Auf den Spuren der Apokalypse Ihr wisst, ich steh auf Engel. Und wo es die gibt, ist Lucifer meist auch nicht weit. Tja, und spätestens, wenn er auftaucht, ist es sowieso um mich geschehen. Hier lernen wir allerdings Adara kennen, die eher ein Außenseiter ist und ihrer Schule eher unsichtbar. Bis die neuen Mitschüler auftauchen und si schlagartig Freunde hat. Etwas ganz Neues seit 9 Jahren für sie. Lebt sie doch erst seitdem in Deutschland. Leider konnte ich die Stadt Silden und die Privatschule nicht finden, das hätte dem Ganzen noch eine Portion Realität verschafft, aber auch so bin ich sehr zufrieden mit der Geschichte. Ja, es geht wieder ein Stück weit um die „Erschaffungsgeschichte“, irgendwie habe ich es gerade mit solchen Büchern, ABER es wird zum Glück nicht übertrieben und wir schneiden das Ganze nur an. Eine tolle Geschichte über den Glaube an sich selbst, Freundschaft, Liebe und Hingabe, sowie Aufopferung ist hier entstanden und das ist Melanie Mur wirklich gelungen. Hoffen wir mal, dass die Bibel ebenso ein Fantasyroman bleibt und uns die Apokalypse niemals bevorsteht, denn da sehen ich derzeit schwarz, allerdings würde ich mich höchstwahrscheinlich Lucifer anschließen *lach* Ihr kennt mich, ich kann nicht ohne ihn…
Eine tolle Ergänzung Wer Engelsruf noch nicht gelesen hat, der sollte nur die erste Hälfte des Buches lesen und im Anschluss erst die Zweite. So werdet ihr nicht gespoilert, lernt aber die anderen Charaktere schon einmal besser kennen. Ich mochte Engelsruf ja schon sehr gern und diese Spin-Offs ergänzen das Ganze noch hervorragend. Ich mag die einzelnen Charaktere wirklich gerne. Ganz egal, ob es um Chava, Lucifer, Lilith, Adara oder die anderen geht. Sie sind alle fantastisch. Besonders beeindruckt hat mich tatsächlich die Geschichte von Chava. Vom Menschen zum Rächer als einziger menschlicher Dämon. Wirklich heftig, was da bei ihr abging und wofür sie sich nun einsetzt. Aber auch Ally war sehr heftig und das hat mich nachhaltig erschüttert. Außerdem wird uns die Geschichte von Raphael und Lucifer nähergebracht. Wie wurden sie, wie sie sind und was hat sie dazu gebracht. Gerade bei Raphael war ich mir immer unsicher, wegen seiner Art, aber jetzt weiß ich, warum er so ist und ich bin schwer erschüttert. Die Geschichte von Lucifer kennen wir ja größtenteils alle schon, aber wie er Lilith traf, war mir neu und ich fand es toll. Alles in allem ein wirklich gelungenes Buch zur Ergänzung der eigentlichen Geschichte. Ich fand es wirklich toll und hoffe, dass wir eines Tages vielleicht noch eine Fortsetzung der einzelnen Geschichten lesen werden.
Vielen lieben Dank erst einmal, dass ich zu diesem Buch wieder bei einer tollen Leserunde mitmachen durfte. Mir hat der Austausch wirklich gut gefallen und auch die Geschichte war wirklich toll. Ich mag generell Paranormalbücher und so logischerweise auch Bücher über Engel und Dämonen. Es gibt natürlich viele verschiedene Interpretationen davon, manche besser und manche schlechter, und diese hier war wieder wirklich interessant gestaltet und hatte eine tolle Grundidee. Da die Geschichte auch eher kurzgehalten ist, ist sie auch toll für Zwischendurch und man hat es schnell durch, dennoch fehlt die Tiefe hier nicht. Was ich mochte, ist die Tatsache, dass das Buch auch nicht vor heftigeren Szenen zurückschreckt. Dadurch entstehen einige überraschende Wendungen. Adara war mir sympathisch, aber der wohl interessanteste Charakter war für mich Ally. Ich mochte ihre leicht überdrehte Persönlichkeit wirklich gerne, auch wenn bei ihr leicht vorhersehbar war, was für eine grössere Rolle sie in dem spielt. Was ich auch toll fand, ist das hier im ersten Band der Fokus klar auf der Geschichte liegt und in Sachen Beziehung bis auf die freundlichen Sticheleien der anderen nicht viel passiert ist. So wirkt auch nichts überstürzt und man kann dafür in Band zwei, die Liebesgeschichte umso besser ausbauen. Was mir etwas Mühe gemacht hat, war die Tatsache, dass es wirklich sehr lange dauerte bis man überhaupt irgendetwas herausgefunden hat oder ein Zusammenhang aufgeklärt wurde. Es kamen lange Zeit nur immer mehr Fragen auf, aber die Antworten fehlten einfach. Die Auflösung war dann aber relativ einfach und schnell noch am Schluss und irgendwie hätte ich beinahe mehr erwartet. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Buch empfehlenswert finde, für Leute, die Bücher über Engel und Dämonen gerne mögen. Es ist auch eher toll für Zwischendurch, denn auch wenn es einige leicht heftigere Szenen gibt, hat man das Buch schnell durch und man muss sich auch nicht zu sehr dafür konzentrieren. Von mir gibt es dafür vier Sterne.
Leider hat es nicht ganz meine Erwartungen von einem düsteren Engelsroman erfüllt. Die Protagonistin Adara war mir sehr unsympathisch und gerade zum Anfang geht alles so schnell,dass man als Leser kaum hinterherkommt.


