10. Sept.
Bewertung:2.5

Andy Neumanns "Vier" liefert nach fünf Jahren die Fortsetzung zu "Zehn". Ich habe "Zehn" bisher nicht gelesen, konnte dem Geschehen in "Vier" aber problemlos folgen. "Vier" lässt sich locker nach einem Arbeitstag in der Bahn oder im Bus lesen, ohne dass es anstrengend wird. Es gibt ein paar Aspekte, die mir an "Vier" gefallen haben: Das Erzähltempo ist super gewählt, auch wenn ich den Roman weniger als Thriller, sondern mehr als Kriminalroman empfunden habe. Mir hat auch gefallen, dass Andy Neumann einen grundsätzlich bodenständigen Kriminalroman abgeliefert hat. Die Charaktere sind in sich schlüssig und es wird tatsächlich ermittelt und nicht nur auf Zufälle gehofft (auch wenn Zufälle trotzdem eine Rolle spielen). Sprachlich ist der Roman nicht allzu anspruchsvoll, wodurch er sich schnell lesen lässt und auch feierabendtauglich ist. Ich persönlich hätte mir allerdings weniger Sätze, die mit "Und" beginnen gewünscht; das ist natürlich Geschmacksache, es war allerdings auffallend im Verlauf des Romans. Da der Fall im Zusammenhang mit den Ereignissen aus "Zehn" steht, gibt es immer wieder Verweise auf den Vorgänger-Roman. Der Autor hat geschickt Erklärungen eingeflochten, so dass weder Kenner*innen des ersten Teils genervt noch Neueinsteiger*innen wie ich überfordert sind. Der Fall selbst ist spannend und ich habe im während des Lesens immer wieder Vermutungen angestellt, werden denn der*die Täter*in sein mag. Auch wenn ich so meine Ideen hatte, am Ende hatte ich den Eindruck, dass ich doch daneben gelegen habe. Womit wir beim Ärgernis angekommen wären: das Ende bzw. das Nicht-Ende. Ich HASSE Cliffhanger sowieso, aber das, was der Autor hier abliefert, ist kein Cliffhanger, sondern ein Abbruch mitten im Roman, denn nichts ist abgeschlossen - kein einziger Handlungsstrang des Krimis ist auch nur ansatzweise aufgelöst oder kann als beendet bezeichnet werden. Es ist - freundlich ausgedrückt - eine Frechheit. Hinzu kommen auf den letzten Seiten satte drei (!) Epiloge, die offenbar dazu führen sollen, dass man sich den Folgeband kauft. Soviel zum Vertrauen des Autors in sein eigenes Werk. Fazit: "Vier" ist über weite Strecken ein solider, durchaus unterhaltsamer Kriminalroman für Zwischendurch. Das Nicht-Ende ist allerdings sehr ärgerlich.

VIER
VIERvon Andy NeumannGmeiner-Verlag
10. Sept.
Bewertung:3

Das Buch hat mich leider nicht so gecatcht wir ich zuerst dachte. Kann aber auch sein, daß es daran liegt, daß ich zur Zeit sehr starke Bücher gelesen habe. Die Grundstory, war in Ordnung, aber man hätte mehr draus machen können. Inhaltsangabe (Quelle :Amazon) Der Düsseldorfer Mordermittler Martin Paulus und die BKA-Beamtin Tamara Foster jagen gemeinsam einen Mörder, dessen Schwert ohne Gnade seine Opfer fordert. Vier Jahre nach dem Anschlag auf das Kölner Stadion köpft er Menschen, die mit dem damaligen Attentäter in Verbindung standen. Rolf Niessen, Ex-Reporter und erfolgreicher Buchautor, ahnt nicht, in welcher Gefahr er schwebt. Denn für den Mörder hat auch er Blut an den Händen.

VIER
VIERvon Andy NeumannGmeiner-Verlag