Eine epische Reise in die menschlichen Abgründe der Military SF
Jeder Bücherwurm hat seine absoluten Lieblingsautoren. Rational nicht immer erklärbar. Teilweise steht man damit auf weiter Flur alleine. Oder es fehlt besagtem Autoren einfach an der benötigten und längst überfälligen Reputation. So geht es mir mit Michael Vogt. Die AGONIE-Reihe zählt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und schildert die tieftraumatischen Erlebnisse einer künftigen fiktiven Menschheit. Vor allem zeichnet die Story aber aus, dass sie die bei weitem intensivsten und lebendigsten, vor allem aber realitsnähesten Charakterzeichnungen meines Leselebens schildert. Jeder Roman hat den Titel AGONIE mehr als verdient. Mir sind die Protagonisten im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen. Die Antagonisten habe ich regelmäßig verabscheut, gar einen Hass auf sie entwickelt. Allen Romanen hängt dabei allerdings ein großer Makel an. Der eines katastrophal schwachen Lektorats. Nur aufgrund der überragenden Geschichten und den unfassbar tief gehenden Erlebnissen der kompletten Romanbesetzung ist es zu verdanken, dass ich hier nicht abwerten mag. Unter FSK 16 ist diese Reihe definitiv nicht zu empfehlen. Eher würde ich hier ein knallrotes Warnetikett anbringen. Military SF, knallharter Sadismus, tiefschockender Horror. Die Abgründe menschlicher Psyche werden ausführlich skizziert. So immersiv habe ich das bisher noch nie erlesen. Bei keinem anderen Autoren. Der siebte Band ist aktuell in Vorbereitung und ich freue mich schon, dass mein Re-Reading endlich abgeschlossen ist und ich jetzt mit Band 4 endlich in neue Sphären vorstoßen kann. Sicherlich wieder hunderte Seiten voller lesenswerter Kreativität. Warum ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️? Meine Nemesis. Mein Wohlfühlort. Mein Horrorkabinett. Kein anderer Autor konnte mich bisher emotional so hart schocken, gleichermaßen tief berühren und actionmäßig besser abholen. Michael Vogt ist ein Unikat und einer der besten seiner Zunft. Sein Lektorat bekommt es künftig hoffentlich auch ein wenig besser hin...
