5. Nov.
Bewertung:3

Die bittersweet E-Shorts von Carlsen haben mir schon ein paar tolle Lesestunden bescherrt. Kleine Appetithäppchen zum Sofortverschlingen mit der nötigen Portion Romantik. Als ich dann bei "Ewig und eine Stunde" angelagte, bekam ich das erste Mal ein mulmiges Gefühl und so eine Vorahnung, dass ich mit dieser Geschichte weniger anfängen könnte. Ich mag einfach nichts, was mit Frankreich zu tun hat und hier lebt die Hauptprotagonistin Geneviève ausgerechnet in Paris und es handelt von einer mysteriösen Begegnung mit der Liebe. So sehr ich mich auch bemüht habe meine französisch-abneigung zu verdrängen, war das nicht unbedingt leicht. Zum Glück hat die Autorin nicht immer wieder französische Wörter eingestreut oder die Straßen und Lebensarten beschrieben, was es auf jeden Fall besser gemacht hat. Mit der Geschichte selbst konnte ich aber zunächst auch nichts anfangen. Eine einsame Frau, die scheinbar nicht ganz glücklich ist sieht diesen atemberaubenden Kerl und seither drehen sich ihre Gedanken nur noch um ihn und ums verrückt werden. Sie fühlt sich magisch von ihm angezogen, aber ihre inneren Monologe, dass das alles unmöglich sein kann, waren wie ein Schrei, der mir aus dem Buch entgegen kam. Als ständige Hintergrundmelodie kein schönes Leseempfinden. Und dann taucht ihr Ex Alex auf und die Stimmung nimmt etwas bedrohliches an. Gen fühlt es so, aber welche Person genau das betrifft ist wohl gemischt. Ich habe gehofft das Ende würde meine Meinung drehen und es kam tatsächlich so. Dieses verwirrende, bedrohliche, angespannte Gefühl, welches Gen die ganze Zeit mit sich herumschleppt, bekam endlich eine Art Gesicht und dementsprechend konnte ich mit dem Ende schonmal mehr anfangen. Obwohl das Ende die Geschichte nochmal in ein nachdenkliches Licht gerückt hat, konnte mich diese Geschichte nicht wirklich fesseln. Gen's Gedanken waren einfach zu sehr auf eine Sache fokussiert - "Ich werd verrückt, ich werd verrückt" - und dementsprechend fällt es mir schwer das Gesamtbild gut zu erfassen - schließlich ist die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Wunderschön hingegen waren die kleinen Zeichnungen, die zwischen den Kapiteln auftauchen.

Ewig und eine Stunde
Ewig und eine Stundevon Mirjam H. HüberliCarlsen
8. Feb.
Bewertung:5

Das Cover zog mich wie magisch an und ich wollte wissen, was hinter dieser Kurzbeschreibung steckt. Ich hatte vorher noch kein Buch der Autorin gelesen und war daher doppelt gespannt. Aber der Einstieg in diese Geschichte war gar nicht schwer. Sehr schön beschreibt Mirjam H. Hüberli die Situation von Geneviève und machte die Neugier von ihr zu meiner eigenen. Rasant entwickeln sich die Dinge und man ist fasst der Meinung man hätte beim Anblick des jungen Mannes selber Herzflattern und Bauchkribbeln, Die Botschaften die Geneviève nach und nach zum grübeln bringen, verleiteten mich selbst zum nachdenken. Ich konnte vollkommen in die Geschichte abtauchen und wollte garnicht aufhören, aber leider sind knapp 80 Seiten schnell ausgelesen. Diese Kurzgeschichte brachte mich zum grinsen, zum nachdenken und ja am Ende sogar dazu ein paar Tränchen zu vergießen. Eine Geschichte, die nur so vor Gefühlen strotzt und locker auch 250 Seiten gefüllt hätte ohne ein Stück ihrer Anziehungskraft zu verlieren.

Ewig und eine Stunde
Ewig und eine Stundevon Mirjam H. HüberliCarlsen
1. Nov.
Bewertung:4

Meine Meinung: Ewig und eine Stunde hat mich gut unterhalten. Die Story ist interessant und man hat etwas zum nachdenken und rätseln. Mit dem Verlauf hätte ich so niemals gerechnet und war positiv überrascht. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen und die Seiten vergehen wie im Flug. Es wird aus der Sicht von Geneviéve erzählt, sodass man einen guten Einblick in ihre Gefühle hat. Eine Sache fand ich nicht so schön...wer küsst denn jemanden freiwillig, der sich ein paar Minuten zuvor übergeben hat? Die Protagonisten sind gut beschrieben und lassen trotzdem noch genügend Freiraum für die eigene Fantasie. Das Cover passt zu den anderen e-shorts und gefällt mir sehr gut.

Ewig und eine Stunde
Ewig und eine Stundevon Mirjam H. HüberliCarlsen
31. Okt.
Bewertung:5

Immerbald - Fremdbekannt - Lieblichkühl... Geneviève ist ihr drittes Jahr in Paris, der Stadt der Liebe, und hat genau das noch nicht gefunden: die Liebe. Doch plötzlich ändert sich dies, als sie geheimnisvolle Nachrichten entdeckt. Auf Kaffeebechern, Parkbänken und in den Augen eines jungen Mannes, den sie noch nie zuvor gesehen hat. Der aber sehr genau zu wissen scheint, wer sie ist. // Was ich davon halte // Seit Gefrorenes Herz bin ich großer Fan von Mirjam H. Hüberli und als ich auf ihrer Facebook Seite gesehen habe, dass sie auch ein E-Short zu den bittersweets beisteuert wusste ich, dass ich an dieser Geschichte nicht vorbei kommen werde. Und es hat sich auch gelohnt. Die Geschichte beginnt mit einem kleinen Streit, den Geneviève von ihrem Fenster aus beobachtet und prompt dabei erwischt wird. Das ist der Moment, in dem sie den jungen Mann zum ersten Mal sieht. Ein Mann, der sie nicht mehr loslässt. Er sieht himmlisch aus, hat unglaublich tolle Augen und eine Ausstrahlung die ihr sofort den Kopf verdreht hat. Von diesem Moment an hat sich Gen nicht mehr im Griff. Ihre Gedanken schweifen immer wieder zu ihm ab, ohne dass sie versteht wieso. Die Autorin beschreibt die Gefühle und das Chaos in Geneviève einfach schön. Gleichzeitig verleiht sie mit ihren eigens angefertigten Zeichnungen der Geschichte noch einmal etwas besonders schönes. Gerade diese Zeichnungen haben mir auch besonders gut gefallen. Es ist eben mal etwas ganz anderes auch ein Bild zu einer Situation zu haben. Die Protagonistin wird unglaublich lieb und zielstrebig dargestellt. Sie möchte ihr Leben auf die Reihe bekommen, ihr Studium gut abschließen und natürlich die große Liebe finden. Die seltsamen Nachrichten die sie überall findet und die ungewöhnlich häufigen Begegnungen mit dem jungen Mann machen es ihr jedoch schwer wirklich ihr Leben im Blick zu behalten. Sie hat das Gefühl, den Verstand zu verlieren, was ich wirklich süß finde. Ihre Verzweiflung wird einfach perfekt dargestellt und ich konnte es einfach unglaublich gut nachvollziehen wie es ihr in diesen Situationen geht. Sie weiß nicht ob sie vor diesen Botschaften Angst haben soll oder ob sie einfach Aufmerksamkeiten von jemandem sind, der sie wirklich zu mögen scheint. Und genau dieser Zwiespalt ist Mirjam H. Hüberli einfach toll gelungen. Bis zuletzt ist nicht klar, was eigentlich passiert und die Lösung ist so schön, dass es einfach zum Träumen einlädt. // Fazit // Dieses E-Short ist genau das Richtige um selbst ins Träumen zu kommen und die Schönheit von Geschichten und kleinen Aufmerksamkeiten wieder zu erkennen. Wirklich sehr gelungen. 5 / 5 Sterne.

Ewig und eine Stunde
Ewig und eine Stundevon Mirjam H. HüberliCarlsen
7. Sept.
Bewertung:4

Schon in "Gefrorenes Herz" konnte mich Mirjam H. Hüberli mit ihrem wundervollen Schreibstil verzaubern und in "Ewig und eine Stunde" ist es nicht anders. Diese Kurzgeschichte ist eine wunderschöne und romantische Liebesgeschichte. Schade, dass die Geschichte nur so kurz ist, ich hätte gerne noch mehr von Gen und Nash gelesen. Bei der Auflösung am Ende hätte ich mir noch einen Tick mehr Hintergrundinfos gewünscht. Ein Highlight dieser kleinen Geschichte sind auch die Zeichnungen zu Kapitelbeginn.

Ewig und eine Stunde
Ewig und eine Stundevon Mirjam H. HüberliCarlsen