Eine Geschichte mit enormem Potenzial und schweren, wichtigen Themen – aber für mich zu schnell erzählt. Die Plot-Twists konnten überraschen, doch der emotionalen Tiefe fehlte stellenweise Raum zum Atmen.
Light in the Darkness ist kein leichtes Buch. Es behandelt extrem belastende Themen wie Mobbing, sexuelle Gewalt, Zwangsprostitution, Suizidgedanken sowie psychische und körperliche Misshandlung. Wer zu diesem Buch greift, sollte sich bewusst sein, dass es hier sehr düster wird. Die Grundidee hat großes Potenzial: Eine Protagonistin, deren Leben komplett außer Kontrolle gerät, die durch die schlimmsten Formen von Gewalt geht und schließlich auf drei Männer trifft, die mehr miteinander verbindet, als zunächst erkennbar ist. Dazu kommt ein Stiefbruder mit einer krankhaften, falschen Obsession – ein zusätzlicher Konflikt, der Spannung verspricht. Was mir gefallen hat: Die Plot-Twists bringen Bewegung in die Geschichte und sorgen für Überraschungsmomente. Auch der Gedanke hinter dem Titel – Licht in absoluter Dunkelheit – ist stark. Was mir jedoch gefehlt hat: Die Umsetzung wirkt stellenweise zu gehetzt. Übergänge passieren sehr schnell, emotionale Entwicklungen werden angerissen, aber nicht ausreichend vertieft. Gerade bei so schweren Themen hätte ich mir mehr Raum gewünscht – mehr psychologische Ausarbeitung, mehr Nachhall, mehr innere Verarbeitung. Die Geschichte hat definitiv das Fundament für etwas Großes. Mit mehr Tiefe in der Charakterentwicklung und einem langsameren Aufbau hätte sie noch stärker wirken können. Fazit: Ein düsteres Buch mit wichtigen, sensiblen Themen und überraschenden Wendungen. Für mich blieb es jedoch hinter seinem Potenzial zurück, weshalb ich bei 3 Sternen lande.









