Grossartiger Erzählstil
Ich habe "Wiener Todesmeldodie" von Mina Albich als Rezensionsexemplar bekommen und war sehr gespannt darauf, weil mich das Thema klassische Musik im Zusammenhang mit einem Krimi interessiert hat. Im Kofferraum einer Pianistin wird nach einem ihrer Klavierkonzerte eine Leiche gefunden. Dummerweise ist es ihr Freund, der ermordet aufgefunden wird. Bezirksinspektor Grohsman ist zufällig am Tatort, da er ein großer Fan von klassischer Musik ist. Natürlich ist er derjenige, der in diesem Fall ermittelt. Er bekommt Hilfe von Nicky Witt, die ihn als Kriminalpsychologin unterstützt. Vorab kann ich dir sagen, dass ich den Erzählstil der Autorin sehr mochte. Als Leserin konnte ich den Gedanken des Bezirksinspektors folgen und so hautnah an den Ermittlungen teilnehmen. Spannend war es, denn die Pianistin, Dorothee Zauner, kam nicht nur mir verdächtig vor. Sie hatte eine seltsam distanzierte Art an sich, dass ich direkt geglaubt habe, dass sie die Täterin sein muss. Sicher kann man sich aber nicht sein, denn die Autorin hat mehrere Fährten ausgelegt, denen ich bereitwillig gefolgt bin und die sich nach und nach in Luft aufgelöst haben. Gleichzeitig habe ich ein wenig über klassische Musik gelernt, denn Franz Liszt hat weite Teile des Buches eingenommen. Ich muss sagen, dass das Thema gar nicht so uninteressant war. Das ein oder andere habe ich im Nachgang noch ergoogelt. Selbst wenn du nichts mit klassischer Musik anfangen kannst, solltest du dir das Buch auf jeden Fall ansehen, denn die Story ist spannend und kurzweilig. "Wiener Todesmelodie" ist der zweite Teil einer Reihe, den man aber problemlos auch unabhängig vom ersten Teil lesen kann. Ich hatte zumindest nicht das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen.





