26. Jan.
Bewertung:2

Zu allererst: ich finde es immer toll, wenn Stephen King eine kleine Brücke zu einem seiner anderen Romane schlägt. Das tut er hier mit der Hexe, die schon im dunklen Turm genannt wurde. Das war es für mich dann aber auch schon. Die Geschichte liest sich viel zu abgekürzt. So, als musste sie schnell fertig werden. King hätte die Handlung viel mehr ausschmücken und meines Erachtens auch blutrünstiger schreiben können. Die Geschichte der Gebrüder Grimm wurde einfach nur minimal geändert. Besser wird es dabei aber auch nicht, wenn man den Endteil weg lässt, aber er erklärt im Vorwort ja, wieso. Der Malstil von Maurice Sendak ist nicht so meins. Es sieht aus, als hätte Sendak beim malen gezittert. Auf vielen Seiten sieht man einfach nur gemalte Bäume. Da denke ich eher an Lückenfüller. Wenn ich mich nochmal entscheiden müsste Hänsel & Gretel zu lesen, würde ich tatsächlich auf das Original zurück greifen.

Hänsel und Gretel
Hänsel und Gretelvon Stephen KingAtlantis Kinderbuch
11. Jan.
Süß aber Nix weltbewegendes
Bewertung:4

Süß aber Nix weltbewegendes

Man kennt dieses Märchen. Man kennt es wirklich. Zwei Kinder, ein Wald, Brotkrumen, eine Hexe mit Zuckerwatte im Herzen und Kannibalismus auf der Speisekarte. Hänsel und Gretel ist so tief ins kollektive Gedächtnis gebrannt, dass selbst die Gebrüder Grimm vermutlich Albträume davon hatten. Und dann kommt Stephen King. Natürlich kommt Stephen King. Er erzählt das Märchen nach. Punkt. Keine komplette Neuerfindung, kein literarischer Flammenwerfer. Er nimmt sich ein, zwei Freiheiten – kleine, gezielte Schnitte mit dem Skalpell –, aber am Ende bleibt es das Märchen, das man kennt. Und genau das ist zugleich Stärke und Schwäche dieses Buches. Ungewöhnlich ist eigentlich nur eines: Die Hexe heißt Rhea vom Cöos. Moment. Rhea vom Cöos? Heißt so nicht auch die Rhea vom Cöos? Die aus dem Dunklen Turm? Mein lieber Stephen King. Du findest wirklich immer einen Weg, deinen Turm zu präsentieren. Selbst im Märchenwald. Und weißt du was? Ich nehme es dir nicht übel. Das Buch selbst ist… süß. Ja, süß. Und das meine ich nicht nur wegen des Lebkuchenhauses. 64 Seiten, wunderschön illustriert, angenehm zu lesen, fast schon sanft für einen Autor, der sonst gerne Seelen häutet und Hoffnungen zertritt. Es ist kein Horror, kein Albtraum, kein „Ich-leg-das-Buch-weg-und-starre-an-die-Wand“-Moment. Es ist Stephen King auf Kuscheldecke. Aber dann kommt der Preis. 20 Euro. Zwanzig. Für 64 Seiten. Das tut weh. Nicht existenziell, aber so wie ein kleiner Stein im Schuh. Nett, dass man die Geschichte noch einmal gelesen hat. Nett, dass die Illustrationen wirklich schön sind. Nett, dass King uns noch einmal an die Hand nimmt und durch den Wald führt. Aber satt wird man davon nicht.

Hänsel und Gretel
Hänsel und Gretelvon Stephen KingAtlantis Kinderbuch
27. Okt.
Post image
Bewertung:4

Stephen King schreibt Hänsel und Gretel? Ich bin dabei! An der Geschichte ist jetzt nichts neu. Und falls was neu ist, ist es mir nicht aufgefallen. Zwei hungrige Kinder schubsen ne Oma in den Ofen. Die Illustrationen sind weird aber passen. Kann man mal lesen. Da ich alles von King habe, darf das nicht fehlen. Auch wenn das Preis-, Leistungsverhältnis fürn Arsch ist.

Hänsel und Gretel
Hänsel und Gretelvon Stephen KingAtlantis Kinderbuch
13. Okt.
Bewertung:5

Meinem Sohn hat es gefallen

Der Gedanke, dass Stephen King ein Buch für Kinder schreibt wäre mir nie in dem Sinn gekommen, aber man soll ja für gewöhnlich niemals nie sagen. Mir und meinem Sohn hat Stephen Kings Interpretation von Hänsel und Gretel sehr gut gefallen. Es ist nicht so trocken, die älteren Interpretationen und mein Sohn kann endlich sagen, er hat ein Buch von dem Meister des Horrors gelesen. Ich kann es einfach nur weiter empfehlen.

Hänsel und Gretel
Hänsel und Gretelvon Stephen KingAtlantis Kinderbuch