Düsterer, reifer und emotionaler als zuvor
Mit „Das Lied des Herzens“ ist nun der dritte Teil der Green-Creek-Reihe abgeschlossen – und ich muss sagen, dieser Band hat mich deutlich mehr gepackt und emotional mitgenommen als der zweite Teil. Diesmal stehen Robbie und Kelly im Mittelpunkt, die man beide bereits aus dem ersten beiden Bänden kennt. Während Robbie dort eher eine Nebenfigur war, rückt er hier sehr präsent als Hauptcharakter in den Vordergrund. Er war für mich wieder eine Figur, mit der ich gut mitfühlen konnte und die mich persönlich angesprochen hat, weil sie nahbar und greifbar wirkte. Ein wenig anders empfand ich allerdings Robbie selbst im Vergleich zum ersten Teil. Dort habe ich ihn eher als zurückhaltenden jungen Mann wahrgenommen, während er hier deutlich reifer und erwachsener erscheint. Das ist aber nur eine kleine Randbemerkung. Die Geschichte selbst ist wieder sehr spannend erzählt. Sie spielt etwa anderthalb Jahre nach dem zweiten Band und beginnt damit, dass Robbie tatsächlich nicht mehr Teil des Rudels ist. Warum das so ist und welche Geschichte dahintersteckt, wird nach und nach enthüllt – und genau das macht den Reiz des Buches aus. Gleichzeitig werden dadurch viele Andeutungen aus dem ersten und zweiten Teil logisch miteinander verknüpft und verständlich erklärt. Besonders gelungen finde ich, wie der dritte Band langsam auf das große Finale im vierten Teil hinarbeitet. Und dann ist da natürlich wieder dieser ziemlich gemeine Cliffhanger am Ende, inklusive Zeitsprung, der sofort Lust macht, direkt zum nächsten Band zu greifen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf den Abschluss der Reihe.












