
Mein erstes und mit Sicherheit nicht letztes Buch von Oliver Kohl. Starker Thriller!
Fünf Tote in 14 Tagen, brutal zugerichtet, ihnen allen fehlen die Augen. Die französische Polizei jagt einen Serienmörder, die Ermittlungen leitet der erfahrene Kommissar René Laurent. Lange gibt es überhaupt keine Hinweise auf den Täter bis eine weitere Leiche gefunden wird und Laurent endlich erste Erfolge nachweisen kann. Im Laufe der Ermittlungen stößt Laurent auf ein altes saniertes Schloss, das Château Noir, welches seit über 200 Jahren in Familienbesitz ist und über das es im Dorf grausame und verrückte Gerüchte aus der Vergangenheit gibt. Als Laurent dem Täter immer näher kommt, nimmt dieser Kontakt zu ihm auf und die Situation droht endgültig zu eskalieren. Die Story liest sich wirklich leicht. Die brutalen Morde, die Kommissar Laurent untersucht, werden nicht ausführlich ausgeschmückt, die Ermittlungsarbeit nicht detailliert beschrieben und nicht mit fehlgeleiteten Ansätzen aufgebläht, und die Protagonisten sind geradeaus, ohne wirkliche Tiefe. All das fehlt dem erfahrenen Thriller-Leser hier gegebenenfalls ein wenig, macht die Story aber eben so simpel und vor allem zu einem möglichen Highlight für Thriller-Anfänger oder Fans für leichte Kost zwischendurch. Die Seite des Bösen ist in einem zweiten Erzählstrang, in dem man die Ereignisse auf dem Schloss in den letzten Jahrzehnten begleitet, sehr wohl detaillierter beschrieben und mein persönliches Highlight dieses Buches. Hier kommen alle auf ihre Kosten☺️. Und am Ende ist es dann eben die perfekte Mischung mit unerwartetem Ausgang. Es hat ein bisschen gedauert bis mich die Story hatte, insgesamt hat mich das Buch aber überzeugt und ich kann „Château Noir“ von Oliver Kohl nur empfehlen😉.






