
Darum geht es: Sophia glaubt, endlich ein Leben für sich selbst beginnen zu können. Ihr Sohn Migo ist ausgezogen, im Altenheim findet sie Erfüllung in ihrer neuen Arbeit, und auch ihr Kollege Pawel lässt ihr Herz schneller schlagen. Doch die ersehnte Ruhe hält nicht lange an: Migo kehrt nach einer gescheiterten Ausbildung und mit gebrochenem Herzen zurück, kurz darauf zieht auch Sophias Mutter Gordana aus Kroatien zu ihr. Plötzlich steckt Sophia erneut mitten im familiären Chaos – und muss sich fragen, ob das Glück manchmal genau dort auf sie wartet. Mein Leseeindruck: Katja Hase erzählt diese Geschichte mit viel Wärme, Humor und einem wunderbar lebendigen Schreibstil. Besonders gelungen fand ich das Zusammenspiel der Figuren, denn jede Person bringt ihre ganz eigene Persönlichkeit mit ein. Dadurch wirken die Beziehungen authentisch und voller Leben. Sophia war mir sofort sympathisch, denn sie hat das Herz am rechten Fleck und versucht trotz aller Herausforderungen, für alle da zu sein. Ihr chaotischer Alltag sorgte immer wieder für unterhaltsame und emotionale Momente, sodass ich mich beim Lesen bestens unterhalten gefühlt habe und wunderbar vom Alltag abschalten konnte. Besonders die Bewohner des Altenheims haben der Geschichte noch einmal einen ganz besonderen Charme verliehen. Mit ihren eigenwilligen Arten, ihren Sprüchen und ihrer liebenswerten Art waren sie für mich echte Highlights und haben der Handlung zusätzlich viel Herz und Humor geschenkt. Sehr gefallen haben mir auch die Rückblicke in die Vergangenheit. Dadurch bekommen die Figuren zusätzliche Tiefe, und man versteht ihre Entscheidungen und Gefühle noch besser. Ein warmherziger Roman über Familie, Liebe und Neuanfänge. Fazit: Ein humorvoller und herzerwärmender Roman, der zeigt, dass das Leben oft genau dann die schönsten Wege einschlägt, wenn alles drunter und drübergeht.







