Kurzweilig und amüsant erzählt. Ich wollte dieses Buch schon ewig lesen, habe aber leider immer wieder den richtigen Zeitpunkt verpasst, da ich eine Sommergeschichte natürlich auch am liebsten im Sommer lesen wollte und dieses Jahr war es dann endlich so weit! Ich wusste vorher nicht, was hier auf mich zukommen würde, hatte keinerlei Erwartungen und selbst wenn, hätte ich DAS nicht kommen sehen. Die Geschichte ist seltsam, aber das meine ich gar nicht in einem negativen Sinn, denn irgendwie hat sie auch was. Sie ist besonders, unkonventionell und erfrischend anders. Die Geschichte plätschert so dahin und im Grunde passiert darin auch nicht wirklich viel, dennoch wurde es nie langweilig. Ich mochte die unbeschwerte und leichtfüßige Atmosphäre des Sommerschlosses, wie die Charaktere dort einfach ihre Seele baumeln ließen und ihren Gedanken nachhingen. Dadurch finden hier zwar viele Belanglosigkeiten Raum, aber dazwischen beweist der Autor auch immer wieder Tiefgang. Kluge Gedanken zwischen beliebigen Gesprächen. Die Geschichte ist auf eine gute Art und Weise struktur- und planlos. Sie ist herrlich kurzweilig und unterhaltsam. Sprachlich war dieses Buch für mich allerdings eine große Herausforderung, was aber nicht am generellen Schreibstil des Autors lag, sondern vielmehr am Dialekt der Charaktere, den ich schlicht und ergreifend nicht verstanden habe. Ich kann leider nicht beurteilen, wie viel man davon verstehen könnte, da ich selbst gar kein Plattdeutsch spreche und mir Dialekte noch dazu grundsätzlich Schwierigkeiten bereiten. Immer. Für mich sind Dialekte wie eine weitere Fremdsprache und dementsprechend anstrengend empfand ich das Lesen hier. Dadurch konnte sich bei mir leider kein wirklicher Lesefluss einstellen und wer weiß, was mir deswegen alles an Inhalt entgangen ist. 4/ 5 Sterne ⭐️

Ein toller Klassiker
Ich kam gut in das Buch hinein. Ich kam gut mit dem Protagonist aus. Die Dame fand ich sehr ungewöhnlich. Ich kam mit dem Plattdeutsch nicht ganz klar. Die Urlaubsgeschichte fand ich gut. Ich fand jedoch den Klappentext sehr irreführend, da es eines Punkt auf dem Klappentext gibt der erst auf den letzten Seiten vorkommt. Es gibt dann noch einen 2 Handlungsstrang der mir auch gut gefallen hat. Die Zusammenführen der 2 Geschichten ist gut gelöst worden. Insgesamt guter Sommerklassiker
Ein wenig gespalten
Meine Meinung ist gespalten. Rund 100 Jahre liegt die Geschichte zurück. Viele Dinge, die für uns heute selbstverständlich sind, waren es damals nicht. Ein Beispiel wäre das gemeinsame Verreisen von Peter und Lydia. Viele Teile des Buchen sind auf Plattdeutsch geschrieben, was es mir teils schwer gemacht hat, der Handlung zu folgen. Dennoch ist Tucholsky’s Schreibstil wie immer schön. Man findet die ein oder andere Lebensweisheit versteckt in Nebensätzen. Normalerweise kenne ich Tucholsky als Satiriker mit feinem Blick auf die Menschen, Kultur und Politik. Das fehlt mir ein wenig in diesem Roman. Schloß Gripsholm ist ein literarisches Werk (eins der wenigen von Tucholsky) und klar abgegrenzt von seinen gesellschaftskritischen Texten.


