
Wunderschön, düster, poetisch 🖤🌱
✍️"Er ist kein Vogel, der zum Fliegen bestimmt ist. Er ist aus gebrochenen Flügeln gebaut, und er kann sich nicht vorstellen, jemals ein anderer zu sein." (S. 292) 📚 Wow, was war das bitte für ein Leseerlebnis? Nachdem ich schon "Don't let the Forest in" so so gerne mochte, war für mich schnell klar, dass Hazelthorn auch gelesen werden muss. Auch hier handelt es sich wieder um einen Jugend-Horrorroman aus dem Bereich Botanical Horror, welchen ich erst seit dem Vorgänger kenne und lieben gelernt habe. 📚 Interessanterweise passt das Buch perfekt zu meinem zuvor gelesenen Klassiker "Der geheime Garten", nur dass es hier so scheint, als ob der monströse, verwilderte Garten des Hazelthorn-Anwesens irgendwie ein Eigenleben führt und Hunger hat 🖤 "Wie es sich wohl anfühlt, mit dem Garten im Mund zu sterben?" (S. 203). 📚 Wir erleben die Geschichte aus Evanders Sicht. Dieser ist auf dem Anwesen stets auf seinem Zimmer isoliert und scheint kränklich, nichts gelingt ihm richtig. Weiterhin scheint er keinerlei Erinnerungen mehr an seine Vergangenheit zu haben, lediglich ein traumatisierendes Ereignis begleitet ihn. Als sein Vormund und Besitzer Hazelthorns offenbar vergiftet wird, nimmt die Geschichte schnell an Fahrt auf. Evander muss sich mit dem schnöseligen Laurie abgegeben, kann er ihm aber auch trauen? Nach und nach versuchen die beiden herauszufinden, was in Hazelthorn faul ist und wer der Täter sein könnte. Dabei verselbstständigt sich der Garten mehr und mehr 🖤🌱 📚 Das Buch hatte eine absolute Sogwirkung auf mich. Zum einen aufgrund der sehr interessanten Story, die ständig mit Plottwists und Überraschungen aufwartete und nie langweilig wurde. Zum anderen aufgrund der sehr geheimnisvollen Charaktere, insbesondere natürlich Evander und Laurie selbst. Zwischen den beiden bahnt sich eine Liebesgeschichte an, die aber in keinster Weise stört und eher tragisch-schön ist. So wie auch die Atmosphäre und vor allem dieser wunderschöne poetische Schreibstil. Dieser ist für mich auch der Grund, warum ich mich etwas in Hazelthorn verliebt habe. 📚 Für mich ist das Buch einfach ein wunderschönes, teils brutales und sehr intensives Stückchen Kunst. Deshalb habe ich es auch länger als üblich gelesen, denn ich wollte mir Zeit lassen und das Buch auf mich wirken lassen. Es hat sich gelohnt! 📚 Fazit: wie der Vorgänger hat mich Hazelthorn absolut begeistern können, ich fand es sogar noch ein kleines bisschen besser. Eine wunderschöne, düstere Geschichte, die ich definitiv nochmal lesen würde! ✍️ "Denn manchmal sind die Verletzungen, die man seinem Nächsten zufügt, nur das Spiegelbild der eigenen Wunden." (S. 317)






































































