Spannend erzählt, aber für mich Nerven aufreibend aus den falschen Gründen
Ein Paar macht Urlaub auf Mallorca. Ein Flugzeugabsturz führt zur Katastrophe auf der Insel. Allerdings bekommt das der Erzähler aufgrund einer Erkrankung nicht mit. Drei Tage später wacht der Mann auf. Er ist allein, seine Frau verschwunden und die Menschen, denen er begegnet, sind höchst aggressiv. Der Plot klang sehr interessant und hielt inhaltlich auch was er versprach. Die Geschichte wurde spannend erzählt. Der Schreibstil war flüssig. Es gab allerdings Formulierungen („Tausend kleine Dinge…“, „Pest oder Cholera…“) die sich ständig wiederholen. Das hat meine Geduld wirklich auf eine Probe gestellt. Mein zusätzliches Problem war der Protagonist, dessen Name unbekannt bleibt. Natürlich ist nicht jeder im Angesicht einer Katastrophe ein John McClane, da muss man schon realistisch sein. Aber nun ja…. Der Namenlose ergeht sich zwischen seinen kläglichen Überlegungen wie und ob er überleben kann, in abfälligen Erzählungen über seine verschwundene Lebensgefährtin Juliane, die deutlich machen, dass das Paar eine eher lieblose Beziehung geführt hat. Wenn er nicht mit versinken im Selbstmitleid beschäftigt ist, versucht er im Rahmen seiner Fähigkeiten - und die sind eher spärlich - Lebensmittel und Trinkwasser zu finden. Mich hat sein Verhalten mehr als einmal dazu gebracht die Augen zu verdrehen. Er übersieht Offensichtliches, macht Fehler, die vermeidbar wären. Letztendlich ist sein Überleben eher Glück im Unglück als zielgerichtetes Können. Das Ende war überraschend. Mehr oder weniger ein kleiner Cliffhanger, denn die Reihe hat mehrere Teile.







