21. Aug.
Bewertung:5

„Weil sie vom irischen Dad das Mundwerk und von der Freilassinger Mama den Killerinstinkt geerbt hatte.“ Patsy Logan ist zurück. Laura Brunner kann ihrer Freundin gerade noch mitteilen, dass das Gulasch einen eigenartigen Geschmack hatte, bevor sie sich nach dem Essen noch in der Botschaft Österreichs übergibt und tot zusammenbricht. Und wer könnte sich in solch einem Fall mitten in Irland besser einbringen als Patsy Logan? Ihre Ehe steht auf der Kippe, beruflich tritt sie beim Münchner LKA auf der Stelle und so landet sie mitten in den Ermittlungen. Schnell tauchen erste Zweifel auf, ob das Gift tatsächlich der jungen deutschen Praktikantin gegolten hat. Patsy verfolgt eine Spur, die sie auf dem Pfad der Skrupellosigkeit derer führt, für die die Existenz anderer weit hinter den eigenen persönlichen Interessen steht. Ja, sie ist zurück und besser denn je. Die Geschichte ist spannend und war für mich bis zum Schluss gut konzipiert. Am Ende auch Nebensache, denn allein Patsy ist die Lektüre bis zum letzten Satz wert. Wie nie läuft sie zur Hochform auf, plänkelt mit den anderen Figuren des Romans, hat Biss und wer sie bis jetzt mochte, wird sie lieben. Mein Lieblingssatz soll hier noch Erwähnung finden: „Meine Mutter teilte die Ansicht ihrer Eltern, dass Freizeit nicht mehr war als eine Strategie des Teufels, um seine Interessen in der Welt durchzusetzen, und war ständig am Arbeiten.“ Schreib Ellen, schreib! Lest Patsy!

Boom Town Blues
Boom Town Bluesvon Ellen DunneHaymon Verlag