Die Welt die hier erschaffen wurde, ist einzigartig. Luc hat eine ganz neue Welt geschaffen. Es gibt eigene Städte und Länder. Es gibt super interessante Götter die für alles mögliche zuständig sind und sogar eine neue Sprache ist im Spiel. Verdàn z.B. ist die Welt der Menschen, Barn sind Kinder bis 10 Jahre und Alfuri sind Feen. Das fand ich super spannend.
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Trotz der vielen neuen Worte die es hier so gibt, war der Schreibstil sehr flüssig und Fein. Man kann der Geschichte sehr gut folgen und ist unglaublich schnell in dieser Welt gefangen. Ich habe es förmlich inhaliert.
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Der Handlungsverlauf ist nicht nur spannend und interessant, nein es ist auch außergewöhnlich und definitiv mal was anderes. Ihr wisst ich bin kein Mensch der alles bis in den Himmel lobt, aber diese Geschichte kommt sehr nah an die Tolkien Bücher ran. Es könnte einen echter Erfolg werden, wenn es nur bekannter wäre. Daher empfehle ich es euch aus tiefstem Herzen.
Interessante Ansätze, für mich leider etwas holprig
Wie bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden?
Der Autor hat mich per Mail kontaktiert und fragte mich, ob ich Interesse hätte, seinen Debütroman zu lesen. Ich fand den Klappentext interessant und wollte ohnehin mehr in Richtung Fantasy lesen. Danke an alle Beteiligten für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
Um was geht es?
Der Teenager Salàr und seine Freundin kehren in ihre Heimat zurück. Nachdem er einen starken Eisengeruch in der Luft wahrgenommen hat, befinden sie sich auf dem Schauplatz eines Massakers wieder. Keiner hat den Überfall in ihrer Heimat überlebt und Salàr verliert das Bewusstsein. Als er wieder wach wird, wird er von seinem Bruder Dari gepflegt. Anscheinend hat ihre Schwester Seyene die Flucht ergreifen können und sie machen sich auf den Weg, sie zu finden. Er wird Zeuge davon, wie seine Schwester umgebracht wird und verliert kurz darauf seine Gruppe, sodass er alleine mit diesem Trauma klarkommen muss. Er ist der festen Überzeugung, dass das Volk der Kazein für dieses Blutbad verantwortlich ist, jedoch ist nicht alles, wie es scheint...
Meine Meinung
Ich habe lange gebraucht, um das Buch zu beenden und habe gemischte Gefühle beim Schreiben dieser Rezension.
Die Geschichte wird aus Salàrs Sicht in der 3. Person-Perspektive geschrieben. Ich hatte stets das Gefühl, außen vor zu sein, sodass ich nicht so sehr an die Geschichte gefesselt war.
Das Worldbuilding ist sehr komplex; man kann das Buch also nicht mal zwischendurch weglesen. Hilfreiche waren das Glossar und das Stammbuch der Götter; als eBook-Leserin war es jedoch mühselig, hin und her u blättern beziehungsweise die Homepage des Buches auf dem Handy aufzurufen, was mich jedes Mal aus dem Lesefluss gerissen hat.
Das Buch wechselt zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit der Götter. Ich fand das Konzept der Götter, welche auf Sinne spezialisiert sind, sehr interessant, weil ich das so noch nicht gelesen habe.
Der Einsteig war für mich schwer und holprig, da mit fremden Namen quasi um sich geschmissen wurde; nach einem Drittel konnte ich der Geschichte jedoch gut folgen und fand manche Kniffe unvorhersehbar und haben frischen Wind hereingebracht.
Alles in allem für High-Fantasy-LeserInnen bestimmt ein interessanter und spannender Auftakt; für mich war es leider too much und ich hatte hin und wieder meine Schwierigkeiten mit dem Buch.
Lieblingszitate
"Du hast einen schlimmen Fehler begangen - ja. Aber dich nur aufgrund dessen zu verurteilen, wäre aus meiner Sicht der noch größere Fehler. Ich bin der Meinung, dass jeder eine zweite Chance verdient hat."
"Versuch', das große Ganze zu sehen, um das Kleine zu erdulden."
Es gibt Bücher da lohnt es sich dran zu bleiben, auch wenn der Einstieg etwas holprig ist.
𝑽𝒆𝒓𝒅𝒂𝒏 - 𝑺𝒆𝒉𝒆𝒏
Von Luc Peier
gehört definitiv dazu.
Warum der Einstieg sich etwas holprig gestaltet? Gerade zu Beginn gibt es eine Vielzahl an Namen und Bezeichnungen die ich mir erstmal verinnerlichen musste. Auch die Beschreibungen der Welt war am Anfang etwas kompliziert.
Doch Abhilfe verschafft da ein Glossar.
Salàr gehört zu der Fraktion Mensch, erstmal machen und dann denken. Gerade dies macht es ihm nicht immer leicht. Dies ist wohl darauf zu schieben, das er noch recht jung ist und dennoch bereits eine nicht einfache Vergangenheit mit sich trägt.
Der Schreibstil von Luc Peier ist angenehm zu lesen, jedoch sind manche Passagen etwas langatmig. Langeweile kommt jedoch zu keinem Zeitpunkt auf. Das Setting ist gut durchdacht und umfangreich und das sich im Inneren des Buches eine Karte befindet, sorgt dafür das man sich jederzeit zurecht findet.
Trotz kleiner Defizite, bietet die Geschichte ein spannendes Leseerlebnis und macht neugierg auf mehr.
Für den 16-jährigen Salàr bricht eine Welt zusammen: seine Familie und die Bewohner seines Heimatdorfes wurden Opfer eines Massakers. Der Wunsch nach Rache führt ihn ins fremde Land der Kazein. Doch was ihn dort erwartet, hätte er nicht einmal seinen Göttern geglaubt.
Die Vielzahl der Namen, Bezeichnungen und Beschreibungen der Welt waren am Anfang ziemlich kompliziert. Allerdings gibt es ein Glossar, das einiges leichter macht, so dass ich dennoch schnell in die Geschichte hineingefunden habe. Diese hält einige unerwartete Überraschungen und Wendungen für einen parat. Trotz einigen wenigen Längen, wird es dennoch nie langweilig, weil man ständig mit den Protagonisten mitfiebert.
Salàr ist irgendwie ziemlich hitzköpfig und leicht zu reizen, was bei seiner Vorgeschichte wahrscheinlich verständlich ist. Zudem handelt er oft etwas zu übereilt, undurchdacht und ab und zu ein wenig tollpatschig, er ist eben noch recht jung. Auch sämtliche Nebencharaktere sind interessant gestaltet, die meisten waren mir direkt sympathisch.
Die Idee einer Welt, die sich in Völker aufteilt, die jeweils mit einer besonderen Ausprägung eines Sinnes gesegnet sind, ist definitiv mal was anderes. Wir erfahren mehr über die Entstehungsgeschichte dieser Welt und die Rollen, welche die einzelnen Götter darin gespielt haben sowie warum sich Verdàn, die zerrissene Welt der Menschen, in ständigen Kriegen befindet. Das Worldbuilding ist ganz schön umfangreich und gut durchdacht. Wir werden außerdem mit einer Karte verwöhnt, was ich immer sehr mag. Es ist ein interessanter Auftakt, der Lust auf mehr macht.