Netter Roman für zwischendurch. Ich hätte mir mehr Roadtrip-Feeling und Zusammengehörigkeitsgefühl gewünscht.
Schade, leider konnte mich der Roman nicht ganz überzeugen. Die Idee ist toll und ganz nach meinem Geschmack. Ich hätte mir aber mehr Roadtrip und landesspezifische Erlebnisse gewünscht. Valerie war mir insgesamt zu sehr in ihrem negativen Denken gefangen. Natürlich ist das Leben mit Kleinkinder super anstrengend, aber die schönen Seiten wurden nach meinem Empfinden kaum dargestellt, umso mehr (und auch authentisch) aber der Struggle zwischen Job und Familie. Insgesamt wurden für mich zu viele Töpfe aufeinmal aufgemacht (den Erzählstrang rund um Valeries Eltern hätte ich z.B. nicht gebraucht) und die großen Probleme waren schlussendlich mit einem Satz abgehakt. Die Details rund um den Culture Castle Club waren einerseits sehr interessant, aber andererseits zu viel. Ich glaube, das hätte ich gerne in einem eigenen Roman (ohne die zusätzlichen Familienstruggles) gelesen. Die Idee finde ich nämlich richtig gut und wäre da gerne tiefer eingetaucht, auch wenn mir die Stoplersteine bei den jeweiligen Veranstaltungen dann doch zu konstruiert erschienen.
𝓑𝓾𝓬𝓱𝓿𝓸𝓻𝓼𝓽𝓮𝓵𝓵𝓾𝓷𝓰 - 𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷𝓼𝓮𝔁𝓮𝓶𝓹𝓵𝓪𝓻
Hallo #bookis 👋
Wer mich ein bisschen besser kennt oder gut aufgepasst hat, der/die weiß, dass mein Herz fürs #vanlife schlägt, deshalb musste natürlich #sonneimgepäck bei mir einziehen!
Hierbei handelt es sich um eine heitere Familien-Story auf einem Roadtrip, die allerdings schwerer und ernster wird, als das fröhlich bunte Cover vermuten lässt.
Zwischen Familien-Alltag und Partnerschaft verlieren sich die Protagonisten ein wenig und versuchen, sich während der Reise wieder zu finden... dies kann gelegentlich ein wenig frustrierend wirken, möchte man doch auch ein wenig sommerliches Reise-Feeling spüren.
Charakter-Entwicklung und Schreibstil sind realistisch und flüssig erarbeitet und ohne große künstliche Dramen, dafür einfach sehr nah am echten Leben!
Ein angenehm zu lesender Roman mit Einblicken ins Camping und Eltern sein :-)
Und wer wissen möchte, wie die Eltern zu ihren Zwillingen kamen, sollte "das Glück in allen Farben" lesen 😍
Solide geschrieben mit wichtigen Themen, aber das Cover verspricht deutlich mehr Sommerleichtigkeit, als das Buch hält.
Camper, Kinder, Konflikte – mehr Mental Load als Sommerurlaub
Valerie und Tom sind Eltern von eineinhalbjährigen Zwillingen – endlich, nach langem Kinderwunsch. Aus der ersten Babyeuphorie ist längst Alltag geworden: Schlafmangel, Mental Load, kaum Zeit füreinander. Als Tom für ein Kulturprojekt mit einem Kreativteam durch Europa reisen soll, fasst Valerie einen Entschluss: Sie kommen einfach mit. Mit dem Camper. Als Familie. Was nach Idylle klingt, wird schnell zur Belastungsprobe. Statt geteilter Verantwortung kümmert sich Valerie überwiegend allein um die Kinder, während Tom mit seiner Teamkollegin Ida unterwegs ist. Zwischen Windelchaos, Camperalltag und schwelenden Ehekonflikten muss Valerie eine Antwort finden: Was will sie eigentlich – für ihre Familie und für sich selbst?
Tina Herz schreibt flüssig und angenehm lesbar. Der Stil ist unaufgeregt, klar und ohne unnötige Schnörkel, man kommt schnell durch die Seiten und der Text erzählt sich von selbst. Das ist eine echte Stärke: Auch in stressigen Wochen funktioniert dieses Buch als Lektüre für zwischendurch. Allerdings: Wirkliche literarische Highlights, prägende Sätze oder Bilder, die im Kopf bleiben, gibt es hier kaum. Solides Handwerk, aber kein Sound, der mich nach dem Zuklappen noch lange beschäftigt hätte.
Valerie ist eine grundsätzlich nachvollziehbare Hauptfigur. Ihre Erschöpfung, ihr Mental Load, ihre wachsende Frustration über die ungleiche Aufgabenverteilung – das alles ist authentisch gezeichnet. Wer in einer ähnlichen Lebensphase steckt, wird sich oft wiedererkennen. Mein Problem: Tom bleibt über weite Strecken eine ziemlich frustrierende Figur. Klar, das ist Teil des Konflikts, aber er agiert zu lange zu naiv und zu gleichgültig, ohne dass die Geschichte ihm wirklich Tiefe gibt. Die Teamkollegin Ida fühlt sich plot-funktional an, mehr Auslöser als Charakter. Da hätte ich mir mehr Substanz gewünscht. Ich kannte Band 1 nicht und brauchte ein paar Kapitel, um in die Beziehungsdynamik reinzukommen. Das Buch funktioniert als Standalone, aber wer Valerie und Tom schon aus „Das Glück in allen Farben“ mitbringt, dürfte deutlich mehr emotionalen Zugang haben.
Hier liegt für mich der größte Knackpunkt: Cover, Titel und Klappentext suggerieren eine luftig-leichte Camping-Romcom mit Sonne, Reise-Vibes und sympathischem Familienchaos. Tatsächlich ist „Sonne im Gepäck“ deutlich schwerer in den Themen: Mental Load, Erschöpfung in der Mutterrolle, schwelende Beziehungskonflikte, Identitätssuche. Das ist nicht per se schlecht, im Gegenteil, ich finde es wichtig, dass diese Themen Platz bekommen. Aber irgendwann wurde mir die Mischung zu unbalanciert: Statt der versprochenen Reise-Idylle zwischen Paris, Bordeaux und Lissabon dominiert ein Familienfrust, der über lange Strecken kaum Pausen kennt. Wer sich auf Wohlfühl-Sommerlektüre einstellt, wird emotional anders gefordert, als das Marketing vermuten lässt.
Die Reise durch Europa hätte das große Plus sein können. Tatsächlich bleiben die Stationen aber oft nur Kulisse – Paris, Bordeaux, Madrid oder Lissabon werden gestreift, aber kaum atmosphärisch lebendig. Das ist schade, denn gerade hier hätte das Buch seinen versprochenen Sommer-Vibe entfalten können. Der innere Konflikt rund um Valerie zieht sich, ohne dass dramatische Wendepunkte das Pacing beleben. Die Auflösung kommt dann fast etwas zu schnell, als hätte das Buch lange gebraucht, um in Bewegung zu kommen, und müsse dann auf den letzten 50 Seiten viel kompensieren.
Mein Fazit: „Sonne im Gepäck“ ist solide geschrieben und behandelt wichtige Themen rund um Mutterschaft und moderne Beziehungen. Wer authentische Geschichten über Mental Load und Familienleben sucht, ist hier richtig. Wer aber – wie das Cover suggeriert – auf eine luftig-leichte Camper-Komödie mit Reisefieber hofft, könnte enttäuscht werden. Für mich ein Buch mit guten Ansätzen, das aber nicht ganz das Versprechen einlöst, das es äußerlich gibt. Wer Band 1 kennt und gemocht hat, wird mehr mitnehmen als ich.
Empfehlenswert für Mütter (besonders mit kleinen Kindern), die sich in der Mental-Load-Thematik wiederfinden möchten. Auch für Leser:innen von Susanne Fröhlich oder ähnlichen Autorinnen, die unaufgeregte, alltagsnahe Familiengeschichten lieben. Wer Band 1 kennt, sollte hier auf jeden Fall weiterlesen. Eher nichts für Leser:innen, die echte Sommerleichtigkeit, Reise-Romantik oder eine klassische Wohlfühl-Lektüre erwarten – das ist trotz des Covers nicht das Hauptthema.
Dies ist für mich das erste Buch der Autorin und erst im Nachhinein habe ich gemerkt, dass Tom und Valerie schon eine Vorgeschichte in Form eines Buches haben. Dies hat aber meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan und ich reiste unvoreingenommen im Camper mit. Die Autorin beherrscht es sehr gut, die Reise, die Probleme und die Stolpersteine bildreich zu beschreiben, so dass ich als Leser das Gefühl hatte, direkt daneben zu stehen. Die Reise ist wunderbar beschrieben und das Campingleben auf den Punkt gebracht. Ein paar Sachen wurden etwas überspitzt gezeichnet, was aber nicht störend war.
Valerie hat mir gut gefallen. Sie steht zwischen Familie und Beruf und versucht, alles unter einen Hut zu bringen. Tom war mir ehrlicherweise überhaupt nicht sympathisch. Er ist mir zu egoistisch und ich hätte Valerie gerne ins Gewissen geredet. Es war schön hat Valerie gute Freunde an ihrer Seite und kriegt Unterstützung.
Das Buch ist unterhaltsam aber auch ziemlich vorhersehbar. Nicht alles fand ich super, war aber gut unterhalten. Die Geschichte hat mir etwas Ferienfeeling ins Wochenende gebracht und war schnell ausgelesen. Ob es mir in Erinnerung bleiben wird, wage ich zu bezweifeln.
Meine Rezension zu "Sonne im Gepäck" von Tina Herz Autorin
Klappentext:
»Eine turbulente Familienreise im Camper voller Chaos, Kompromisse und warmherziger Momente.« Susanne Fröhlich
Seit einem Jahr stellen die Zwillinge Leni und Luis das Leben von Valerie und Tom auf den Kopf. Was für Valerie der größte aller Wünsche war, entpuppt sich schnell als größte Herausforderung ihres Lebens. Als Tom im Auftrag des Kulturprojekts, für das sie beide arbeiten, mit einem Kreativteam durch Europa reisen will, beschließt Valerie kurzum, den Trip gemeinsam zu machen. Ihr Plan: sich Arbeit sowie Kinderbetreuung teilen und als Familie mehr zusammenwachsen. Mit dem Camper geht es Richtung Süden. Doch statt Urlaubsfeeling kommt nur Frust auf. Warum ist überwiegend sie mit den Kindern beschäftigt und ihr Mann vor allem mit Teamkollegin Ida? So hatte sie sich das nicht vorgestellt! Valerie tut ihr Bestes, um den Familienfrieden wieder herzustellen. Zwischen Windelwahn und Campingchaos will sie vor allem eines – zu sich selbst finden
Meine Meinung:
Dies ist die Fortsetzung von Tina Herz' Debütroman "Das Glück in allen Farben". Es bedarf aber keiner Vorkenntnisse und kann unabhängig von Teil 1 gelesen werden.
Nach der Geburt ihrer Zwillinge muss Valerie feststellen, dass das Leben mit Kindern, noch dazu im Doppelpack, leider nicht so easy zu wuppen ist, wie sie sich das vorgestellt hat. Ganz im Gegenteil. Der Spagat zwischen Kinderbetreuung, Job und Haushalt bringt Valerie schnell an ihre Grenzen. Ihr Mann Tom ist, in ihren Augen, leider auch keine große Hilfe bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben. Als dieser ihr dann eröffnet, dass er für ein Kunst- und Kulturprojekt, an dem Valerie eigentlich auch beteiligt ist, auf mehrwöchige Europareise gehen will, platzt Valerie der Kragen. Kurzerhand beschließt sie, diese Reise mit Kind und Kegel im Camper anzutreten.
Doch leider müssen Tom und Valerie sich eingestehen, dass eine Reise quer durch Europa, noch dazu mit zwei Kleinkindern, nicht so harmonisch ist, wie sie sich das gedacht hatten. Denn auch hier geraten die beiden mit der Organisation ihres Projektes und der Betreuung der Zwillinge schnell an ihre Grenzen.
Tina Herz ist es gelungen, den alltäglichen Wahnsinn einer Familie mit einer gehörigen Portion Humor in diese Story zu packen. Einige der beschriebenen Situationen hat sie sogar selbst erlebt, was dafür sorgt, dass man sich wunderbar in Valerie hineinversetzen kann. Wie viele Frauen kennen es nicht aus eigener Erfahrung? Man neigt zur Perfektion, hat ein klares Bild vor Augen, wie alles ablaufen soll und steht völlig unter Druck, während der Partner alles viel lockerer sehen kann.
In Valeries Augen viel zu locker, denn sie fühlt sich sehr benachteiligt. Während sie meist mit den Kindern im Camper sitzt, nimmt Tom an den Kulturveranstaltungen teil und präsentiert ihre Ideen.
Ich konnte mich sehr gut in Valerie hineinversetzen. Hier zeigt sich sehr eindrucksvoll, dass auch das gewünschteste Wunschkind dafür sorgen kann, dass man als Mutter (oder auch Vater) einfach mal aus seiner Rolle ausbrechen möchte, weil einem alles über den Kopf wächst.
Tom hat mich oft mit dem Kopf schütteln lassen. Ich hatte oft das Gefühl, dass ihm das Projekt wichtiger ist, als seine Familie. Leider gehört er auch zu der Gattung Mann, die man konsequent mit dem ganzen Zaun umhauen muss, weil der Wink mit dem Zaunpfahl nicht ausreicht.
Tina Herz hat auch bei "Sonne im Gepäck" keine Hemmungen, schwierige Situationen, wie sie in jeder Familie auftreten können, zu thematisieren. Aber auch die erzählt sie mit reichlich Humor.
Der Schreibstil ist flüssig, so dass man nur so durch die Seiten fliegt.
Die Charaktere sind herrlich authentisch.
Die Landschaft und die Schauplätze der Schlösser, in denen das Kunstprojekt stattfindet, sind sehr bildhaft beschrieben.
Von mir eine klare Leseempfehlung und verdiente ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️
Familienchaos, Camper & eine Reise durch Europa
-Rezensionsexemplar-
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Genre: Ein wundervoller Roman mit Vereinbarkeit von Beruf & Familie, Mentalload & Träumen. Tolle Figuren, lebhafte Beschreibungen, amüsant, real & doch so tiefsinnig. Buch Nr. 2 der Autorin - das definitiv ohne den ersten gelesen werden kann.
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Setting: Valerie hat vor der Geburt der Zwillinge ein Projekt für das Kulturamt entwickelt. Jetzt geht es um die Umsetzung - an 5 Städten in Europa Kunst zu zeigen - & da will sie nicht mit den Kindern zu Hause sitzen. Ihr Mann, ebenfalls Teil des Projekts, aber auch nicht. Also geht es für alle 4 mit dem Camper los. Zwischen Kleinkindproblemen, Platznot im Camper & Mentalload läuft auch im Projekt nicht alles rund. Kommt Valerie damit zu recht oder war es doch ein Fehler?
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Schnapp dir einen Kaffee & komm mit auf eine Tour durch Europa mit Beruf meets Family.
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„Sonne im Gepäck“ ist der neue Wohlfühlroman von Tina Herz und die Fortsetzung zu „Das Glück in allen Farben.“
Das Cover zum Buch finde ich einfach wunderschön und sommerlich 🌸 außerdem passt es perfekt zu dieser warmherzigen Geschichte.
Ich habe mich sehr über das Wiedersehen mit Valerie und Tom aus „Das Glück in allen Farben“ gefreut, sie sind nun Eltern der einjährigen Zwillinge Leni und Luis.
Als Tom beruflich durch Europa reisen soll beschließen sie, diese Reise gemeinsam in einem Camper anzutreten und so beginnt schon bald eine turbulente und chaotische Zeit volle Gefühle.
Der Roadtrip durch Europa hat mir wirklich gut gefallen und ich konnte mir, durch die anschaulichen Beschreibungen der verschiedenen Handlungsorte, bildlich alles sehr gut vorstellen und komplett in die Story eintauchen.
Der Schreibstil von Tina Herz war wie gewohnt locker und flüssig, ich bin nur so durch die Seiten geflogen und hatte eine wirklich schöne Lesezeit.
„Sonne im Gepäck“ ist ein zauberhafter Familienroman in dem auch authentische Probleme angesprochen werden, die nun mal aufkommen wenn man Kinder bekommt.
Außerdem gab es sowohl einige witzige, als auch gefühlvolle Momente die sehr gut in die Geschichte gepasst haben.
Ich kann euch die Bücher der Autorin absolut empfehlen und hoffe wir lesen bald noch mehr über Valerie, Tom und die Zwillinge.