
Ein Roman wie die Küste Irlands: natürlich, rau, romantisch, echt
Im letzten Teil der Austernfarm-Trilogie geht es um Pia und Braden. Aus den vorherigen Bänden bereits bekannt, habe ich mich neugierig gefragt, was Regina Bittl für eine Geschichte um den raubeinigen, stillen und naturverbundenen Manager der Austernfarm, Braden erzählen würde. Phil, eine der drei Freundinnen neben Isabell und eben Pia, bezeichnet ihn ja als Wikinger und genauso kam er mir auch vor. Pia hingegen hatte ich als flippige Freundin abgespeichert und dies sollte sich auch bestätigen. Ich glaube, ich habe noch nie so jemand Chaotischen erlebt und damit hat sie mein Herz im Sturm erobert. Als Braden dann direkt und ständig von Pia als seiner zukünftigen Ehefrau sprach, verdrehte ich zwar jedesmal die Augen, aber je länger ich in dem Gedankenkonstrukt von Braden lesen durfte, umso tiefer wurde meine Bewunderung für ihn. Mit ihm hat Regina Bittl eine Figur geschaffen, die authentischer nicht sein kann. Er lebt sein Leben an der Küste Irlands mit all den Facetten, die man sich nur ausdenken kann. Das Aufeinandertreffen der beiden Protagonisten im bildlichen Sinne war mir zeitweise zu exakt beschrieben. Ihr versteht sicher, was ich meine. Beeindruckt und aufgewühlt hat mich die Szene, in der Pia mit ihren Eltern spricht. Diese ist der Autorin sehr gut gelungen. Der innere Kampf und die Ausweglosigkeit Pias waren mehr als deutlich zu spüren. Insgesamt konnte ich den Roman nur schwer beiseite legen. Die Einarbeitung der Nebencharaktere ist gut gelungen. Hervorzuheben ist hier ganz klar Opa Padraig mitsamt seinem kleinen Zoo und seinem Auftreten in einigen Schlüsselszenen. Eingebettet in das raue Küstenleben Irlands war es ein wundervoller Roman, dem ich, und somit auch der ganzen Reihe, gerne eine Leseempfehlung gebe.


