl sie sich kaum kennen. ❤︎ Während durch den Klappentext klar ist, was in den ersten Kapiteln des Buches passiert, hat mich der weitere Storyverlauf dann einfach so überrascht. Großes Lob an dieser Stelle! Rebekka Gusia hat mit ihrem Debüt einen tollen Mix aus Dystopie und Romance geschrieben.

Nach der Zerstörung
Nach der Zerstörungvon Rebekka GusiaBoD – Books on Demand