16. März

Ich mag Vampire, auch wenn sie unter Umständen glitzern. Hier glitzern sie nicht, zum Glück. Was hier geglitzert hat, waren aber auf jeden Fall meine Augen. Vampire-Romance bin ich bisher nur von Black Dagger gewohnt, diese Bücher waren auch irgendwie mein Einstieg in die Romance Szene - seitdem hab ich mich vorgearbeitet und tatsächlich liebe ich mittlerweile Dark Romance sehr. Und wer es mag, so wie ich, ist bei Sarah Baines wirklich gut aufgehoben. Aber nun zurück zum Buch: Ronja, die überbehütete junge Frau sucht nach Freiheit. Deswegen läuft sie aus ihrem Elternhaus fest. Dass das nicht die klügste Entscheidung ist, lernt sie ziemlich schnell, als sie in einem alten Kino mit einem Vampir festhängt. Caspar ist der Vampir, schwer verletzt, und ihm ist von Anfang an klar: Ronja ist etwas Besonderes. Und zu sehr zu spoilern, kann ich sagen, dass die Beiden einen langen Weg vor sich haben, einen steinigen noch dazu. Doch wie das in diesem Genre meistens ist, geht alles gut aus und sie lebten glücklich bis an ihr… okay Moment. Wir sind hier nicht in einem Märchen der Gebrüder Grimm. Ja, sie werden glücklich, aber bis dahin müssen sie gemeinsam einige Kämpfe durchstehen und Ronja muss erst einmal damit klar kommen, dass sie nicht so einfach wieder in ihr altes Leben zurück kann. Auch wenn Sie das nach der Nacht im Kino am liebsten würde. Im Laufe des Buches lernt sie, sich mit ihrer neuen Situation zu arrangieren, mehr noch, fängt an, die guten Seiten an Caspar zu sehen und alles läuft auf einen Showdown zu. Denn die Liebesgeschichte ist nur ein Teil des Buches. Zwischen den verschiedenen Clans der Vampiren gibt es Probleme. Caspar, als einer der Vampire, die für Sicherheit und Ordnung sorgen, steckt mittendrin. Und mit ihm Ronja. Dass er sie nicht so beschützen kann, wie er gerne möchte. Schlussendlich kommt Ronja in ihrem neuen Leben an und alles wendet sich zum Guten… Naja, fast alles. Denn das Ende lässt Platz für mehr Geschichten in und um diese Vampire. Für mich sind Bücher im Genre Romance/Dark Romance noch relativ neu. Ich war, wie eingangs erzählt, lange Jahre auf Thriller und Krimis fokussiert. Sarah hat das Talent, einen in ihre Geschichten hineinzuziehen. Ihr Schreibweise lässt zwar Platz für eigene Gedanken und Bilder, aber sie führt einen gekonnt und mit einem guten Tempo durch die Geschichte. Deutlich merkt man, dass Schreiben bei ihr eine Passion ist. Die Charaktere sind nicht oberflächlich, sondern kommen mit eigenen Erfahrungen und Erlebnissen daher, sie haben Wünsche und Sorgen, kämpfen mit ihren Emotionen und wirken dadurch unglaublich lebendig. Auch das Storytelling ist in sich absolut schlüssig und bietet dennoch Raum für eigene Gedanken. Als Leser treibt man zwischen den Seiten und wird von der Vergangenheit eingefangen, die die Gegenwart beeinflusst. Es macht einen unheimlichen Spaß, der Geschichte zu folgen. Schauplätze und Nebencharaktere werden so weit ausgebaut, dass man sich ein gutes Bild machen kann, ohne dass es überladen wirkt. Platz für die eigene Vorstellung ist immer gegeben. In der düsteren Welt der Vampire fühlt man sich irgendwie sicher, trotz des Kampfes, der ansteht. Wer einen Einstieg in Vampire Romance sucht und nicht direkt zu großen Serien oder dicken Büchern greifen will, ist bei Cinema von Sarah Baines absolut richtig. Für mich ein guter Einstieg in die Welt des Dark Romance (und jetzt werde ich wahrscheinlich von Sarah geschlagen, weil es ja eigentlich Vampire Romance ist, aber ich blicke bei den ganzen Genres und Subgenres eh nicht mehr durch…). Von mir eine klare Empfehlung! Übrigens auch gut geeignet für einen Leseabend, an dem man ein Buch durchlesen möchte. Hinzufügen möchte ich an dieser Stelle, dass es zwei Bücher und eine Kurzgeschichte von Sarah Baines gibt, die in diesem von ihr kreierten Universum gibt. Cherry Heart steht auf jeden Fall noch auf meiner Wishlist!

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