Toller Auftakt.
Ein toller Beginn einer Reihe - hier mit dem Auftakt „Hinter der Maske“. Der Roman hat ein offenes Ende und besteht aus 2 Teilen. Die Story im ersten Abschnitt beginnt 1909, als Fanny als Kindermädchen zur Familie von Lengenfeld kommt, um sich dort um deren Tochter Leni zu kümmern. Dort trifft sie auf den verschlossenen Bruder Lenis namens Leander. Dieser ist vom Verhalten her eher ruppig, verbittert, trägt zudem eine Maske und benötigt eine Gehhilfe. Wie sich die Geschichte zwischen den beiden entwickelt, ob Fanny hinter Leander Maske blicken und dieser sein ruppiges, barsches und verbittertes Verhalten ablegen kann, dürft ihr selber herausfinden. Dann erfolgt ein Cut im Buch und der zweite Teil des Romanes spielt 1908 - 1909. Es ist eine Rückblende zum Geschehen bevor die beiden Protagonisten aufeinandertreffen. Das war mir beim 1. Lesen nicht sofort klar, konnte es dann aber schnell wieder gut einordnen. Dieser Teil gibt ein wenig Einblick, was mit Leander passiert ist. Wobei da sicherlich noch in den Folgebänden tiefer darauf eingegangen wird, denn auch hier sind noch Fragen offen. Aber ich möchte auch hier nicht die ganze Handlung vorwegnehmen. Die Charaktere sind so beschrieben, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Die Beziehungen und Gefühle der Protagonistin stehen im Mittelpunkt der Handlung. Auch durch die beeindruckende Beschreibung aller Haupt- und Nebenfiguren ist das hier ein Buch, dass einen wirklich fesselt. Die zeitgenössischen Aspekte sind gut recherchiert. Birgit Starke ist hier ein wirklich toller Beginn einer Geschichte gelungen, die zum einen romantisch ist - aber auch tragisch, spannungsgeladen und teilweise etwas humorvoll. Man kann den nächsten Teil kaum erwarten, weil man unbedingt wissen möchte, wie es mit den Protagonisten weiter geht und wie sich die offenen Enden miteinander verbinden werden. Von mir eine klare Leseempfehlung!



