13. Sept.
Bewertung:4.5

Eine Geschichte darüber, wie das Leben komplett umgekrempelt wird und man eine zweite, oder sogar eine dritte Chance bekommt

Gleich zu Beginn der Geschichte wird man mit den Problemen als Scheidungskind und einem Umzug konfrontiert und bekommt Nicklas Unmut deutlich zu spüren. Er ist komplett auf Konfrontation ausgelegt und lässt das an seiner Mutter aus, denn eigentlich würde er lieber nach der Scheidung bei seinem Vater, seinen Freunden und seiner gewohnten Umgebung leben. Dieses Gefühl behält er auch eine Weile und eckt somit auch in der neuen Schule an. Durch das vorgelebte Verhalten seines Vaters, hat er gleich am ersten Schultag schon Probleme und findet auch eine Weile keine Freunde. Es kommt zu einem Erlebnis, womit er nicht gerechnet hat und lässt ihn sein gesamtes Leben noch einmal überdenken. Man spürt Nicklas Unzufriedenheit und manchmal musste man tief durchatmen. Mir gefiel, dass man anhand des Schreibstils die Veränderung und Sichtweise von Nicklas mitbekommt und somit auch mit ihm mitwächst. Wo er zu Beginn der Geschichte oft noch die Stimme seines Vater zu hören hatte, wird diese immer leiser und auch seine eigenen Korrekturen in den Gedanken, die mit der Zeit weniger wurden, bis sich alles normal anfühlt, bekommt man gut mit. Die Geschichte selbst wächst und fällt mit ihm, seinen Problemen, seinen Entscheidungen und Reaktionen. Ich persönlich bevorzuge die Pronomen “Dey/Them” gegenüber dem “Xier/Xiem” für non-binäre Figuren. Für mich ist es angenehmer zu lesen. Das Buch hat viele Problematiken, was ich zu Beginn gar nicht so erwartet habe: Scheidung/ Umzug/ neue Regeln/ anderes Umfeld/ und auch, dass es okay ist nicht in alte Rahmen zu passen, bzw. dass man so wie man ist, gut ist. Ein schöne abgerundete Slice of Life- Geschichte.

Das Tosen der Wellen
Das Tosen der Wellenvon A. S. OpiolkaNova MD