
Der steinerne Kreis - Zwischen Schamanismus und Verschwörung
Der Roman startet stark und macht zunächst vieles richtig. Die Geschichte baut schnell Spannung auf, die Atmosphäre ist düster und geheimnisvoll, und die zahlreichen offenen Fragen wecken früh das Interesse. Besonders die ungewöhnlichen Schauplätze heben das Buch von vielen anderen Thrillern ab und sorgen für ein eigenständiges Flair. Je weiter die Handlung jedoch voranschreitet, desto mehr verliert sie sich in immer neuen Ideen und Wendungen. Was zunächst wie ein spannender Mystery-Thriller beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einer wilden Mischung aus Verschwörungsgeschichte, Mystik und Science-Fiction. Dabei wirkt vieles unnötig kompliziert und stellenweise sogar etwas absurd. Statt die anfänglichen Rätsel konsequent aufzulösen, kommen ständig neue hinzu, wodurch die Geschichte zunehmend überladen erscheint. Auch die Figuren überzeugen nicht durchgehend. Diane ist zwar eine interessante Hauptfigur, viele Nebencharaktere bleiben jedoch recht blass und erfüllen vor allem eine funktionale Rolle innerhalb der Handlung. Das Finale setzt schließlich noch einmal auf möglichst große Enthüllungen, wirkt dabei aber überzogen und verliert einen Teil seiner Glaubwürdigkeit. Zu den Stärken des Romans zählen die spannende Grundidee, die bedrückende Atmosphäre und die exotischen Schauplätze. Gleichzeitig werden diese Qualitäten durch eine überfrachtete Handlung, mehrere unglaubwürdige Entwicklungen und ein wenig überzeugendes Ende geschwächt. Fazit: Im Vergleich zu anderen Thrillern des Autors gehört „Der steinerne Kreis“ eher zu den schwächeren Werken. Die vielversprechenden Ansätze sind durchaus vorhanden, werden jedoch von einer zunehmend ausufernden und schwer nachvollziehbaren Handlung überschattet. Von mir daher 5 von 10 P. (Ein bereits rezensierter Titel aus meinem Bestand)


