
In diesem Buch setzt sich Axel Hacke mit der Frage auseinander, was Heiterkeit eigentlich bedeutet und welche Rolle sie gerade in schwierigen Zeiten spielen kann. Dabei verbindet er philosophische Gedanken, literarische Beispiele, gesellschaftliche Beobachtungen und persönliche Anekdoten. 💭 Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit ganz anderen Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin. Da ich selbst gerade keine besonders heitere Zeit erlebe, hatte ich auf ein Buch gehofft, das vielleicht Trost spendet, Mut macht oder zumindest ein wenig Leichtigkeit vermittelt. 🍃 Rückblickend denke ich, dass das Problem wahrscheinlich weniger das Buch selbst war als vielmehr meine Erwartungshaltung. Ich habe mich vorab nicht näher mit Axel Hackes Büchern/Texten beschäftigt und bin deshalb von etwas völlig anderem ausgegangen. 🫠 Vor allem die erste Hälfte des Buches war für mich überraschend anstrengend. Statt persönlicher Gedanken oder alltagsnaher Impulse fand ich lange Gedankengänge über den Begriff der Heiterkeit, zahlreiche Zitate und Verweise auf Philosophen, Schriftsteller und historische Ereignisse. Teilweise fühlte ich mich tatsächlich an mein Germanistikstudium erinnert und hatte das Gefühl, wieder in der Uni zu sitzen und verschiedene Texte zur Begriffsbestimmung zu lesen. 🫣 Immer wieder werden unter anderem Goethe, Schiller, Kleist oder Umberto Eco herangezogen, ergänzt durch Beispiele aus Politik und Gesellschaft. Wer Freude an solchen Überlegungen hat, wird hier vermutlich viel Interessantes entdecken. Für mich war das jedoch nicht das, was ich mir von diesem Buch erhofft hatte… Obwohl ich Bücher normalerweise nicht abbreche, habe ich gegen Ende einige Kapitel nur noch überflogen oder sogar übersprungen. Das passiert mir wirklich selten. Ich habe das Buch zwar beendet aber eher mit dem Wunsch, irgendwann zum Schluss zu kommen, als mit echter Begeisterung. 🙈 Vielleicht hätte ich mit anderen Erwartungen deutlich mehr daraus mitnehmen können…

































