Ein typischer Debütroman
Das mittelalterliche Setting, das etwas an LotR erinnert, hat mich schnell in seinen Bann gezogen und ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn ein neues interessantes Wesen auftauchte. Besonders die Katzenfrau Yuna und der witzige Troll Einz hatten es mir besonders angetan. Ebenso hatte jeder Charakter seine kleinen Besonderheiten, wodurch sich eine sehr unterhaltsame Reisegruppe bildete. Leider ist mir die Hauptfigur Jaron etwas zu kurz bekommen. Der ungewöhnliche Schreibstil im Präsenz hat mich anfangs etwas irritiert, aber ließ sich dann recht flüssig lesen. Durch die allwissende Erzählweise konnte ich immer in die Rollen aller Charakteren springen, was allerdings auch bedeutete, dass ich manchmal nicht gleich wusste aus welcher Sicht ich laß. Durch die schnellen Sichtweisenwechsel fiel es mir etwas schwer eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Besonders in brutalen Situationen war der Schreibstil dafür sehr bildhaft (wenn nicht manchmal etwas zu bildhaft). Die Handlung ist vor allem in brutalen Situationen spannungszerreißend und ich hatte immer Angst, dass eine der Figuren gleich das Handtuch schmeißt. Dafür fehlt es zwischen den großen Szenen dann leider doch etwas an Tempo und ich hatte das Gefühl nicht vom Fleck zu kommen. Am Ende mündet die Geschichte in einen großen finalen Kampf, der mich mit einem miesen Cliffhanger zurück gelassen hat.



