
🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension 📚 Buchgeschenk /Roman #blessingverlag #penguinbücher #keavongarnier #Restsommer ❓️Warum wollte ich das Buch lesen? Auf Restsommer wurde ich ursprünglich durch meine Freundin aufmerksam. Sie hatte das Buch entdeckt und war sofort begeistert. Ehrlich gesagt war ich zunächst etwas skeptisch. Geschichten mit einer ähnlichen Thematik schaffen es nicht immer, mich emotional abzuholen, weshalb ich befürchtete, dass es mir auch hier so gehen könnte. Doch Katrin ließ nicht locker. Nachdem sie das Buch gelesen und geliebt hatte, war sie überzeugt, dass auch ich darin etwas Besonderes finden würde und sie sollte recht behalten. Danke dafür, sonst wäre mir vermutlich eines meiner neuen Lieblingsbücher entgangen. 🧠 Meine Meinung: Schon nach wenigen Seiten wusste ich, diese Geschichte wird besonders. Dominik und seine Freunde wirken wie echte Jugendliche. Sie haben Träume, Wünsche, machen Unsinn, drücken sich vor Dingen, auf die sie keine Lust haben, und versuchen gleichzeitig herauszufinden, wer sie eigentlich sein wollen. Gerade Dominik mochte ich sofort. Seine eher ruhige, nachdenkliche Art machte ihn für mich unglaublich sympathisch. Interessant fand ich auch die Einblicke in das Bestattungsinstitut seines Vaters. Das ist ein Thema, das man selten in Jugendbüchern findet, hier aber wurde es ganz natürlich und authentisch eingebunden. Mit Biff kommt dann frischer Wind in die Geschichte. Er ist offen, extrovertiert, mutig und scheint keine Angst davor zu haben, einfach er selbst zu sein. Zumindest wirkt es zunächst so. Sehr schnell hatte ich jedoch das Gefühl, dass hinter seiner lässigen Fassade deutlich mehr steckt. Und irgendwann beschlich mich die leise Sorge, dass genau dieser Charakter mir noch das Herz brechen könnte. Vor allem gefielen mir die Gespräche zwischen den beiden. Während die Szenen mit Dominiks Freunden oft locker und humorvoll sind, besitzen die Begegnungen mit Biff eine ganz andere Tiefe. Er eröffnet Dominik neue Perspektiven und bringt ihn dazu, über sich selbst hinauszuwachsen. Die Entwicklung ihrer Beziehung wirkt dabei nie konstruiert, sondern natürlich und glaubwürdig. Man mag die beiden einfach und fiebert ganz von selbst mit ihnen mit. Überrascht hat mich, wie sehr ich auch Dominiks Vater verstehen konnte. Natürlich war ich stellenweise wütend auf ihn, weil er seinem Sohn eine enorme Bürde auflädt, zu erwarten, sein Vermächtnis fortzuführen und damit die Zukunft von Dominik in Stein meißelt. Gleichzeitig empfand ich aber auch Mitgefühl. Da verändert sich der eigene Sohn plötzlich, zieht sich zurück und wird zunehmend unabhängiger, da ist es nachvollziehbar, dass er sich mal Verbote erteilt. Genau diese Vielschichtigkeit macht die Figuren so stark. Es gibt hier kein gut oder böse, jeder handelt aus seiner eigenen Überzeugung heraus und das völlig nachvollziehbar. Auch der Gegensatz zwischen dem Dorfleben in Schönacker und dem Großstadtleben in Berlin hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Autorin zeigt dabei sehr feinfühlig, wie unterschiedlich Menschen aufwachsen und wie sehr das Umfeld den Blick auf Themen wie Identität, Freiheit und Sexualität beeinflussen kann. Der Schreibstil von Kea von Garnier hat mich ebenfalls begeistert. Modern, klug und angenehm unaufgeregt. Manche Sätze treffen mitten ins Herz, andere bringen einen zum Schmunzeln, und wieder andere bleiben noch lange im Kopf hängen. Die Autorin schafft es, schwere Themen anzusprechen, ohne dass die Geschichte jemals erdrückend wirkt. Besonders gelungen fand ich außerdem das Ende. Es fühlt sich authentisch an und passt perfekt zu den Figuren und ihrer Entwicklung. Nicht jeder Roman braucht ein perfektes Märchenende, um glücklich zu machen. Ich aber schlage das Buch dankbar und glücklich zu. Vollkommen verdient bekommt diese besondere Geschichte meine höchste Auszeichnung "Prädikat Lieblingsbuch". ✅️ Kurzfazit: Restsommer ist ein berührender Coming-of-Age-Roman über Identität, Erwartungen, erste Liebe und die Frage, welchen Weg man im Leben eigentlich gehen möchte. Kea von Garnier erzählt diese Geschichte mit viel Wärme, Humor und Feingefühl. Die Figuren fühlen sich echt an, ihre Sorgen nachvollziehbar und ihre Entwicklung glaubwürdig. Ein Buch, das mich zum Lachen, Nachdenken und Mitfühlen gebracht hat und das mich am Ende mit einem warmen Gefühl zurückgelassen hat. #PrädikatLieblingsbuch #Jahreshighlight 🔎 Worum geht’s? Sommer 2003 in der niedersächsischen Kleinstadt Schönacker. Für Dominik scheint seine Zukunft bereits festzustehen: Er soll später das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen. Doch als mit Biff ein neuer Mitschüler in sein Leben tritt, gerät vieles ins Wanken. Zwischen Freibad, Bandproben und langen Sommertagen muss Dominik herausfinden, wer er eigentlich sein möchte und welchen Weg er selbst gehen will.

































































