
Trotz schöner bildhafter Beschreibungen, konnte es mich nicht ganz erreichen.
Carmine Abate nimmt uns in seinem Roman "Zwischen zwei Meeren" mit in die südliche Spitze Italiens - nach Kalabrien. Übersetzt aus dem Italienischen von Esther Hansen. Florian ist 17 Jahre alt, als sein Großvater Giorgio aus dem Gefängnis entlassen wird. Dort landete er, weil er die Unterstützung und den Schutz der 'Ndrangheta ablehnte. Denn die haben in Kalabrien das Sagen und wer nicht nach ihrer Pfeife tanzt, wird bestraft. Als der Großvater entlassen wird fährt Florian mit seiner Mutter in deren Heimatdorf. Während Florian mehr und mehr über den Großvater erfährt, beginnt er auch, sich für seine Italienischen Wurzeln zu interessieren. Und schon bald ist der Traum des Nonno auch sein eigener: Das Familiengasthaus wieder aufzubauen. Abate nimmt uns, mit seinen wahrlich bildhaften Beschreibungen Kalabriens, mit in diesen schönen und auch rauen Landstrich Süditaliens. Wo wir die Sonne auf der Haut spüren und das salzige Meer in der Luft riechen. Diese fiktive Familiengeschichte zeigt uns ein raues, teilweise hartes Leben, das neben der Mafia, geprägt ist von großem Familiensinn und Freundschaft. Eine Geschichte mit wundervollen Sturköpfen, deren Herzen aber auch voller Liebe sind. Und auch wenn die Geschichte wunderbar geschrieben ist, so konnte sie mich dennoch nicht erreichen. Ich kann nicht sagen woran es lag, irgendetwas fehlte mir hier, dass mein Herz verschlossen blieb.

