Wenn Liebe bleibt, obwohl jemand geht
**** Mein Eindruck **** Wenn die erste große Liebe stirbt, bleibt oft ein Gefühl von Leere zurück. Genau das erlebt Caitlyn, nachdem Rory viel zu früh aus ihrem Leben gerissen wurde. Das Buch beginnt entsprechend schwer und berührend – der Schmerz ist greifbar und hat mich als Leserin sofort erreicht. Gemeinsam mit Caitlyn begeben wir uns auf eine Reise, bei der nicht nur Schottlands besondere Atmosphäre eine Rolle spielt, sondern vor allem ihr innerer Weg zurück ins Leben. Dabei begegnet sie Logan, der mit viel Feingefühl genau die richtigen Worte findet, ohne dabei zu glatt oder perfekt zu wirken. Gerade diese Mischung aus Empathie und Ecken macht ihn zu einer glaubwürdigen Figur. Besonders gelungen ist, wie die Autorin Caitlyns inneren Zwiespalt darstellt. Ihre Gefühle wirken nahbar und echt – ich konnte ihr Lachen ebenso fühlen wie ihre Trauer, ihren Frust und Momente der Resignation. Und doch bleibt sie auf ihre eigene Weise stark. Die Geschichte zeigt die dunklen Stunden des Lebens, ohne sich darin zu verlieren. Stattdessen begleitet sie eine Reise, die nicht leicht ist, aber voller kleiner, bedeutungsvoller Momente steckt. Der wichtigste Schritt ist dabei, sie überhaupt anzutreten. Natürlich weckt das Buch auch Sehnsucht nach Schottland, doch im Mittelpunkt steht klar die persönliche Entwicklung. Für mich war es eine Geschichte, die ich sehr genossen habe – die mich aber gleichzeitig mit einer leisen Schwere zurücklässt. **** Empfehlung? **** Für alle, die emotionale Geschichten über Verlust, Heilung und Neuanfänge suchen – ehrlich erzählt, berührend und mit genau der richtigen Balance zwischen Schmerz und Hoffnung.

