1. Feb.
Bewertung:3

„Sandira – Die Weltenwanderin“ ist nicht mein erstes Buch von L. X. Willhelm, dennoch muss ich ehrlich sagen, dass ich mit diesem hier nicht richtig warm geworden bin.

Vor allem die Protagonistin Sandira konnte mich nicht abholen – sie blieb mir über weite Strecken unsympathisch. Ähnlich ging es mir mit ihrer Oma Ingeborg, die von Anfang an eine seltsame Aura hatte und sich zum Ende hin tatsächlich als die böse Figur entpuppt, die man irgendwie schon kommen sah. Im Kern erzählt das Buch eine bekannte Geschichte: Menschen sind gierig, zerstören für ihre Ziele fast alles – sogar ihre eigenen Familien. Dieser Aspekt ist nicht neu, wird hier jedoch mit dem Thema Weltenwanderung kombiniert, was ich tatsächlich als spannend empfand. Die Idee, durch Portale in andere Welten zu reisen, um den zerstörten Lebenszyklus der Erde zu retten, hat Potenzial und gehört für mich zu den stärkeren Punkten der Geschichte. Zur Handlung: Sandira muss ihre Ferien bei ihrer Oma Ingeborg verbringen, da ihre Patentante Ronja im Krankenhaus liegt. Dort entdeckt sie ein Portal im Keller, mit dem Ingeborg in andere Welten reist. Der Zweck dieser Reisen soll edel sein – die Heilung der Erde. Doch dafür nimmt Ingeborg Sandiras Hilfe mehr oder weniger freiwillig in Anspruch. Mit jeder Reise opfert Sandira mehr von sich selbst, verliert Stück für Stück ihre eigene Identität und wird zum Mittel für fremde Ziele. Insgesamt hatte die Geschichte interessante Ansätze und eine spannende Grundidee, doch die Figuren – allen voran Sandira – konnten mich emotional nicht überzeugen. Für Leser*innen, die gerne moralisch düstere Geschichten mit Fantasy-Elementen mögen, könnte das Buch dennoch einen Blick wert sein. Für mich persönlich blieb es leider hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Sandira
Sandiravon Lyn WilhelmBoD – Books on Demand
13. Aug.
Eine wirklich tolle Geschichte mit ernstem Hintergrund
Bewertung:5

Eine wirklich tolle Geschichte mit ernstem Hintergrund

Meine Meinung: Das Cover sieht sehr ansprechend aus und wirkt mystisch. Es passt perfekt zur Geschichte. Der Schreibstil ist packend, fließend und humorvoll. Die Protagonisten: Sandira: Sie ist ein aufgewecktes und neugieriges Mädchen. Sie war mir direkt sympathisch. Ingeborg: Die liebe Oma war mir sehr suspekt und sie wirkt komplett durchgeknallt. Mister Miez: Eine einfühlsame und liebenswerte Fellnase Das Setting bzw. die jeweiligen Welten wurden detailliert beschrieben und man konnte sich diese sehr gut bildlich vorstellen. Die Geschichte selbst hat ein ernstes Thema was uns auch in der Realität betrifft. Das Ende hat einen faden Beigeschmack hinterlassen. Fazit: Ja wir Menschen treten unsere Welt mit Füßen aber der Zweck heiligt definitiv nicht die Mittel. Das was hier den anderen Welten angetan wird ist nicht vertretbar. Auch wenn hier ein realistisches und ernstes Thema angesprochen wird, handelt es sich hier um eine Fantasy Geschichte. Hier werden und können auch Dinge passieren die in echt unvorstellbar und nicht vertretbar sind. Mir hat die Message dahinter und die Story selbst sehr gut gefallen und deshalb kann ich diese nur weiterempfehlen.

Sandira
Sandiravon Lyn WilhelmBoD – Books on Demand
11. Juli
Kurzweiliger Lesespass
Bewertung:4

Kurzweiliger Lesespass

Sandira soll die freie Zeit bei ihrer schrulligen Oma verbringen. Mitten im nirgendwo, kein Internet, kein Bus, kein nichts. Doch was sie wirklich dort erlebt, hat sie absolut nicht erwartet. Zunächst hatte ich Mitleid mit der armen alten Frau, zumindest bis sie ihr wahres Gesicht zeigt. Einst ist sie selbst durch die Welten gewandert um die Erde zu retten, doch dazu ist sie zu alt. Nun soll Sandira ihren Platz einnehmen und eigentlich möchte sie das gar nicht. Wir lernen fantastische Welten kennen, die ich sehr bestaunt habe. Die Geschichte ist sehr fantasievoll geschrieben. Die Charaktere dagegen sind absolute Gegenpole. Man merkt, dass Sandira als Jugendliche großen Respekt vor der älteren Generation hat und deswegen auch einiges mit sich machen lässt. Das empfand ich als sehr realistisch und nachvollziehbar. Es zeigt, dass dieser eigentlich tolle Charakterzug zum Verhängnis werden kann und wann es Zeit ist, für sich selbst einzustehen. Im Laufe der Geschichte habe ich Sandiras Oma hassen gelernt. Die Idee das Tagebuch einzubinden hat mir auch sehr gut gefallen. Auch das Ende war sehr aufwühlend und ich wusste bis dahin tatsächlich auch nicht, was mich erwarten würde, weil es sich gar nicht abzeichnete. Sehr gelungenes Buch mit viel Fantasie und sehr schönen Bildern, die sich im Geist entfalten können.

Sandira
Sandiravon Lyn WilhelmBoD – Books on Demand
23. Sept.
Bewertung:5

Ferien wie man sie sich wünscht... Kein Internet, keine Freunde, Strand und Meer wird getauscht gegen staubiges Zimmer im Dachgeschoss und Häkeldeckchen soweit das Auge reicht. Sandira entdeckt zu ihrem bisherigen Übel auch noch ziemlich schräge Informationen, Aufzeichnungen und Bücher... Schnell wird klar, das Oma ein großes Geheimnis hat, und da sie selbst schon zu alt dafür ist, wird kurzerhand Sandira genötigt Weltenwanderin zu werden, denn es gibt eine Mission - die Welt muss gerettet werden. Ich finde die Message hinter dem Buch echt heftig, auch wenn die Schreibweise sehr jugendlich gestaltet ist, hat mich die Thematik oftmals mit offen stehendem Mund zurück gelassen - aber es ist leider ein berechtigtes und sehr wahres Thema.

Sandira
Sandiravon Lyn WilhelmBoD – Books on Demand