Manchmal trifft ein Buch genau diese Stelle im Herzen, an der man selbst gar nicht so genau wusste, dass sie noch weich ist. Pause erzählt von Hanna, die nach einem Zusammenbruch wieder bei ihren Eltern landet, zurück im alten Zuhause, aber längst nicht mehr als das Kind, das dort einmal gelebt hat.
Ich mochte sehr, wie nah Lena Kupke an diesen kleinen, unangenehm echten Momenten bleibt. Das viel zu schmale Gästebett, das Büro im ehemaligen Kinderzimmer, das Schweigen am Familientisch und dieses Gefühl, plötzlich wieder in alte Rollen zu rutschen. Dabei wird die Geschichte nie erdrückend, weil immer wieder ein feiner, warmer Humor durchscheint.
Hannas Weg hat mich berührt, weil er nicht laut ist. Es geht nicht um schnelle Heilung oder große Wunder, sondern um das mühsame Zulassen von Hilfe, um Scham, Verletzlichkeit und um die Erkenntnis, dass man nicht stark sein muss, um liebenswert zu bleiben.
Besonders schön fand ich die Mischung aus Schmerz und Zärtlichkeit. Dieses Buch fühlt sich an wie ein vorsichtig geöffnetes Fenster nach einer langen, schweren Nacht. Frische Luft kommt rein, aber die Spuren bleiben sichtbar.
Pause ist für mich ein ehrlicher, warmherziger Roman über Familie, alte Wunden, Neuanfang und Liebe in Momenten, in denen man sich selbst kaum halten kann. Ein Buch, das leise nachhallt und dabei überraschend oft ein Lächeln schenkt.
Dieses Drama mit der Familie immer…
Das Buch ist einfach herzallerliebst! Zwischen alltäglichem struggle mit dem eigenen Kopf & der Familie die man die meiste Zeit über liebt, aber manchnal auch gerne verkaufen würde 😂
Klappentext:
Nach einem einschneidenden Erlebnis zieht Hanna Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90 cm Gästebett. Doch wie soll das funktionieren: ein Familienalltag von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären? Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, sich selbst zu heilen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den in den hilflosesten Momenten findet.
Meine Meinung:
Das Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück, da es mir eigentlich sehr gut gefallen hat und ich trotzdem zwischenzeitlich große Schwierigkeiten hatte, einen Lesefluss zu generieren. Nachdem die ersten Kapital erzählt waren, hatte ich das Buch erstmals auf die Seite gelegt, da ich keinen Zugang fand und nicht wusste, wo die Reise hingeht. Jedoch hat mich mein Ehrgeiz gepackt und ich wollte doch wissen, wie das Buch weitergeht. Was dann kam, konnte mich überzeugen, den dies spiegelte den einen oder anderen Alltagspunkt, wie er sich in der Gesellschaft und Familie häufig zuträgt. Die angesprochenen Themen wurden dann bildlich ausgearbeitet dargestellt und teilweise mit Humor gespickt. Im Gesamten hat die Autorin ein tolles emotionales Buch geschrieben, das zum Nachdenken führt und gleichzeitig zeigt, wo eine Tür zugeht öffnet sich eine neue Tür. Somit ist das Debüt gelungen und ich gebe eine Leseempfehlung ab und 4 Sterne.
… dafür toller Schreibstil.
Lena Kupke schreibt einfach, menschlich nachvollziehbar und ohne Schnörkelein über menschliche Empfindungen und Abgründe. Über familiäre Dynamiken und Muster. Und über Hanna.
Zugegebenermaßen hat das Buch inhaltlich viele Schwächen. Zunächst einmal ein wirklich mieses Lektorat. Wortdopplungen und auch derbe Schnitzer im logischen und/oder zeitlichen Ablauf. Mich stört sowas arg, mittlerweile sind viele Bücher voller Patzer, dieses ist jedoch besonderes „gesegnet“ mit Fehlern dieser Art. Auch bleibt vieles unklar. Das größte Geheimnis ist wohl, was genau Hanna geschehen ist? War es eine Todgeburt? War es eine Fehlgeburt? War es was ganz anderes? Wollte sie wirklich mit diesem unreifen Hobbyzocker eine Familie gründen und wenn ja, wieso? Wovon lebt Hanna? Ausschließlich auf Kosten ihrer Eltern? Wie soll es beruflich weitergehen? Wovon will sie die Renovierung des Gästehauses bezahlen? Und so weiter. Frisch getrennt, arbeitslos und von Panikattacken geplagt beginnt sie eine - ja was eigentlich - mit einem Mann. Natürlich erscheint er perfekt. Und selbstverständlich geht’s direkt ins Bett. Ohne großes kennenlernen. In so ner kritischen Lebensphase absolut glaubwürdig. Es muss halt immer einen Typen geben, auf den Frau hoffen kann.
Hanna selbst ist, es tut mir fast schon leid es zu sagen super nervig. Sie dreht sich permanent um sich selbst ohne dies zu merken. Hat man Mitleid mit ihr? - definitiv. Ist ihr Leidensdruck nachvollziehbar und auch -fühlbar? - Besonders zu Beginn absolut ja. Suhlt sie sich in Selbstmitleid: Aber sowas von. Immerzu und immer wieder. Alle sind gegen sie. Denkt sie. Keiner ist für sie da. Behauptet sie. Und schließt gleichzeitig alle aus ihrem Leben aus.
Puh. Anstrengend. Sie ist unreif, auf eine sehr unangenehme Art und ihre 36 Jahre merkt man ihr zu keiner Zeit an. Sie lebt nicht im Ansatz ein „Erwachsenes“ Leben.
Wieso vergebe ich bei so viel Kritikpunkten 4 Sterne? Weil der Schreibstil wirklich alles rausreißt. Weil es Spaß gemacht hat, sich über Hannas Verhalten wahlweise zu wundern oder aufzuregen. Weil die familiären Verhaltensweisen putzig und gleichzeitig herausfordernd zu lesen waren. Weil der Schmerz, das Leben im Allgemeinen und die Hoffnung so real sind.
Daher 4 Sterne. Die Patzer nerven trotzdem 😉
Mir hat das Buch leider überhaupt nicht gefallen. Ich habe immer noch auf einen tieferen Sinn gehofft, aber den habe ich leider nicht finden können...
Ich empfand alle Personen als total anstrengend und die Stimme der Autorin ebenfalls. 🙈
Die Protagonistin soll 36 Jahre alt sein? Sie verhält sich wie eine 20jährige.
Keine Leseempfehlung/Hörempfehlung von mir 👎
Es gibt Bücher, die sich anfühlen, wie einkuscheliger nachmittag auf dem Sofa. Wie ein „warmer Kakao mit Sahne“ Gefühl…
Es gibt Bücher, die sich anfühlen, wie einkuscheliger nachmittag auf dem Sofa. Wie ein „warmer Kakao mit Sahne“ Gefühl…
So ein Buch war „Pause“ von Lena Kupke für mich. Ich bin in Hannas Geschichte gestolpert, ganz ohne Erwartungen und fühlte mich einfach direkt wohl.
Hanna ist 36 Jahre alt, als sie sich nach einem Zusammenbruch im Büro plötzlich in ihrem alten Kinderzimmer in Lüneburg wiederfindet.
Dort muss sie nicht nur versuchen sich den Routinen ihrer Eltern anzupassen, sondern findet auch endlich Zeit sich mit sich selbst auseinander zu setzen.
Lena Kupkes Schreibstil ist einfach so unfassbar wundervoll, dass ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen konnte. Obwohl in Hannas Vergangenheit einige bedrückende Erlebnisse passiert sind und schnell klar wird, dass es Hanna nicht so gut geht, wie sie gerne jedem Glauben machen will, ist der Text so humorvoll und witzig geschrieben, dass ich manchmal laut lachen musste beim Lesen.
Hanna ist ein Charakter, der absolut aus dem Leben gegriffen wirkt und mir sehr ans Herz gewachsen ist. Sehr begeistert haben mich auch Hannas Eltern, die irgendwie zum Teil völlig skurill, aber trotzdem so herzlich wirken.
„Pause“ ist für mich ein Buch gewesen, dass mich beim Lesen entschleunigt hat.
Es hat mich zum Nachdenken angeregt, und mich emotional wirklich sehr berührt.
Lena Kupke beschönigt nichts, zeigt keine rosarote, heile Welt, sondern spricht alltägliche Struggles an und verpackt alles in witzige Anekdoten, die trotzdem einen philosophischen Nachhall haben.
Von mir eine ganz, ganz große Lese- und auch Hörempfehlung!
Das Hörbuch ist nämlich von Lena Kupke selbst eingesprochen und mir hat ihre Umsetzung wahnsinnig gut gefallen.
Ich hoffe wirklich sehr, dass demnächst weitere Bücher auf uns zukommen werden.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Ich hätte niemals gedacht, dass dieses Buch mich so treffen wird. Ich hatte mich auf eine humorvolle, leichte entspannende Lektüre eingestellt. Aber dieses Buch ging dann doch tiefer in meine eigene Geschichte rein, als ich dachte. Ihr könnt euch denken: solche Bücher, liebe ich!
Hanna (ohne H am Ende, weil ein stummes Haar ist sowas von sinnlos) erleidet einen Zusammenbruch. Und weil ihr Freund gerade nicht greifbar ist und niemand anderes ihr das geben kann was sie gerade braucht, holen ihre Eltern sie kurzerhand ab und fahren mit ihr nach Hause, nach Lüneburg. Hanna ist der Provinz schon lange entwachsen. Jetzt im Arbeitszimmer des Vaters zu wohnen, vermittelt ihr gleichzeitig Geborgenheit und das Gefühl, versagt zu haben. Immer wieder findet sie sich in der Rolle der Pubertierenden wieder, dabei ist sie schon Mitte 30. doch ihre Mutter macht es ihr nicht leicht. Zwischen überbordender Liebe und Verständnis für die Probleme ihrer Tochter und krasser Abgrenzung und Sehnsucht nach Ruhe vermittelt sie Hanna ein Gefühl von „Komm her und geh weg“. Der Vater mit seinem Standardsatz: „Alles wird gut!“ ist ja auch keine besonders große Hilfe und machte auf mich den Eindruck, als ob er mit dieser hoffnungspendenden Bekundung ohne Substanz auf einen ungestörten Mittagsschlaf hofft. Und die Schwester Sara (ja auch sie braucht kein H) ist so schroff, dass man nicht genau weiß, wie die beiden ihre Pubertät überlebt haben. Trotz der vielen Worte redet niemand Tacheles, noch nicht mal dann, wenn Hanna es laut und deutlich einfordert. Ihr Freund Paul– wieder so ein Lappen– lässt sie am ausgestreckten Arm verhungern. Und Hanna kämpft, gegen ihre Verletzlichkeit, ihren Kummer, ihre Panikattacken und ihrem großen Verlangen endlich über alles zu sprechen. Gleichzeitig möchte sie aber auch niemandem zur Last fallen. Und dieses Dilemma ist mir mehr als bekannt.
Ich konnte das so gut verstehen! Ich lebe zwar in einer Familie, wo man sich eher mal Sachen unüberlegt an den Kopf wirft, um nachher die Scherben wieder aufzukehren. Aber wenn doch jemand sich dazu herablässt ausgiebig und lange zu schweigen - und das passiert durchaus – so ist das für mich kaum auszuhalten. Mir bereitet das körperliche Schmerzen - wobei, ich mache da gerade enorme Fortschritte und übe selber das Schweigen. Ich konnte die Wut und Verlangen danach etwas zu zerstören, selber ganz stark spüren. Wenn der Schmerz so groß ist, dann gerät das Nervensystem dermaßen durcheinander, das alles zum Problem wird. Das Atmen, das Verstehen, dass Regulieren. Einem nahestehende Personen, die auf der einen Seite total selbstbezogen mit Abgrenzung reagieren, auf der anderen Seite aber nicht als Egoisten dastehen möchten, verstärken das Ungleichgewicht. Mit zunehmendem Alter kann ich zwar den Wunsch nach Ruhe verstehen, aber ich fand Ambivalenz von Hannas Mutter schon ziemlich krass. Auch scheinen sich die Eltern von ihren Töchtern zwar einigermaßen distanziert, aber nicht abgenabelt zu haben. Als Erwachsene haben sie sie auf jeden Fall nicht gesehen.
Es bleiben ein paar Lehrstellen, und auch die Motivation von Hannas Familie ist nicht immer eindeutig und klar umzeichnet. Das fand ich allerdings gut, denn es lenkte somit auch nichts von den intensiven Gefühlen der Protagonistin ab. Hier ging es um sie und ich fand es nur gerecht, dass von ihrem Zorn nicht abgelenkt wurde. Ich weiß nicht, ob die Autorin damit eigene Gefühle verarbeiten wollte, aber wenn ich dieses Buch geschrieben hätte, wäre es für mich eine große Genugtuung, mich mit meinen Emotionen, so in den Mittelpunkt zu stellen. Ich stelle mir das sehr befreiend vor.
Auch stilistisch hat mich das Buch voll abgeholt. Die Dialoge fand ich sehr natürlich, was nicht unbedingt für meinen Umfeld spricht. Humor ist trotzdem offensichtlich nur manchmal so bitter, dass man nicht weiß, ob man lachen oder gegen eine Laterne treten soll.
Ich hätte Hanna gerne in den Arm genommen. Und dann hätten wir Molotow Cocktails gebaut.
Auch wenn ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte (so einen Alexander hätte ich auch mal gerne kennen gelernt), kann ich doch mit diesem leben. Nicht alles muss immer eindeutig und abgeschlossen sein.
Für mich war das ein Highlight und ich empfehle es allen, die mit ungeschönten Emotionen umgehen können und selber vielleicht gerne mal Dampf ablassen würden.
Bin ich sehr enttäuscht? Ja🥺
Davon mal abgesehen dass Zeitangaben durcheinander gewirbelt wurden, ohne dass es dem Lektorat auffällt, sie Wein trinkt obwohl sie die Bar verlassen hat oder auf Instagram rumscrollt, wo sie doch die App gelöscht hat, kommt halt auch erschwerend hinzu, dass sämtliche Protagonisten einen am Helm haben, mega anstrengend und unsympathisch sind. Ok nicht ganz, Alexander ist toll und die Nachbarin der Eltern.
Es wurde auch bis zum Schluss nicht klar benannt, was ihr widerfahren ist, ja man kann es sich denken aber leck mich am Arsch: Rede doch mal! Das bemängelt sie an allen, dass sie nicht gesehen wird, man ihr nicht beistand, nicht geredet wird.. aber sie jammert und heult nur um sich rum aber nennt die Dinge nicht beim Namen. Es war so unfassbar anstrengend.
Und wenn miteinander geredet wurde, ja Himmel, da stellen sich mir direkt wieder die Nackenhaare auf. Die Mutter besteht nur aus Wiederholungen ( generell gibt es sehr viele Wiederholungen im Buch), die Schwester ist auch nicht auszuhalten und Paul.. ach komm, ich will das Buch gar nicht so auseinandernehmen, es hat ja seiner Anhängerschaft. Meins war’s nicht.
Manche Bücher schaffen das Kunststück, schwere Themen zu behandeln und dabei gleichzeitig berührend, ehrlich und überraschend witzig zu sein. "Pause" gehört definitiv dazu!
Plot
Wenn das Leben ungefragt die Notbremse zieht. In dieser Geschichte geht es um Themen, die viele Menschen betreffen und über die trotzdem oft viel zu wenig gesprochen wird: Fehlgeburten, mentale Erschöpfung, Depressionen und Burnout. Statt diese Themen jedoch ausschließlich düster und bedrückend zu erzählen, gelingt es Lena Kupke, ihnen mit einer großen Portion Menschlichkeit, Selbstironie und feinem Humor zu begegnen. Genau dadurch fühlen sich die Figuren und ihre Erfahrungen umso greifbarer an🙏🏽
Protagonisten
Chaotisch, ehrlich und herrlich menschlich. Lena wirkt nicht wie eine reine Stellvertreterin für schwierige Themen, sondern wie ein echter Mensch mit Ecken, Kanten und dem Talent, auch in den absurdesten Situationen irgendwie weiterzumachen. Gerade diese Mischung aus Verletzlichkeit und trockenem Humor hat dafür gesorgt, dass ich mich ihr schnell verbunden gefühlt habe😌
Schreibstil
Leichtigkeit trifft Tiefgang. Was mich am meisten beeindruckt hat: Wie leicht sich dieses Buch trotz seiner Schwere lesen lässt. Lena Kupke schafft es, ernste Themen anzusprechen, ohne dass die Geschichte jemals erdrückend wird. Stattdessen gibt es immer wieder Momente, die einen zum Schmunzeln bringen und daran erinnern, dass das Leben manchmal die miesesten Karten verteilt – und man es trotzdem irgendwie schafft, weiter zu machen❤️🩹
Kritik
Ich habe erstaunlich wenig auszusetzen. Vielleicht nur, dass mich das Buch stellenweise so gut abgeholt hat, dass ich mich unangenehm oft ertappt gefühlt habe. Frechheit eigentlich😛
Fazit
"Pause" ist ein ehrliches, berührendes und gleichzeitig unglaublich unterhaltsames Buch über Themen, die oft im Verborgenen bleiben. Es beweist, dass man über Schmerz schreiben kann, ohne die Hoffnung zu verlieren – und dass Humor manchmal genau das ist, was man braucht, um schwierige Zeiten zu überstehen🙏🏽
Wer ein Buch sucht, das ernste Themen mit Herz, Humor und erstaunlich viel Leichtigkeit erzählt, sollte dieses unbedingt lesen – ich kann es wärmstens empfehlen!
So gut!! Seit langem ein richtiges Highlight. Jede Seite geliebt.
Tolle komische, berührende Szenen mit den Eltern, die manchmal zum Brüllen komisch sind!
Pause hat mich von Anfang an abgeholt. Ich mochte den Schreibstil total gerne, weil er so direkt und ehrlich ist. Die Gedanken und Gefühle von Hanna werden ungefiltert ausgesprochen, ohne dass etwas beschönigt oder unnötig ausgeschmückt wird.
Das Thema fand ich sehr stark und wichtig. Es ist emotional, bewegend und wahrscheinlich etwas, womit viele Menschen etwas anfangen können. Besonders die Familiendynamik hat bei mir einige Emotionen ausgelöst – manche Situationen haben mich wirklich wütend gemacht.
Hanna war für mich nicht immer einfach. Zwischendurch hat sie mich etwas genervt, weil sie sich oft selbst in die Opferrolle gedrängt hat. Trotzdem hat das für mich zu ihrer Figur und ihrer Entwicklung gepasst.
Ich freue mich auf hoffentlich viele weitere Bücher von Lena.
PAUSE - Lena Kupke - dtv - ET 15.05.2026 - 316 Seiten
Worum geht‘s?
Schicksalsschlag, toxisches Umfeld, Aufarbeitung von Traumata und Kindheitsthemen
Mein Leseeindruck:
Hanna, 36, wird nach Einlieferung ins Krankenhaus nach einer Panikattacke von ihren Eltern wieder in heimatliche Gefilde geholt. Drei Erwachsene leben nun plötzlich wieder zusammen auf engem Raum, müssen sich zusammenraufen, neu erfinden im Zusammenleben. Durch diese Notsituation trifft Hannah auf ihr Kindheits- und Teenie-Ich, nähert sich wieder ihrer Schwester an, lernt, sich zu heilen und loszulassen, ergreift die Chance, sich auf Neues einzulassen. Geht wieder aus, feiert, lernt einen neuen Mann kennen und lieben. Lustig, ehrlich, unterhaltsam ist diese kleine Pause und sehr empfehlenswert zu lesen, denn irgendwann kommt doch jeder einmal wieder in die Situation, dass das eigene Elternhaus beziehungsweise die Eltern und Geschwister doch diejenigen sind, die einem am nächsten stehen und Halt geben können. Ein absolut warmherziges, unterhaltsames, authentisches, flüssig zu lesendes Buch über Traumata, den manchmal langen Weg bis zur Verarbeitung, welches ich innerhalb eines Tages gelesen habe.
Lena Kupkes Debütroman Pause und dessen Protagonistin Hanna zeichnen ein fiktives Bild des Lebens ab, dass ich schon gar nicht mehr "fiktiv" nennen würde. Es gab so viele Momente, in denen ich mich mit Hanna identifizieren konnte, und dann gab es wiederum Momente, in denen mich ihr Verhalten aufgeregt hat und auch diese Momente konnte ich wertschätzen, denn diese Momente, zusammen mit den relatable Momenten, machen Hanna und ihre Gefühlswelt so unfassbar menschlich. Allgemein verbreitet dieser Roman ein unglaubliches Gefühl und Verständnis des Mensch-Seins und vor allem des Frau-Seins. Auch die Charaktere um Hanna herum, fühlen sich an wie Menschen, die jeder in seinem Leben kennt oder kennengelernt hat. Ein Roman, der in all seinen Facetten wie mitten aus dem Leben gegriffen wirkt.
Lena Kupke erzählt in ihrem Debütroman Pause die Geschichte der 36-jährigen Hanna, die nach einem Zusammenbruch und einer Panikattacke gezwungen ist, ihr Leben in Berlin hinter sich zu lassen und vorübergehend zurück zu ihren Eltern nach Lüneburg zu ziehen. Dort wird sie nicht nur mit ihrer Familie, sondern auch mit alten Wunden, verdrängten Gefühlen und der Frage konfrontiert, wie man wieder zu sich selbst findet. Dabei verbindet die Autorin ernste Themen wie mentale Gesundheit, Überforderung und familiäre Dynamiken mit viel Humor und einer überraschenden Leichtigkeit.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Thematik ist sensibel und nachvollziehbar ausgearbeitet, und besonders Hanna konnte ich hervorragend verstehen. Viele ihrer Gedanken und Reaktionen wirkten auf mich absolut authentisch, sodass ich in einigen Situationen wahrscheinlich ähnlich gehandelt hätte. Gerade deshalb fiel es mir leicht, mit ihr mitzufühlen und ihre Entwicklung mitzuverfolgen.
Der Schreibstil ist angenehm frisch, modern und eher jung gehalten, wodurch sich das Buch sehr leicht lesen lässt. Obwohl hier ein ernstes Thema behandelt wird, schafft Lena Kupke es, immer wieder humorvolle Momente einzubauen, sodass die Geschichte nie zu schwer wirkt. Gleichzeitig regt sie an mehreren Stellen zum Nachdenken an und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es manchmal ist, sich eine Pause zu erlauben.
Einen kleinen Kritikpunkt hatte ich allerdings: Bei den Zeitangaben bin ich teilweise etwas ins Stolpern geraten. An einer Stelle ist von 2026 die Rede, an anderer wieder von 2023, obwohl es keine erkennbaren Zeitsprünge gibt. Entweder habe ich hier etwas übersehen oder es hat sich tatsächlich ein Fehler eingeschlichen. Das hat mich kurz irritiert, aber den Lesegenuss insgesamt nicht wirklich geschmälert.
Alles in allem ist Pause ein gelungenes, ehrliches und emotionales Buch, das ernste Themen mit Wärme und Humor verbindet. Es hat Spaß gemacht zu lesen und gleichzeitig Denkanstöße gegeben. Von mir gibt es starke 4 von 5 Sternen. ⭐⭐⭐⭐☆
Pause von Lena Kupke habe ich sehr gern gelesen und gehört, eingelesen von der Autorin.
Hanna landet nach einem Zusammenbruch im Krankenhaus, sie bekommt Panikattacken, Schweißausbrüche und fängt scheinbar grundlos an zu weinen. Ihr Freund Paul muss arbeiten und kann sie nicht im Krankenhaus abholen, dafür sind aber ihre Eltern sofort bereit, zweihundert Kilometer zu fahren, um ihr Kind nach Hause zu holen.
Für Hanna ist es ein seltsames Gefühl, wieder im Elternhaus zu wohnen. Aus verschiedenen Gründen verlängert sich ihr Aufenthalt, und sie braucht Klamotten und Kosmetika. Sie besucht ihre Schwester Sara, die mit ihrer Freundin in der Nähe der Eltern wohnt. Wie früher als Kinder geraten sie schnell aneinander und stoßen sich gegenseitig vor den Kopf.
Hanna kam mir mit ihren 35 Jahren sehr unreif vor, eher wie eine 20- als eine 35jährige. Über die mit Anglizismen gespickten Nachrichten ihrer Freundin Blanca habe ich mich köstlich amüsiert.
Hannas Erlebnisse aus der Yoga-Stunde kamen mir bekannt vor: „Büromäuse, die Adidas oder Nike tragen, die ihre Socken immer einen Tick zu lange anlassen, bis die Lehrerin im passiv-aggressiver Yogasprache sagt: „Wenn du magst, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, deine Socken auszuziehen, falls du welche trägst.“ Und alle Yogis wissen, dass sie eigentlich sagen möchte: WTF! Zieht eure Socken aus! Ihr habt doch sonst gar keinen Grip!“ (S. 126)
Was ich nicht gebraucht hätte, waren die Einblicke in Hannas Intimleben, ich verzichte gern auf Geschichten über Schamlippen und Pobacken.
Ich konnte mich sehr gut mit Hannas Mutter identifizieren, was wahrscheinlich daran liegt, dass wir in einem ähnlichen Alter sind. Ich fand sie ihrer Tochter gegenüber sehr liebevoll und fürsorglich, genau wie Hannas Vater, den ich auch sehr mochte. Bei den Mutter-Tochter- und Vater-Tochter-Gesprächen hatte ich meistens ein Lächeln im Gesicht.
Was der Auslöser für Hannas Zusammenbruch war, wird spätestens am Ende klar, als sie nach einer unsensiblen Bemerkung ihrer Mutter ausrastet.
Das Ende hat mir gut gefallen, Hanna ist auf dem Wege der Besserung, was sie auch ihrem Onkel Thommi zu verdanken hat. Das Buch hat mich gut unterhalten und mich oft zum Schmunzeln, manchmal zum Stirnrunzeln gebracht. Ich habe es gern gelesen und empfehle es weiter.
Mit „Pause“ ist Lena Kupke ein berührender und außergewöhnlich authentischer Roman gelungen, der lange nach dem Lesen – beziehungsweise in meinem Fall nach dem Hören – nachwirkt. Die Geschichte begleitet die 36-jährige Hanna, die eines Tages im Krankenhaus aufwacht und erfährt, dass sie einen epileptischen Anfall erlitten hat. Von einem Moment auf den anderen wird sie gezwungen, ihren gewohnten Alltag zu unterbrechen und für einige Tage zu ihren Eltern zurückzukehren. Was zunächst wie eine vorübergehende Notlösung erscheint, entwickelt sich schnell zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Familie, Beziehungen, Erwartungen und den großen Fragen des Lebens.
Besonders beeindruckt hat mich die Realitätsnähe der Geschichte. Die Situation, in der sich Hanna wiederfindet, wirkt zu keinem Zeitpunkt konstruiert oder übertrieben. Im Gegenteil: Sie zeigt, wie schnell sich das eigene Leben durch ein unerwartetes Ereignis verändern kann. Die Rückkehr ins Elternhaus macht deutlich, dass nicht nur Hanna sich im Laufe der Jahre verändert hat, sondern auch ihre Eltern. Alte Gewohnheiten, unausgesprochene Konflikte und unterschiedliche Lebensentwürfe prallen aufeinander. Genau diese Dynamik macht den Roman so glaubwürdig und nachvollziehbar.
Eine der größten Stärken des Buches ist die Art und Weise, wie Lena Kupke die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer Protagonistin schildert. Hanna ist eine Figur mit Ecken und Kanten, deren Ängste, Hoffnungen, Zweifel und Sehnsüchte sehr ausführlich dargestellt werden. Dadurch fällt es leicht, sich in ihre Lage hineinzuversetzen. Man erlebt ihre Unsicherheit, ihre Verletzlichkeit und ihre innere Zerrissenheit unmittelbar mit. Gleichzeitig begleitet man sie auf einer Reise, die sie dazu zwingt, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen.
Während der Handlung macht Hanna Erfahrungen, die viele Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen nachvollziehen können. Sie erlebt, wie es sich anfühlt, im Stich gelassen zu werden, aber auch, wie wichtig echte Zuneigung und Unterstützung sind. Sie erfährt Liebe, Ablehnung, Nähe und Distanz – oft gleichzeitig. Gemeinsam mit ihr stellt sich der Leser Fragen, die universeller kaum sein könnten: Was brauchen wir wirklich zum Leben? Was bedeuten Liebe, Familie und Freundschaft? Und wie definieren wir diese Begriffe eigentlich für uns selbst?
Diese philosophischen und emotionalen Fragestellungen werden dabei nicht belehrend präsentiert, sondern ergeben sich ganz natürlich aus der Handlung und den Beziehungen der Figuren. Gerade deshalb regen sie zum Nachdenken an und verleihen der Geschichte eine besondere Tiefe.
Ich habe „Pause“ als Hörbuch erlebt, das von Lena Kupke selbst eingelesen wurde. Ihre Lesung hat mich zusätzlich begeistert. Man spürt beim Zuhören, wie eng die Autorin mit ihren Figuren verbunden ist. Sie verleiht Hanna und den anderen Charakteren eine glaubwürdige Stimme und transportiert die Emotionen der Geschichte auf eine sehr authentische Weise. Das Hörbuch wirkt dadurch besonders lebendig und intensiv.
Ganz persönlich hat mich dieses Buch auch deshalb so stark berührt, weil ich mich in Teilen von Hannas Geschichte wiedergefunden habe. Mitte April 2026 bin ich aus demselben Grund wie Hanna im Krankenhaus gelandet und musste ebenfalls eine unerwartete Pause von meinem gewohnten Alltag einlegen. Dadurch konnte ich viele ihrer Gedanken, Sorgen und Gefühle besonders gut nachvollziehen. Das Buch hat mir eindrucksvoll vor Augen geführt, wie einschneidend solche Ereignisse sein können, aber auch, wie wichtig es ist, innezuhalten und den Blick auf die Menschen und Dinge zu richten, die im Leben wirklich zählen.
„Pause“ ist ein emotionaler, kluger und lebensnaher Roman über Verletzlichkeit, Familie, Freundschaft und Selbstfindung. Lena Kupke gelingt es, eine Geschichte zu erzählen, die ebenso persönlich wie universell ist. Wer Bücher mit authentischen Figuren, tiefgründigen Themen und einer großen emotionalen Ehrlichkeit schätzt, sollte diesem Roman unbedingt eine Chance geben.
Pause hat mir von der ersten Seite an richtig gut gefallen. Ich habe das Buch in nur zwei Tagen durchgelesen, weil ich es schlicht nicht aus der Hand legen konnte. Besonders der Schreibstil hat mich abgeholt: leicht, direkt, warm – und gleichzeitig voller feiner Zwischentöne.
Hannas Gefühle konnte ich durchweg gut nachvollziehen. Ihre Unsicherheiten, ihre Sehnsucht nach Klarheit, ihre kleinen und großen inneren Kämpfe – all das wirkte für mich authentisch und nah.
An ein paar Stellen hatte ich allerdings Mühe, die zeitliche Abfolge der Ereignisse einzuordnen. Manchmal hatte ich das Gefühl, etwas überlesen zu haben oder dass Übergänge bewusst offen gelassen wurden. Das hat meinen Lesefluss aber kaum gestört, eher kurz irritiert.
Eine Geschichte, die zeigt, wie schwer und gleichzeitig befreiend es sein kann, sich selbst eine Pause zu gönnen.
Hat mich absolut gefesselt, sodass ich es in kürzester Zeit durchgelesen habe. Sehr gut fand ich das Spannungsfeld von erwachsener Tochter im Elternhaus und mit wie vielen Facetten die Eltern gezeichnet wurden. Ebenso großartig die Beschreibung dessen, dass man nicht alles von seinen Eltern erwarten und diese in ihren Grenzen und ihrer jeweiligen Liebessprache erkennen und akzeptieren muss.
Zuweilen wirkten Figuren und Szenen aber auch etwas zu konstruier. Hier insbesondere der perfekte Alexander und die gemeinsame Höhepunktszene der Familie am Ende.
Dennoch bleibt, dass ich einen großen Lesespaß hatte und es sich bei dem Roman ja auch um ein Debut handelt.
Mit Pause hat Lena Kupke mich von der ersten Minute an abgeholt. Ich war sofort in Hannas Leben drin und habe mit ihr mitgefühlt. Besonders die Dialoge haben mich beeindruckt: intensiv, authentisch und so nahbar, als wäre man selbst Teil der Gespräche.
Trotz der schweren und intensiven Themen schafft Lena Kupke eine besondere Atmosphäre, die das Buch zu einem eindringlichen, aber gleichzeitig sehr zugänglichen Leseerlebnis macht. Ein Roman, der nachhallt und zum Nachdenken anregt.
Hat euch schon einmal ein Buch gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen gebracht?
Mit Pause von Lena Kupke, erschienen im dtv Verlag, hatte ich genau dieses Leseerlebnis. Ich folge Lena Kupke schon seit längerer Zeit auf Social Media und liebe ihren Humor. Ihre Reels schaffen es regelmäßig, mich zum Lachen zu bringen. Umso gespannter war ich auf ihren Roman. Schon der Klappentext machte jedoch deutlich, dass mich hier keine reine Wohlfühlkomödie erwarten würde.
Triggerwarnung: Fehlgeburt, Panikattacken, Depressionen.
Im Mittelpunkt steht Hanna, Mitte dreißig, die nach einer Panikattacke im Krankenhaus landet. Obwohl die Ärzte weitere Untersuchungen empfehlen, verlässt sie die Klinik und lässt sich von ihren Eltern abholen. Eigentlich soll es nur ein kurzer Aufenthalt in ihrem Heimatort werden. Doch schnell wird klar, dass Hanna viel mehr mit sich herumträgt, als sie sich selbst eingestehen möchte.
Zurück im Elternhaus fühlt sich das Lesen stellenweise wie eine Reise in die Vergangenheit an. Die Eltern sind ein eingespieltes Team mit festen Ritualen und klaren Abläufen. Alles wirkt auf den ersten Blick etwas kleinstädtisch und spießig, gleichzeitig aber auch vertraut und geborgen. Besonders die Beziehung zu ihrem Vater hat mir sehr gefallen. Zwischen den Zeilen spürt man die tiefe Verbundenheit der beiden.
Ihre Mutter ist eine Figur, die mich immer wieder beschäftigt hat. Einerseits sorgt sie sich um ihre Tochter und liebt sie aufrichtig. Andererseits ist sie so sehr in ihrem eigenen Leben angekommen, dass für Hannas Krise oft wenig Raum bleibt. Genau diese Ambivalenz macht die Figur für mich so glaubwürdig.
Auch Hannas Schwester sorgt immer wieder für Dynamik. Die beiden verbindet eine typische Geschwisterbeziehung zwischen Nähe, Streit, Verständnis und Missverständnissen. Während Hanna sehr emotional ist und über Gefühle sprechen möchte, begegnet ihre Schwester vielen Dingen eher pragmatisch und mit einer gewissen Distanz.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit. Lena Kupke schafft es, Sarkasmus und Situationskomik in eine Geschichte einzubauen, die gleichzeitig von Verlust, Trauma und dem Druck erzählt, immer funktionieren zu müssen. Mehr als einmal musste ich lachen, und nur wenige Seiten später wurde es wieder sehr still und nachdenklich.
Ein echtes Highlight waren für mich die Sprachnachrichten von Hannas Freundin aus Berlin. Sie haben mich großartig unterhalten. Jeder erzählt eigentlich nur das, was ihn gerade selbst beschäftigt, so funktionieren Sprachnachrichten meiner Meinung nach, wenn ich das mal so von Außen wahrnehme.
Pause ist für mich ein Roman über das Innehalten. Über Menschen, die zu lange versucht haben zu funktionieren. Über Trauer, die keinen festen Zeitplan kennt. Über Fehlgeburten, psychische Belastungen und die Erwartungen, die wir an uns selbst stellen. Gleichzeitig ist es aber auch ein warmherziges, humorvolles und sehr menschliches Buch.
Lena Kupke hat mich nicht nur unterhalten, sondern auch überrascht. Hinter dem Humor steckt eine Autorin, die schwierige Themen mit viel Feingefühl erzählt und Figuren erschafft, die sich anfühlen, als könnte man ihnen jederzeit begegnen.
Das war mal eine Achterbahn der Gefühle, ich habe gelacht, geweint und war wütend.
In der ein oder anderen Situation habe ich mich selbst ein bißchen wieder gefunden, vllt war es deshalb so emotional Hanna auf ihrem Weg zu begleiten.
Manchmal wünsche ich mir auch ein Haus in einem schwedischen Wald für eine Pause.
Warmherzig, ehrlich und nachdenklich – auch wenn mir die vielen schweren Themen stellenweise zu viel waren.
Hanna wird nach einem einschneidenden Erlebnis gezwungen, ihr Leben anzuhalten. Sie verlässt Berlin und kehrt zurück zu ihren Eltern nach Lüneburg. Dort trifft sie nicht nur auf ihre Vergangenheit, sondern auch auf familiäre Konflikte, die lange unter der Oberfläche geschlummert haben.
Lena Kupke schreibt sehr menschlich, warmherzig und mit einem feinen Humor. Ich konnte mich gut in Hanna hineinversetzen und habe ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen können. Besonders gefallen hat mir, wie ehrlich über Überforderung, Trauer und die Suche nach dem eigenen Weg gesprochen wird.
Gleichzeitig war das Buch für mich stellenweise auch anstrengend zu lesen. Hanna scheint mit einer ganzen Reihe schwerer Probleme konfrontiert zu sein – vom schwierigen Verhältnis zu ihrer Familie über die belastende Beziehung zu Paul bis hin zu weiteren Schicksalsschlägen, die nur angedeutet werden. Manchmal war mir diese Häufung persönlicher Krisen etwas zu viel.
Deshalb habe ich für dieses Buch deutlich länger gebraucht als gewöhnlich. Nicht, weil es schlecht geschrieben wäre – im Gegenteil. Die Themen sind einfach schwer und verlangen Zeit, um verarbeitet zu werden.
Trotz einiger offener Fragen am Ende hat mich Pause berührt. Es ist ein nachdenkliches Buch über Verlust, Heilung, Familie und die Erkenntnis, dass Hilfe anzunehmen oft der erste Schritt zurück ins Leben ist.
Mit viel Feingefühl, Ehrlichkeit und leisen Zwischentönen erzählt der Roman von Überforderung, Sehnsucht nach Ruhe und dem Versuch, sich selbst nicht zu verlieren. Besonders in Hanna konnte ich mich in einigen Situationen sehr gut hineinversetzen – genau das hat das Buch für mich so greifbar gemacht.
Die Atmosphäre ist ruhig und gleichzeitig emotional nahbar, ohne dabei kitschig zu werden. Für mich definitiv ein Buch, das nachhallt.
Hanna muss gezwungenermaßen Maßen mit 36 von Berlin wieder zu ihren Eltern nach Lüneburg ziehen.
Wir haben einen Lebenskrise-Roman.
Hannas Leben verläuft nicht wie gewünscht.
Der Job läuft mies,ihr langjähriger Freund macht schluss und ihre Familie steckt voller Generationstraumata( emotionale Unreife etc ).
In der gesamten Geschichte spürt man das unwohl Gefühl welches Hanna bei ihren Eltern hat.
Sie sind nicht bösartig,aber selber voll mit umverarbeiteten Dingen.
Es wird mehrfach bis kurz vor Ende erwähnt ,dass Hanna etwas schreckliches erlebt hat was die Familie scheinbar einfach unter den Teppich kehrt(wie alle Probleme).
Ich habe es beendet und fand es nicht schlecht,jedoch war es nicht das Highlight was ich gehofft hatte.
Mir fehlte der rote Faden. Mir waren die Protagonisten,alle bis auf die Nachbarin von Hannas Eltern allesamt unsympathisch.
Die Zeitangaben scheinen in diesem Debüt nicht gut durchdacht worden zu sein.
Zudem hat mir mehr von Alexander gefehlt. Einem sehr tollen Mann , der Hanna seit langem ein gutes Gefühl gibt.Nein, ich wollte keine Lovestory aber die Sache mit Alexander hätte etwas mehr einfließen dürfen(für meinen Geschmack!).
Nachdem Hannas Leben so arg aus den Fugen geraten ist, dass plötzlich nichts mehr geht und sie sich schließlich im Krankenhaus wiederfindet, muss sie, mit ihren 36 Jahren, zurück ins Haus ihrer Eltern ziehen. Von Berlin nach Lüneburg und dann auch noch mitten hinein ins elterliche Familienleben - für Hanna nicht nur eine Niederlage, sondern der reinste Alptraum. Lena Kupke erzählt in ihrem Roman „Pause“ die Geschichte vom langen und schmerzhaften Weg der Selbstfindung. Sie erzählt von Familie, von Verlust, Liebe und der Verarbeitung von Schicksalsschlägen, sowie von Zusammenbruch und Neubeginn.
Vielleicht war ich im ersten Moment vom schonungslos offenen Schreibstil und der, teils überaus humorvollen, Ehrlichkeit der Autorin etwas „schockiert“. Allerdings habe ich diese dann auch ebenso schnell lieben gelernt. Rückblickend betrachtet würde ich sagen, macht genau diese das Buch nicht nur aus, sondern trägt auch dazu bei, dass die Passagen nicht langatmig erscheinen. Auch die Charaktere finde ich großartig gezeichnet und dargestellt. Manchmal vielleicht etwas „drüber“, doch genau deshalb fühlen sie sich auch so ECHT an.
Ja, im Buch werden allerhand Klischees bedient, allerdings möchte ich mich nicht davon freisprechen, dass ich diese, genauso wie Hannas gelegentlich doch recht „unpassenden“ Gedanken, nicht manchmal auch genau so in meinem Kopf habe. Auch kenne ich das Gefühl der Hauptprotagonistin nur allzu gut, wenn das Leben plötzlich über einem zusammenbricht, man Schicksalsschläge erleidet, ohne Plan dasteht, das Umfeld mit Schweigen reagiert und man als logische Konsequenz Panikattacken entwickelt. Sich nur noch nach einer PAUSE sehnt. Daher ist die Erzählung aus meiner Sicht absolut authentisch, nachvollziehbar und dabei auch noch herrlich ehrlich, teilweise „rotzig“ und ebenso mutig. Mich hat das Buch jedenfalls komplett abgeholt und auch sehr berührt.
Ich habe übrigens das Hörbuch gehört und war bei der Auswahl zunächst etwas skeptisch, da es sich um eine Autorenlesung handeln sollte. Völlig unbegründet, denn wie sich schnell herausstellte, lag ich mit meinen Befürchtungen völlig falsch! Ich glaube sogar, dass erst das gesprochene, eigene Wort von Lena Kupke der Geschichte so richtig Leben und Tiefgang eingehaucht hat. Durch ihren lebhaften, akzentuierten Vortrag hat sie nicht nur die jeweils vorherrschenden Stimmungen lebensecht transportiert, sondern auch die Einzigartigkeit der jeweiligen Charaktere. Insbesondere die Darstellung der Mutter - ich kenne diese Art von Menschen und konnte sie 1:1 wiedererkennen - ist grandios!
Fazit: Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht diesem Hörbuch zu lauschen! Es hat mich sowohl zum Lachen und Erröten, als auch zum Nachdenken und Weinen gebracht. Aufgrund eigener, ähnlicher Erfahrungen hat es mich darüber hinaus auch sehr berührt, ja, vielleicht sogar Trost und Hoffnung gespendet. Für mich auf jeden Fall ein nachhallendes Jahreshighlight, das ich wärmstens empfehlen kann!
Für mich eine nahbare Geschichte mit einer Hauptperson, in der ich mich oft wiedererkannt habe. Mit unseren Sorgen, Ängsten und Problemen niemandem zur Last fallen zu wollen, kennen Millenial Frauen nur zu gut. Wir wurden erzogen als die Starken, die, die alles werden können. Nur Gefühle durften wir dabei keine haben. Hanna ist eine von vielen, die einfach keine Kraft mehr hat, alle Last alleine tragen zu müssen. Zu Recht! Ich mag das Buch.
Ich weiß nicht ob ich mich mehr in Hanna oder ihre Mutter reinversetzen konnte. Toll geschrieben und von der Autorin gelesen. Oft musste ich mir win Lachen verkneifen qeil die Situationen einfach auf den Punkt nachvollziehbar waren. Da mich das Ende nicht völlig zufrieden gestellt hat, keine 5 Sterne.
Und die Moral von der Geschichte… keine Ahnung hahaha
Lang lang lang hat mich kein Buch mehr soooo sauer gemacht wie das hier. Alle bis auf Alexander waren die meiste Zeit unerträglich 😂 ich weiß auch jetzt am Ende noch nicht so wirklich was die Moral von der Geschichte ist, aber das Buch hat mich trotz der ernsten Themen super entertained, ich hatte richtig Spaß und hab mich mit manchen Aussagen sehr repräsentiert gefühlt lol. Ja, keine Ahnung ich bin irgendwie verwirrt aber würde es auf jeden Fall empfehlen
"Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst!"
Dieses Buch hat mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt, weil ich so gut mit der Protagonistin Hanna mitfühlen konnte.
Die Geschichte hat mich berührt und zum Nachdenken gebracht, gerade was die Themen Mental Health, zu sich selbst finden und das Gefühl Rückschritte zu machen und zu versagen angeht. Doch Hanna macht keine Rückschritte, sondern lernt endlich, sich auch einmal Zeit für sich zu nehmen.
Die Geschichte beginnt dort, wo Hanna am Ende ihrer Kraft zu sein scheint. Durch ihren Zusammenbruch ist sie gezwungen, vorerst zurück zu ihren Eltern zu ziehen. Ab da erlebt sie ein ständiges Auf und Ab, begegnet vielen Konflikten, gesteht sich so manche Wahrheit ein und geht der Frage nach, wer sie eigentlich ist, wenn sie nicht stark sein muss.
Dabei fand ich Hanna enorm stark. Zwar hat sie mich zwischendurch etwas genervt, jedoch fand ich die Art, wie sie geschrieben wurde in keiner Sekunde überzogen. Ich fand sie im Gegenteil sogar von Seite zu Seite nahbarer, mit all ihren Charakterzügen und Emotionen.
(Aber eine Frage kann ich mir dennoch nicht verkneifen: Wer bitte findet Menschen komisch, weil sie dreiviertel acht sagen? Das ist eine legitime Zeitangabe. 🤭🙂↕️)
Der Schreibstil von Lena Kupke ist recht modern, die Dialoge wirken authentisch und die Sprechweise manchmal etwas ungewohnt. Gerade das fand ich jedoch spannend. Ich hatte das Gefühl, dass gerade das mir sehr dabei geholfen hat, Hanna besser zu verstehen und mit ihr mitzufühlen.
Das Buch behandelt viele wichtige, wenn auch oft unterdrückte Emotionen: Wut, Frust, Ängste und Burnout und das auf eine so greifbare Weise, dass mich der Fragebogen, den Hanna für eine Bewilligung ihres Reha-Antrags ausfüllen sollte, selbst ziemlich beschäftigt hat.
Es ist kaum zu glauben, dass es sich hierbei um ein Debüt handelt, diesen Faktor mit einbezogen, geht eine große Leseempfehlung raus.
Meine Meinung:
Im Moment lese ich zwischendurch super gerne mal ruhige Bücher oder Romane. Das hier war mein erstes Buch der Autorin und anfangs war ich auch total begeistert. Insgesamt ist es ein solides, gutes Buch geworden, allerdings mit einigen Schwächen. Gerade bei diesem Thema hätte ich mir einfach noch mehr Emotionen und Tiefgang gewünscht, aber dazu gleich mehr.
Hanna ist eine junge Frau, die nach einer heftigen Panikattacke im Krankenhaus landet. Eigentlich müsste sie sich und ihrem Leben dringend eine Pause gönnen, aber sie wollte es einfach nicht wahrhaben. Als sie im Krankenhaus liegt, kann sie niemand abholen, nicht einmal ihr Freund Paul. Da sie in Berlin lebt, holen ihre Eltern sie kurzerhand zu sich nach Lüneburg, wo sie nun wieder in ihrem alten Kinderzimmer schläft.
Was eigentlich nur für eine Nacht gedacht war, wird zu einem längeren Aufenthalt. Hanna trägt eine enorme Last mit sich herum, die sie kaum verkraften kann. Ihre Überforderung äußert sich oft in Aggressionen, Alkohol und viel Gezicke. Da ihre Mutter leider auch keine grande Stütze ist, fühlt sich Hanna von allen komplett unverstanden. Sie kann mit niemandem über das reden, was sie durchgemacht hat, selbst ihr Freund Paul versteht sie nicht. Mit ihrem Schicksal ist sie völlig überfordert und kommt aus dem Weinen gar nicht mehr heraus.
Gerade bei so einem sensiblen Thema hätte ich mir einfach gewünscht, dass man noch viel tiefer auf ihre Gefühle eingeht. Stellenweise zog sich die Geschichte dadurch leider etwas und war mir manchmal ein bisschen zu langatmig. Ich fand die Figur der Hanna an sich gut, aber durch ihre Art kam sie mir trotz ihrer schweren Last manchmal wie eine verzogene Göre vor. Was mich außerdem im Lesefluss gestört hat, waren die extremen Zeitsprünge. Dadurch hat Hanna für mich zwischendurch leider etwas an Authentizität verloren.
Dennoch ist es ein solider Roman, der mir schöne Lesestunden geschenkt hat. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Lust auf eine emotionale Geschichte für zwischendurch hat.
Meine Meinung:
Im Moment lese ich zwischendurch super gerne mal ruhige Bücher oder Romane. Das hier war mein erstes Buch der Autorin und anfangs war ich auch total begeistert. Insgesamt ist es ein solides, gutes Buch geworden, allerdings mit einigen Schwächen. Gerade bei diesem Thema hätte ich mir einfach noch mehr Emotionen und Tiefgang gewünscht, aber dazu gleich mehr.
Hanna ist eine junge Frau, die nach einer heftigen Panikattacke im Krankenhaus landet. Eigentlich müsste sie sich und ihrem Leben dringend eine Pause gönnen, aber sie wollte es einfach nicht wahrhaben. Als sie im Krankenhaus liegt, kann sie niemand abholen, nicht einmal ihr Freund Paul. Da sie in Berlin lebt, holen ihre Eltern sie kurzerhand zu sich nach Lüneburg, wo sie nun wieder in ihrem alten Kinderzimmer schläft.
Was eigentlich nur für eine Nacht gedacht war, wird zu einem längeren Aufenthalt. Hanna trägt eine enorme Last mit sich herum, die sie kaum verkraften kann. Ihre Überforderung äußert sich oft in Aggressionen, Alkohol und viel Gezicke. Da ihre Mutter leider auch keine grande Stütze ist, fühlt sich Hanna von allen komplett unverstanden. Sie kann mit niemandem über das reden, was sie durchgemacht hat, selbst ihr Freund Paul versteht sie nicht. Mit ihrem Schicksal ist sie völlig überfordert und kommt aus dem Weinen gar nicht mehr heraus.
Gerade bei so einem sensiblen Thema hätte ich mir einfach gewünscht, dass man noch viel tiefer auf ihre Gefühle eingeht. Stellenweise zog sich die Geschichte dadurch leider etwas und war mir manchmal ein bisschen zu langatmig. Ich fand die Figur der Hanna an sich gut, aber durch ihre Art kam sie mir trotz ihrer schweren Last manchmal wie eine verzogene Göre vor. Was mich außerdem im Lesefluss gestört hat, waren die extremen Zeitsprünge. Dadurch hat Hanna für mich zwischendurch leider etwas an Authentizität verloren.
Dennoch ist es ein solider Roman, der mir schöne Lesestunden geschenkt hat. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Lust auf eine emotionale Geschichte für zwischendurch hat.
Ich hab super schnell in das Buch und die Geschichte gefunden, die Charaktere Bleiben größtenteils flach aber irgendwie müssen sie auch nicht super tief sein für die Geschichte.
Ich fand das Buch sehr calming und beruhigend zu lesen.
Schreibstil ist super leicht und man ist schnell durch.
Süße Sommer Lektüre mit viel Familie, Heimat, Wurzeln, und Kindheit.
Ich glaube langsam das war einfach nicht mein Buch, vor allem wenn ich die Rezensionen, welche größten teils positiv ausfallen, lese. Es war gut zu lesen & jetzt auch nicht so dass ich am liebsten abgebrochen hätte aber ich hab mich echt oft aufgeregt & hätte Hanna am liebsten einfach mal fest geschüttelt. Das Ende hat es dann komplett verkackt weil ich natürlich gerne mehr Infos gehabt hätte wie es weiter ging..
Habe ich sehr gerne gelesen. Ja, manchmal kann man nicht nachvollziehen, warum Hanna reagiert, wie sie reagiert, aber das muss man eben auch nicht. Sie nimmt uns mit auf eine Reise in ihre Gedanken und die sind eben nicht rational.
„Manchmal merkt man erst, wenn alles zusammenbricht, wer wirklich da ist.“ 🤍
Dieses Buch hatte ich ehrlich gesagt lange überhaupt nicht auf dem Schirm. Ich habe es irgendwann ständig bei Social Media gesehen, mir dann aus Neugier die Leseprobe runtergeladen … und danach direkt das ganze Buch gebraucht.
Und was soll ich sagen? Mich hatte die Geschichte von der ersten Seite an.
Hanna ist so eine unglaublich authentische Hauptfigur. Man merkt sofort, dass irgendetwas Schlimmes passiert sein muss, auch wenn nie alles komplett ausgesprochen wird. Aber genau dieses Zwischen-den-Zeilen-Lesen hat das Ganze für mich noch emotionaler gemacht. Man spürt einfach ihren Schmerz, ihre Überforderung und wie verloren sie eigentlich ist.
Besonders wehgetan haben mir die Szenen rund um das Krankenhaus und danach die Rückkehr ins Elternhaus. Mit 36 wieder bei den Eltern zu wohnen, ist einfach nicht das Leben, das man sich vorgestellt hat. Und genau dieses angespannte Zusammenleben wurde so realistisch beschrieben. Man merkt, dass auf beiden Seiten Gefühle da sind, Sorgen da sind — aber irgendwie schafft es niemand, richtig darüber zu reden.
Ich hatte beim Lesen so oft einfach nur das Bedürfnis, Hanna in den Arm zu nehmen. Weil sie einem teilweise wirklich unfassbar allein vorkommt.
Das Buch ist ruhig erzählt, aber emotional hat es mich komplett abgeholt. Und genau diese Mischung aus Schmerz, Überforderung und trotzdem irgendwie Hoffnung macht die Geschichte so besonders.
Ein unglaublich ehrliches und emotionales Buch über Zusammenbrechen, Auffangen und das Gefühl, seinen Platz im Leben verloren zu haben.
#lenakupke #pause #buchliebe #bookstagramde #leseliebe
Das war schön! Eine gemütliche, realistische Geschichte mit liebenswerten, runden und realistischen Charakteren. Die Denkanstöße und messages empfand ich als deutlich und klar, ohne zu pretentious zu sein!
*Rezensionsexemplar*
Mit Pause hat Lena Kupke eine emotionale und greifbare Geschichte geschaffen.
Die Charaktere rund um Hanna wirken, sowie Hanna selbst auch, nahbar und realistisch. Ich habe Hanna gerne auf ihrem Weg begleitet. Lena Kupke hat es auf eine grandiose Art geschafft Wünsche und Bedürfnisse der Protagnostin in die Handlung einfließen zu lassen und dabei gezeigt, dass Gefühle, wie Hoffnung ubd Glück auch ganz nah bei Trauer und Einsamkeit liegen können.
„Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst!“
Ich muss zugeben, dass ich in letzter Zeit immer wieder über dieses Buch gestolpert bin, weil die Reaktionen darauf unheimlich positiv und emotional sind. Nachdem ich „Pause“ von Lena Lüpke nun selbst in einem Rutsch durchgelesen habe, kann ich die allgemeine Begeisterung absolut nachempfinden. Es ist eines dieser seltenen Bücher, die einen nicht nur unterhalten, sondern die man nach dem Zuklappen erst einmal für einen Moment auf dem Schoß liegen lässt, um tief durchzuatmen.
Das Buch widmet sich einem Thema, das uns in der heutigen, extrem schnelllebigen Zeit wohl alle betrifft: dem unbarmherzigen Druck der Leistungsgesellschaft, dem permanenten Gefühl, funktionieren zu müssen, und dem schmerzvollen, aber so verdammt wichtigen Moment, in dem der Körper oder die Psyche einfach „Stopp“ sagt. Die Geschichte fängt diese emotionale Erschöpfung tiefgreifend und unglaublich authentisch ein. Lena Lüpkes Schreibstil ist unheimlich feinfühlig, nahbar und völlig frei von kitschigen Klischees, was es einem unmöglich macht, sich nicht selbst in den Seiten widerzuspiegeln.
Ein ganz wesentlicher und psychologisch meisterhaft ausgearbeiteter Aspekt der Geschichte ist dabei das familiäre Gefüge. Die Protagonistin zieht mit 36 Jahren nach ihrem Zusammenbruch wieder in ihr altes Jugendzimmer bei den Eltern ein – ein Schritt, der sich wie eine paradoxe Zeitreise anfühlt. Plötzlich ist man wieder mittendrin in den alten, festgefahrenen Mustern aus der Teenagerzeit. Obwohl man eine erwachsene Frau ist, die mitten im Leben stand, rutscht man automatisch wieder in die Rolle der Tochter, und diese vertraute, aber auch einengende Dynamik erzeugt ein ganz besonderes Spannungsfeld.
Die Familie wird dabei nicht als böswillig dargestellt, was die Situation umso realistischer macht. Vielmehr herrscht hier eine lähmende Kultur des Schweigens. Über das traumatische Erlebnis, das überhaupt erst zu diesem Zustand geführt hat, wird nicht direkt gesprochen. Das Trauma schwebt wie ein unsichtbarer, schwerer Nebel über jedem gemeinsamen Abendessen. Man merkt auf fast jeder Seite, dass die Wunden da sind, doch statt sie aufzuarbeiten, wird in der Familie unheimlich viel heruntergeschluckt. Es ist diese typische, schmerzhafte Harmoniesucht, bei der schwierige Themen weggelächelt werden und niemand die Fassade einreißen möchte. Diese gut gemeinte, aber erdrückende Erwartungshaltung wiegt wie eine zentnerschwere Last auf ihren Schultern.
Besonders stark ist die greifbare Weiterentwicklung der Protagonistin gelungen, gerade auch im Umgang mit ihren Liebsten. Man spürt auf jeder Seite den inneren Kampf zwischen dem Wunsch, der Familie gerecht zu werden, und dem mutigen Schritt, dieses schweigende Gefüge zu durchbrechen, um sich selbst nicht komplett zu verlieren. Es kostet sie unendlich viel Kraft, in diesem Umfeld Grenzen zu ziehen und verständlich zu machen, dass eine Pause kein Scheitern ist.
Es ist kein klassischer, lauter Wohlfühlroman, sondern ein leises, reflektiertes und stellenweise sehr aufwühlendes Buch, das wie ein sanfter Weckruf wirkt. Die Lektüre fühlt sich an wie eine Art literarische Umarmung, die einem die Erlaubnis gibt, im eigenen Leben auch mal kurz durchzuatmen und radikal ehrlich zu sich selbst zu sein.
Sommer 2023. Hanna Godig ist gerade dabei, eine Präsentation vorzustellen, als sie sich plötzlich auf dem Fußboden wiederfindet und eine Notärztin über ihr steht. Da ihr Freund Paul verhindert ist, holt ihr Vater Wolfgang sie heim nach Lüneburg. Geplant ist eine Nacht, doch Paul hat immer anderes vor und Hanna weiß bald nicht mehr, weswegen sie gerade weint, zu viel ist geschehen. Und dann muss sie sich ja auch noch mit 36 Jahren wieder zu Hause einleben.
Das Erstlingswerk “Pause” von Lena Kupke startet fulminant und zieht sofort in den Bann. Wir begleiten Hanna bei ihrem Zusammenbruch und setzen sie anschließend Stück für Stück wieder zusammen und schließen sie dabei fest ins Herz. Wir leiden, lieben, lachen und weinen mit ihr und wünschen ihr einfach nur alles Liebe. “Pause” ist ein emotionaler Trip, der seine Spuren hinterlässt, aber auf so hoffnungsvolle, menschliche, liebevolle Art und Weise. Fein geschrieben und wohl jeder kennt die Charaktere des Buches aus der eigenen Familie, oder?!
Hanna bricht beim Job zusammen. Ihre Eltern holen Sie aus dem Krankenhaus ab und nehmen Sie mit in das Zuhause Ihrer Kindheit nach Lüneburg. Es geht um Heilung, um das Zulassen und den Umgang mit Trauer. Aber auch um eine Familie, die lernt ehrlich miteinander umzugehen.
Ein tolles Debut von Lena und sie hat es wunderbar selbst eingesprochen. Die Geschichte von Hanna hat ihre Höhen und Tiefen. Sie zu begleiten nach allem was ihr passiert ist, war nicht immer leicht. Ihr Denken und Handeln nicht immer nachvollziehbar, aber das machte die Geschichte aus, sie war sehr realistisch dargestellt. Ebenso wie alte Dynamiken wieder erwachen, wenn Hanna wieder bei ihren Eltern wohnt. So manch eine Person hat einen richtig wütend gemacht und man wäre immer gerne selbst in die Geschichte gesprungen um mal seine Meinung mitzuteilen. Auf jeden Fall lesens-/hörenswert!