Sully, Briefträger mit einem Hang zum Ermitteln, entdeckt ein neues Hobby: das Gärtnern. Leider fehlt ihm dafür jedes Talent. Zum Glück weiß seine Tante Rose – wie immer – einen Ausweg. Sie stellt ihm Charlotte Dupong vor, eine geheimnisvolle Frau mit einem perfekten Garten und einem noch interessanteren Problem. Charlottes Lebensgefährte soll heimlich die Kunstsammlung ihres vor Jahren spurlos verschwundenen Mannes verkaufen. Ob aus Geldnot oder aus einem ganz anderen Grund, bleibt unklar. Charlotte bittet Sully, der Sache auf den Grund zu gehen – im Gegenzug verspricht sie ihm nicht nur wertvolle Tipps für seinen Garten, sondern auch ein dringend benötigtes Honorar. Doch schon bald merkt Sully, dass hinter dem vermeintlich simplen Auftrag weit mehr steckt, als es zunächst den Anschein hat … Der Fall war insgesamt recht unterhaltsam, wenn auch ein wenig vorhersehbar. Zwar wird man beim Lesen mehrfach bewusst aufs Glatteis geführt, doch am Ende fügt sich alles zu einer Lösung, die nicht allzu überraschend war. Ein kleiner Störfaktor war für mich die angedeutete Lovestory – noch wirkt sie eher aufgesetzt, und ich bin mir unsicher, ob ich die beiden Figuren tatsächlich als Paar überzeugend finde. Vielleicht entwickelt sich das in den nächsten Bänden noch natürlicher. Positiv bleibt jedoch, dass Sully als Ermittler weiterhin sympathisch bleibt und mit seiner etwas unbeholfenen Art einen charmanten Gegenpol zu den eigentlichen Kriminalfällen bildet. Auch die Nebenfiguren tragen dazu bei, dass man sich schnell wieder in der Atmosphäre der Reihe einfindet. Alles in allem ein solider Band, der zwar nicht vollkommen überzeugen konnte, aber dennoch Lust darauf macht, die Serie weiterzuverfolgen und zu sehen, ob sich sowohl die Fälle als auch die Figurenkonstellationen noch spannender entwickeln.
Post, Mord und Provinzgeflüster von Jill Kaltenborn hatte für mich zunächst einen ganz besonderen Reiz, da es in Luxemburg spielt und ich mich auf eine spannende Geschichte mit regionalem Flair gefreut habe. Umso ernüchternder war es, zwischen den Seiten fast ausschließlich auf Klischees und Vorurteile zu stoßen. Die Darstellung der Luxemburger als reiche, biertrinkende Menschen, die ihre deutschen Nachbarn noch immer „Preußen“ nennen, mag für manche als humorvoll überspitzt rüberkommen. Für mich wirkte es jedoch schnell ermüdend, da diese Stereotype über die gesamte Länge von nur 160 Seiten immer wieder aufgegriffen wurden. Auch die Kriminalhandlung selbst konnte mich nicht überzeugen. Die Auflösung zeichnete sich bereits nach dem ersten Drittel deutlich ab, wodurch keine echte Spannung mehr aufkam. Gerade bei einem Krimi erwarte ich, dass ich bis zuletzt miträtseln kann. Was bleibt, ist ein leichter, humorvoll gemeinter Krimi, der vielleicht auf einer längeren Zugfahrt für Unterhaltung sorgen kann. Wer jedoch auf der Suche nach einem clever konstruierten Fall oder authentischem Lokalkolorit ist, dürfte hier eher enttäuscht werden.
Ein gemütlicher Wohlfühlkrimi mit kleinen Geheimnissen hinter jeder Hecke und genau der richtigen Portion Spannung.
💬: Sully Morland, Luxemburgs wohl sympathischster Briefträger mit BKA-Vergangenheit, stolpert im zweiten Band wieder mitten hinein in einen Fall – und diesmal zwischen Rosenbeete, verschollene Ehemänner und dubiose Kunstgeschäfte. Eigentlich wollte Sully nur das Gärtnern lernen (wobei er herzlich wenig Ahnung davon hat). Doch Charlottes Auftrag lockt: Ihr Lebensgefährte verkauft heimlich wertvolle Gemälde aus der Kunstsammlung ihres verschollenen Mannes. Was zunächst wie ein simpler Fall klingt, entwickelt sich schnell zu einer Spurensuche voller Geheimnisse, alter Wunden und neuer Fragen. Der Reiz liegt für mich in der gelungenen Mischung aus Dorfleben, interessanten Figuren und einem Kriminalfall, der zwar nicht blutig, aber dafür clever aufgebaut ist. Auch Sullys unbeholfene Ausflüge ins Gärtnern sorgen für einige humorvolle Momente. Zwar konnte ich die Auflösung recht früh erahnen, doch die charmanten Dialoge und das Setting haben das mehr als ausgeglichen. Besonders mochte ich wieder die Nebenfiguren – allen voran Tante Rose, die nicht nur bei Häppchen und Kartenrunden glänzt, sondern auch mit unerschütterlicher Neugier. 🌹 Fazit: Ein gemütlicher Wohlfühlkrimi mit kleinen Geheimnissen hinter jeder Hecke und genau der richtigen Portion Spannung. Von mir gibt’s ⭐️⭐️⭐️⭐️ – für ein charmantes, atmosphärisches Leseerlebnis, das Lust auf den nächsten Fall macht.
Ein (fast) perfektes Verbrechen
Sully wird als Radelnder Detektiv engagiert. Charlotte hat erfahren, dass ihr Lebenspartner Gemälde hinter ihrem Rücken verkauft. Bei diesen Ermittlungen entdeckt Sully immer mehr Ungereimtheiten in der Familiengeschichte. Immer tiefer ermittelt Sully und die Gemälde sind bald Nebensache. Die Geschichte hat mich doch wieder gefesselt. Es waren viel verschiedene Puzzleteile, die nach und nach die spannende Geschichte ergeben haben Ich mag bisher an den Büchern total gerne, dass sie so detailreich sind. Jedes noch so kleine Detail ist am Ende für die Lösung des Falls relevant. Das gefällt mir sehr gut. Auch die familiären Situationen und die Doppelkopf Runde sind ein Highlight der Reihe. Auch wenn die Fälle nicht sonderlich komplex und ab einen gewissen Punkt vorhersehbar sind, sorgen der spannende Schreibstil und die teils doch unerwarteten Wendungen für eine tolle Unterhaltung. 4 ⭐️
Das war überraschenderweise super spaßig zu lesen und hat sich wie eine Folge True Crime angefühlt!
Ein Humorvoll, aber sogleich spannender Krimi. Das Buch ist toll geschrieben und total flüssig von der Schreibweise. Die Charaktere sind toll umgesetzt und die Story ist mega 😁.





