Liebesglück und Kaffeeklatsch von Amelie Winter
Um ehrlich zu sein haben mich die Protagonisten die meiste Zeit über einfach nur genervt. Der Schreibstil war soweit okay, einfach gehalten und aus der Erzählperspektive. Das Buch hat ein enorm schnelles Tempo, was ich perse nicht schlimm finde, allerdings hat dass meiner Meinung nach, die Charakterentwicklung unglaublich unrealistisch gemacht. Malcom lernt man als arroganten, kalten Player kennen und er wirkt wirklich enorm unsensibel und arschig. Dann trifft er auf Annie, die irgendwie gar kein Rückgrat hat, teilweise sogar etwas dümmlich wirkt und etwas bedürftig ist und nach dem ersten Treffen, legt er auf einmal eine 180 Grad Wendung hin und ist auf einmal der lustige Softie. Was ihn allerdings nicht weniger nervtötend macht. Er kam mir die meiste Zeit vor als wäre er 17 und nicht 31 und das fand ich wirklich anstrengend. Annie hatte so gut wie keine Entwicklung, sie war irgendwie mega bedürftig und auch wenn sie so ziemlich alles konnte und man immer wieder erfahren hat, dass ihre Kindheit nicht so toll war, schafft sie es, weder Matthew noch ihrer Mutter, endlich mal klipp und klar zu sagen was Sache ist und was sie will. Ebenso mit Malcom, beide tänzeln umeinander herum und anstatt dass einer von beiden, vor allem die so offene und ehrliche Annie, endlich mal sagt was sie fühlt, gibt es andauernd irgendwelche Missverständnisse. Das war schon nicht mehr Misscommunication das war gar keine. Der einzige Trost war die irische Kulisse, die schön beschrieben war, ich fand auch die Sidestory von Tante Grace sehr süß, leider hat mich der Rest nicht wirklich überzeugen können.



