Ein spannendes Buch, das gleichzeitig über verschiedene Tierschutzthemen aufklärt und sehr nahe geht!
Der zweite Teil für Anne Moll ist noch spannender und noch düsterer als der erste. Wieder geht es um einen Skandal in der Pferdewelt, doch dieses Mal ist alles noch verstrickter als zuvor. Das Buch hat mir sehr, sehr gut gefallen. Wieder ist es Anna Castronovo gelungen, einen sehr guten Krimi zu schreiben, der nicht nur temporeich und spannend ist, sondern gleichzeitig auch ans Herz geht und aufklärt. Die Polizistin Anne ist mir sympathisch, weil sie so unperfekt ist. Ich konnte richtig mit ihr fühlen - egal ob es um ihre pubertierende Tochter, ihren Ex-Mann oder die neu aufkommenden Gefühle für einen anderen Mann geht. Erneut bekam man durch die wechselnden Perspektiven im Buch einen sehr tiefen Einblick und ein dreidimensionales Bild. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und man kann ihre Motivationen sehr gut nachvollziehen. Gleichzeitig schafft die Autorin es, nur so viel zu erzählen, wie es braucht - ohne dabei zu viel zu verraten. Es bleibt also bis zum Schluss spannend und die Zusammenhänge wurden wirklich gut aufgeklärt. Was mir an dem Buch besonders gut gefallen hat, war allerdings die kritische Auseinandersetzung mit dem Tierschutz. Von der Massentierhaltung über den Fleischkonsum, das Bio-Label und Tierversuche bis hin zu dem brisanten Thema Blutstuten, das sich über all die vorher genannten Themen hinweg spannt. Die Autorin schafft es hier, das alles in die Handlung einzubauen, aufzuklären und sicher auch den ein oder anderen zum Nachdenken anzuregen. Das einzige was mich etwas verwundert hat, war die Tatsache, dass Anne für ihre Tochter so schnell ein Pferd kauft. Hier erschien es mir nicht ganz so realistisch, dass sie sich im Vorfeld so wenig damit auseinandersetzt, was das für sie bedeutet (auch finanziell) und so schnell zustimmt. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung!



